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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5584
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

ich habe Ende 2017 private Kranken- und Pflegekassenbeiträge

Diese Antwort wurde bewertet:

ich habe Ende 2017 private Kranken- und Pflegekassenbeiträge für mich und meine Tochter für 2,5 Jahre im Voraus bezahlt. Auf Anraten meiner KK habe ich den neuen Betrag für 2018 als Basis für diese Einzahlung genommen. Der Beitrag 2018 liegt etwas über dem Beitrag 2017.
Das Finanzamt hat die Vorauszahlung für meine Versicherung mit der Begründung, dass die voraus gezahlten Beiträge deutlich über den in 2017 geschuldeten Beiträgen lägen, nicht akzeptiert. Konkret waren es 4,4% oder ca. 600 EUR zu viel. Überaschenderweise wurde die Vorauszahlung. die ich für die KK meiner Tochter bezahlt habe, akzeptiert. Die Überzahlung in Höhe von 600 EUR führte dann zu einer 5-stellig höheren Steuerfestsetzung.
Meine Fragen wären:

1) Ist es rechtlich korrekt, dass bei einer Überzahlung des 2,5-fachen Beitrags, überhaupt keine Vorauszahlung im Veranlagerungszeitraum Anwendung findet?
2) Gibt es einen Ermessungsspielraum, bei denen geringfügige Überzahlungen akzeptiert werden können?
3) Mein Einspruch brachte bisher keinen Erfolg. Macht es Sinn, am Einspruch festzuhalten und evtl. sogar zu klagen?

Wäre schön, von Ihnen eine Einschätzung der Situation zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen.
Michael

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie in den nächsten Tagen keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrter Fragesteller,

sofern das Finanzamt die gesamte Vorauszahlung nicht anerkannt habe, ist dies fehlerhaft und Sie müssen Einspruch einlegen!

Die gesetzliche Regelung besagt:

  • Beitragsvorauszahlungen können im Zahlungsjahr nur abgezogen werden, soweit sie das Zweieinhalbfache der regulären (vertraglich geschuldeten) Beiträge des Veranlagungszeitraums nicht überschreiten.
  • Vorauszahlungen, die über diese Grenze hinausgehen, dürfen erst im Jahr ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit abgezogen werden.
  • Beiträge, die der unbefristeten Beitragsminderung nach Vollendung des 62. Lebensjahrs dienen, dürfen ungeachtet der Vorauszahlungsbeschränkung stets im Zahlungsjahr abgezogen werden.

Wenn ich damit Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um Ihre Bewertung, damit meine Beratung mit dem 50 %igen Anteil an Ihrem Honorareinatz vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Rückfragen zu meiner Beantwortung? Ansonsten bitte ich um Ihre Bewertung, damit meine Beratung mit meinem 50 %-Anteil an Ihrem Honorareinsatz vergütet werden kann.

Vielen Dank

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann,
ich verstehe leider Ihre Argumentation für den Einspüruch nicht. Sie schreiben:
"Beitragsvorauszahlungen können im Zahlungsjahr nur abgezogen werden, soweit sie das Zweieinhalbfache der regulären (vertraglich geschuldeten) Beiträge des Veranlagungszeitraums nicht überschreiten.
Vorauszahlungen, die über diese Grenze hinausgehen, dürfen erst im Jahr ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit abgezogen werden".
Wenn das so ist, hat das Finanzamt meine Vorauszahlung doch richtigerweise für 2017 nicht anerkannt. Ich erkenne in der gestzlichen Regelung nicht, dass nur der zuviel bezahlte Beitrag nicht im Veranlagungszeitraum anerkannt wird. Oder liege ich hier falsch?
Im Übrigen habe ich schon Einspruch eingelegt. Das Finanzamt hat bereits geantwortet, dass dem Einspruch nicht entsprochen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Michael

Sehr geehrter Fragesteller,

ist hatte Ihnen die gesetzliche Regelung widergegeben:

Es kommt auf das kleine Wörtchen "soweit" an!

Also bis zum 2,5 fachen der regulären (vertraglich geschuldeten Beiträge des Veranlagungszeitraumes Abzug im Jahr der Zahlung,

der darüber hinausgehende Betrag hingegen erst im Jahr der wirtschaftlichen Zugehörigkeit.

Ich hoffe, dass die ergänzenden Ausführungen zur Klarstellung dienen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,+

haben Sie noch Rückfragen zu meiner ergänzenden Beantwortung? Ansonsten bitte ich um Ihre Bewertung, damit meine Beratung mit meinem Honoraranteil von 50 % vergütet werden kann.

Vielen Dank

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5584
Erfahrung: HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.