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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5409
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Mein Stbr. hat uns vor 5 Jahren nicht darüber aufgeklärt

Diese Antwort wurde bewertet:

mein Stbr. hat uns vor 5 Jahren nicht darüber aufgeklärt ,dass wir bei einer Eheschließung pro Jahr 15000 Euro sparen. Mein Gewinn vor Str. liegt meistens bei ca. 150000. Meine Freundin hat ca 1500 brutto mtl.. Ich bin Freiberufler. Er hat mir geraten,meine Lebensvers. nicht von derzeit 300 mtl. auf 1000 mtl. zu erhöhen. Es wurde mir sogar abgeraten. Kann ich da was nachfordern von ihm oder seiner Vers.?

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage sind ergänzende Angaben erforderlich:

Hatten Sie Ihrem Steuerberater diesbezügliche Beratung- aufträge bezüglich Vorteile einer Eheschließung und Aufstockung Ihrer Lebensversicherung erteilt?

Mit freundlichen Grüßen

Prof.Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich habe ihn ständig gebeten,mich darüber zu informieren,wie ich meine hohen Zahlungen mit legalen und anerkannten Massnahmen senken kann. Er sollte mich alle 3 Monate kontaktieren und mich aufklären,wie der Stand der Dinge ist oder was ich z.B. bei meinen privaten Ausgaben ändern soll. Diese Anrufe kamen nie!!! In acht Jahren habe ich den für mich zuständigen Herrn nur zu den jeweiligen Jahresabschlüssen gesehen. Dabei wurde ich dann ziemlich barsch darauf aufmerksam gemacht,dass die privaten Ausgaben zu hoch waren. Eine Idee,wie man das Geld erfolgreich nutzen kann,habe ich dann trotzdem nicht erhalten. Ich habe ihn über meine Partnerin genauestens informiert. Er wusste,dass sie eine 20jährige Tochter hat,dass das Gehalt meiner Partnerin gering ist und und und. Ich habe übrigens auch zwei Teenager-Söhne, 11 und 15. Jedenfalls wurde meine Partnerin in der finanziellen Problematik nicht in Anspruch genommen! Es war z.B. meine Idee, dass sie ja in meiner Praxis als z.B. "Hausmeisterin" arbeiten kann auf 400Euro Basis. Das Thema Ehe wurde ad acta gelegt mit der Begründung, dass das keinen Einfluss auf meine Finanzen hat. 2014 hat er mir gesagt,dass er Investitionsrücklagen gebildet hat,damit meine Steuerzahlungen gesenkt werden. Ich war im Jahr zuvor krank und deswegen waren die Einnahmen etwas zurückgegangen. Mir wurde dann gesagt,dass natürlich bei geringer Investtition die Höhe der Steuern ansteigt. Das war mir immer klar. Aber der Experte hat dieses Schieben der Zahlungen bereits seit 2010 praktiziert, sodass ich jetzt Steuern ab 2010 nachzahlen muss. Die Vorauszahlungen waren gering. Der Gewinn.vor Steuer war jährlich um die 140000 Euro. Ich bin übrigens Zahnarzt. Insgesamt sind es jetzt 170000,die ich nachzahlen muss!!!!!!Das mit der Lebensversicherung habe ich direkt angesprochen. Das würde nicht viel bringen,ist ja schließlich auch eine Privatausgabe. Ich wollte die Zahlung von mtl.300 auf 1000 Euro erhöhen. So,und nun stehe ich ziemlich blöd da!!!! Danke für Ihre Zeit!!

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bitte zunächst zu entschuldigen, dass ich erst heute zur Beantwortung Ihrer Frage im Anschluss an die ergänzenden Angaben von Ihnen komme!

Ich war ein paar Tage urlaubsbedingt nicht in der Praxis.

Nun zu Ihrer Frage:

1. Eine Eheschließung würde nach derzeitigem Steuertarif (2017/2018) und Ihrer Gewinnangabe und der Gehaltsangabe Ihrer Lebensgefährtin nicht jährlich 15 000 € sondern nur ca 3 600 € sparen,

2. Die Prämie für eine Lebensversicherung, sofern es sich nicht um einen sog. zertifizierten Vertrag nach Rürup handelt, würde steuerlich keinen Einfluss auf die Höhe der Steuer haben, weil der Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen vermutlich durch die Basis-Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft ist.

3. Ganz grundsätzlich ist nach Ihren Angaben und Ergänzungen festzustellen, dass Sie offenbar Ihren Steuerberater nicht offiziell beauftragt haben, eine Vergleichsberechnung der Steuerbelastung als Lediger bzw. als Verheirateter in den Jahren der Betreuung durchzuführen. Beachten Sie bitte, dass Sie ohne besonderen Auftrag von Ihrem Steuerberater nicht erwarten können, dass er kontinierlich über sämtliche Lebenssachverhalte seiner Mandanten Gestaltungsüberlegungen anstellen kann, zumal die laufende Bearbeitung der Vorgänge der Mandanten in den Händen seiner Mitarbeiter liegt. Bei einer Vielzahl von Mandanten kann er die Beratung naturgemäß nur auf Grund konkreter Aufträge vornehmen. Sie hätten also im Laufe der vergangenen 5 Jahre einen solchen Auftrag erteilen müssen.

Ich bitte insofern um Ihr Verständnis, dass eine allumfassende Betreuung des Mandanten nur auf Grund eines festgelegten Auftrages erwartet werden kann, dessen Einhaltung der Mandant dann auch im Zeitablauf überwacht.

Demzufolge liegt kein Fehlverhalten Ihres Beraters vor, aus dem Sie Nachteile in der Beratung geltend machen können.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen daher nicht raten kann, Ansprüche aus dem Steuerberatungsvertrag geltend zu machen, die nicht im Vertrag festgelegt sind.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Frage beantwortet habe. Im übrigen ist der vermeindliche "Schaden" wesentlich geringer, als Sie offensichtlich vermuten.

Für Ihre abschließende Bewertung wäre ich dankbar,damit meine Beratung und die dazu erforderllichen Berechnungen mit dem hälftigen Honorareinsatz von justanswer vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Rückfragen zu meinen Ausführungen? Ansonsten bitte ich um Bewertung, damit meine Beratung mit meinem anteiligen Honorareinsatz von 50 % vergütet werden kann.

Vielen Dank

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.