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alva3172015
alva3172015, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 917
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht sowie Internationales Steuerrecht
92866717
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alva3172015 ist jetzt online.

ich habe folgende steuerliche Fragen:

Kundenfrage

ich habe folgende steuerliche Fragen:

Sachverhalt: Meine Frau und ich sind verheiratet und Leben in Bayern. Wir werden zur EST zusammenveranlagt. Nun wollen wir für 220000 Euro das 2-Familienhaus meines Schwiegervaters (Vater meiner Frau) kaufen. 50000 Euro erhält er sofort ausbezahlt, der Rest wird in Raten von monatlich 700 Euro beglichen. Über die Ratenzahlung machen wir mit meinem Schwiegervater einen schriftlichen Darlehensvertrag (zinslos). Im Notarvertrag steht von der Ratenzahlung nichts. Dort steht nur der Kaufpreis. Im Notarvertrag steht noch, dass mein Schwiegervater im Erdgeschoss ein lebenslanges Wohnrecht erhält. Im Obergeschoss eröffnet meine Frau eine Heilpraktikerpraxis. Fragen: 1. Wie ist das mit der Grunderwerbsteuer? Wäre es von Vorteil, wenn meine Frau alleine das Haus kaufen würde? 2. der Kaufpreis ist meines Wissens die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer. Es wäre für uns besser, wenn der Kaufpreis niedriger wäre oder laufen wir dann Gefahr in ein Schenkungssteuerproblem zu kommen? 3. Wenn meine Frau die Heilpraktikerpraxis betreibt dachten wir, das meine Frau und ich das erste OG quasi an die Heilpraktikertätigkeit vermieten. Geht das oder ist das automatisch Betriebsvermögen? 4. Klappt das mit dem zinslosen Darlehen zwischen meinen Schwiegervater und uns oder gibt es da Bedenken? Mit freundlichen Grüßen *****

Gepostet: vor 25 Tagen.
Kategorie: Steuern
Experte:  alva3172015 hat geantwortet vor 25 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage.

1. Ja, da dann keine Grunderwerbssteuer anfällt.

2. Je niedriger der Kaufpreis desto niedriger die Grunderwerbsteuer iHv 3,5 % in Bayern. Eine gemischte Schenkung wird nur problematisch, wenn der Vater Ihrer Frau in den nächsten 10 Jahren verstirbt und hohes weiteres Vermögen vorhanden ist und in den letzten Jahren vor der Übertragung bereits eine Schenkung in Höhe von 400.000 € stattgefunden hat.

3. Wenn vermietet wird, wird es nicht unbedingt Betriebsvermögen. Die Mieten sind allerdings zu versteuern und bei einem Verkauf innerhalb von 10 Jahren ist ein Gewinn bezüglich des 1. OG zu versteuern.

4. Bei einem zinslosen Darlehen wird die Finanzverwaltung fiktive Zinsen bei Ihrem Schwiegervater ansetzen, da bei einem DRittvergleich unter fremden Personen Sie auch keine zinsloses Darlehen erhalten würden. Was mir allerdings noch klar, wann Sie Eigentümer werden sollen, da der Notar in Bayern den Vollzug, also die Kaufpreiszahlung kontrolliert und erst dann eine Grundbuchänderung vorgenommen wird. Oder ist Ihr Schwiegervater vorleistungspflichtig, sprich Sie werden mit der notariellen Beurkundung auch bereits als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen.

Mit besten Grüßen aus München

Kanzlei für Steuerrecht HERMES

Experte:  alva3172015 hat geantwortet vor 25 Tagen.

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Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.

Danke für Ihre Antwort. Um die Grunderwerbsteuer zu sparen kauft dann nur meine Frau das Haus. Wir setzen dann bei der Gewinnermittling bzgl. der Heilpraktikerpraxis die Abschreibung und sonstigen Kosten für das Obergeschoss direkt als Betriebsausgaben an. Richtig? Bezgl. dem zinslosen Drlehen von meinem Schwiegervater: Mein Schwiegervater ist Rentner und nicht steuerlich veranlagt. Wir können in den Vertrag auch 1,5% Zinsen vereinbaren. Dann wäre die Sache erledigt? Oder 1%? Das mit dem Eintrag ins Grundbuch und der Kontrolle der Kaufpreiszahlung habe ich nicht verstanden. Werden da die Kontoauszüge kontrolliert oder reicht es wenn mein Schwiegervater bestätigt dass die Zahlung geflossen ist bzw. ein Darlehensvertrag da ist....? Mit freundlichen Grüßen ******

Experte:  alva3172015 hat geantwortet vor 25 Tagen.

Wir setzen dann bei der Gewinnermittling bzgl. der Heilpraktikerpraxis die Abschreibung und sonstigen Kosten für das Obergeschoss direkt als Betriebsausgaben an. Richtig?

JA!

Bezgl. dem zinslosen Drlehen von meinem Schwiegervater: Mein Schwiegervater ist Rentner und nicht steuerlich veranlagt. Wir können in den Vertrag auch 1,5% Zinsen vereinbaren. Dann wäre die Sache erledigt? Oder 1%?

Ja, 1,5 % oder 1,00 % sind in Ordnung.

Normalerweise muss Ihr Schwiegervater bestätigen, dass er die Zahlung erhalten hat; erst dann erfolgt die Änderung des Grundbuches über den Notar. Dies reicht aus. Im Notarvertrag wird ja Kaufpreiszahlung vereinbart worden sein.

Experte:  alva3172015 hat geantwortet vor 24 Tagen.

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