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alva3172015
alva3172015, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 917
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht sowie Internationales Steuerrecht
92866717
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alva3172015 ist jetzt online.

Grunderwerbsteuerfreiheit § 3 GrEStG

Kundenfrage

wir hatten kürzlich über die Grunderwerbsteuerfreiheit § 3 GrEStG korrespondiert

für den Grundstückserwerb durch mich als früheren Ehegatten des Veräußerers im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach der Scheidung. Die Notarin hat nun einen entsprechenden Vertrag im Entwurf aufgesetzt und ich würde nun gerne durch Sie prüfen lassen, ob die Vertragspassage noch optimiert werden müsste, um die Grunderwerbsteuerfreiheit zu erreichen. Hier die Vertragspassage: „A) Vorbemerkung Wir, Herr Marco Wödl und Frau Nicola Wödl waren miteinander verheiratet. Unsere Ehe ist rechtskräftig geschieden. Mit Urkunde des Notars Dr. Rüdiger Merkle in Schwandorf vom 26. April 2016, URNr. 884/2016 haben wir eine Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung – nachfolgende Vorurkunde genannt - geschlossen. Darin wurden die Trennungs- und Scheidungsfolgen abschließend geregelt. Hinsicht- lich des in unserem hälftigen Miteigentum verbliebenen Grundbesitzes wurde verein- bart, dass dieser einvernehmlich verkauft wird. In Abweichung zu dieser Vereinbarung erfolgt nunmehr nachfolgende Vermögensauseinandersetzung.“ Besteht Ihres Erachtens noch Änderungsbedarf? Besten Dank für Ihre geschätzte Antwort. Mit freundlichen Grüßen *****

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Steuern
Experte:  alva3172015 hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Sie müssen meines Erachtens keine Grunderwerbsteuer zahlen. Nach § 3 Nr. 5 GrEStG ist der Grundstückserwerb von der Steuer befreit, wenn einer der früheren Ehegatten nach der Scheidung das bisher beiden gehörende Haus im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung vollständig erwirbt. Sie erwerben nach der Scheidung den Miteigentumsanteil Ihrer Frau am Haus. Dass dies erst zwei Jahre nach der Scheidung geschah, ist grundsätzlich unschädlich. Denn eine gesetzliche Frist, innerhalb derer man nach der Scheidung die Vermögensauseinandersetzung durchführen muss, existiert nicht.

Die Scheidung war auch vorliegend ursächlich für die durchgeführte Vermögensauseinandersetzung. Es sollte noch weiter explizit angeführt werden, dass zur Vermeidung eines etwaigen Zugewinns bzw. nach der Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen zwischen den Parteien vereinbart wurde, dass Sie den hälftigen Anteil zu dem Preis von xy € erwerben.

Mit besten Grüßen aus Berlin und München

Kanzlei für Steuerrecht HERMES

Experte:  alva3172015 hat geantwortet vor 1 Monat.

Ich bitte um Bewertung durch Anklicken der Sterne; gerne stehen wir auch noch für Rückfragen z.B. heute noch bis 21 Uhr zur Verfügung.

Ihre Steuerkanzlei Hermes

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Könnten Sie bitte noch genauer angeben wie der Vertragstext ergänzt werden soll. Sie schreiben „Es sollte noch weiter explizit angeführt werden, dass zur Vermeidung eines etwaigen Zugewinns bzw. nach der Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen zwischen den Parteien vereinbart wurde, dass Sie den hälftigen Anteil zu dem Preis von xy € erwerben.“ D.h. die Textergänzung wäre dann: „Nach Abschluss der Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung, vereinbaren die Vertragsparteien nun den Erwerb des hälftigen Immobilienbesitzes durch Herrn ... von Frau ... zum Preis von ... Euro.“ Wäre dies so in Ordnung?
Experte:  alva3172015 hat geantwortet vor 1 Monat.

Vielen Dank für die Rückfrage. Der Text sollte wie folgt lauten:

"Nach Abschluss der Trennungs-und Scheidungsfolgenvereinbarung, vereinbaren die Vertragsparteien im Zuge der vorgenannten Vereinbarung und zur Durchführung der Bestimmungen der Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung nun den Erwerb des hälftigen Immobilienbesitzes durch Herrn ... von Frau ... zum Preis von ... Euro.“