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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5573
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Ich habe einen Dienstwagen nach dem Gehatsumwandlungsmodell.

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe einen Dienstwagen nach dem Gehatsumwandlungsmodell. Private Fahrten werden mir anteilig vom Lohn abgezogen. Beispielsweise, wenn ich 50 % privat fahre, dann muss ich die hälfte der Leasingkosten und des Treibstoffs bezahlen. Was bei einer Leasingrate von 800 Euro dann 400 Euro ausmacht. Wenn ich den Wagen für die doppelte Haushaltsführung einsetze kommt noch der Geldwerte Vorteil von ca. 100 Euro für die 0,002 % hinzu. Kann ich in dem Fall die Werbungskosten für doppelte Haushaltsführung ansetzen, wenn ich mit einem privaten Fahrzeug fahre? Glaubt mir das Finanzamt. Die Kosten, wenn ich mit dem sog. Firmanwagen fahre würden bei 4800 Euro für Leasing und bei 1200 Euro für den GwV liegen. Mit meinem günstigen Privatwagen und Abzug von Werbungskosten komme ich günstiger weg.
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: ja

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Sie können mit dem Arbeitgeber vereinbaren und dies vertraglich niederlegen, dass der Firmenwagen nicht für private Zwecke genutzt werden darf. Dies muss für steuerliche Zwecke aber nachweislich vom Arbeitgeber überwacht werden und dem Finanzamt für Prüfungszwecke beim Arbeitgeber zum Lohnkonto genommen werden.

Wenn Sie für die nicht geschäftlichen Fahrten (also Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und 1. Tätigkeitsstätte sowie zwischen Hauptwohnung und Zweitwohnung) Ihren privaten PKW nutzen, kommt ein geldwerter Vorteil nicht zum Ansatz.

Sie können dann die Fahrten zwischen Zweitwohnung und 1. Tätigkeitsstätte sowie für 1 wöchentliche Heimfahrt als Werbungskosten im Rahmen der Steuererklärung geltend machen.

Wenn ich damit Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um Ihre Bewertung, damit meine Beratung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Kann ich von der Regelung auch Gebrauch machen, wenn ich mit dem Arbeitgeber vereinbare, dass das Fahrzeug nicht für Heimfahrten der Doppelten Haushaltsführung zu nutzen. Nachweis gegenüber dem Finanzamt durch ein Fahrtenbuch wäre möglich.
Mein Arbeitgeber schließt vertragliche Regelungen aus, mit der man z.B. die 1% Regel vermeiden könnte.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich halte eine diesbezügliche Vereinbarung für zulässig. Sie sollten aber für die Nachweisbarkeit der Nichtnutzung für die wöchentlichen Heimfahrten den KM-Tachometerstand bei Beginn der wöchentlichen Heimfahrt und den KM-Tachometerstand am Ende des Tages nach Rückkehr von der wöchentlichen Heimfahrt dokumentieren und diese Aufzeichnungen dem Arbeitgeber als Beleg zu der Vereinbarung als Kopie übergeben. Gleichzeitig können Sie diese Fahrten - zusammen mit der Vereinbarung und Ihrer Dokumentation als Werbungskosten im Rahmen der Einkommensteuererklärung (Anlage N, rückseitig) geltend machen.

Für Ihre abschließende Bewertung bedanke ***** ***** im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.