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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5078
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

ich habe meinen Wohnsitz in Österreich

Diese Antwort wurde bewertet:

folgende Situation: ich habe meinen Wohnsitz in Österreich und habe dort ein Einkommen aus einem Angestelltenverhältnios

In D besitze ich eine Wohnung, die ich vermiete, sprich: ich habe Mieteinnahmen. Nun ist mein Verständnis folgendes: 1) ich bin beschränkt steuerpflichtig in D, muss dort meine Mieteinnahmen und nur meine Mieteinnahmen versteuern (und zwar mit dem für die Höhe der Mieteinnahmen gültigen Steuersatz) 2) ich bin voll steuerpflichtig in Ö, muss dort mein Einkommen aus dem Angestelltenverhältnis versteuern. Allerdings gilt nach dem DBA D/Ö für diese Versteuerung ein Progressionsvorbehalt, sprich: der Steuersatz in Ö richtet sich nach der Höhe des Welteinkommens (also: Einkommen Ö+Einkommen D), wird aber nur auf das in Ö erzielte Einkommen angewendet Ist das richtig so? Wenn ja, würde ich ja auf meine Mieteinnahmen in D nur einen sehr geringen Steuersatz zahlen, weil die einzigen Einnahmen in D. In Ö wiederum ist der Progressionsvorbehalt kein Nachteil für mich, weil ich ohnehin in der höchsten Steuerklasse bin. Das klingt jetzt fast zu gut, um wahr zu sein. Wenn das so wäre, würden doch massenweise Leute Immobilien im Ausland kaufen und vermieten (statt im Inland). Habe ich irgendwo einen Denkfehler? Danke für Ihre Rückmeldung!

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Nach Überprüfung der Sach- und Rechtslage melde ich mich umgehend mit einer Antwort bei Ihnen.

Mit besten Grüßen

Kanzlei für internationales Steuerrecht HERMES

1. Die Mieteinnahmen müssen Sie nach § 49 EStG mit einem Mindeststeuersatz von 25 % besteuern lassen. Es gibt zudem keinen Grundfreibetrag in Höhe des steuerlichen Existenzminimums.

2. Das Einkommen aus Deutschland spielt für den Ansatz Ihres Steuersatz in AUT eine Rolle. Dies bedeutet, dass das Einkommen aus Deutschland Ihren Steuersatz auf das alleine in AUT erzielte Einkommen erhöht. Wenn Sie bereits in AUT den Spitzensteuersatz zahlen, haben Sie also nichts zu befürchten.

Ich bitte um Bewertung durch Anklicken der Sterne; ich stehe gerne auch noch morgen für Rückfragen zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Danke.
Wo genau kann ich denn die 25% Mindeststeuersatz nachlesen? Im §49 finde ich das nicht - im $50 ebenfalls nicht. Im $50 steht stattdessen im ersten Absatz
"2§ 32a Absatz 1 ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass das zu versteuernde Einkommen um den Grundfreibetrag des § 32a Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 erhöht wird;"
Danke für kurze RM!

Bis zum 31.12.2008 schrieb § 50 Abs. 3 S. 2 EStG einen Mindeststeuersatz von 25 % vom Einkommen vor, der unabhängig von der Steuer nach der Grundtabelle galt. Durch die Gesetzesänderung vom 19.12.2008 ist der Steuersatz so zu berechnen, dass das zu besteuernde Einkommen um den Grundfreibetrag des § 32 a Abs. 1 S. 2 Nr. 1 EStG erhöht, was de facto zu einer MINDESTBESTEUERUNG (nicht Steuersatz) von 25 % führt. Der Tarif richtet sich nach § 32 ESTG.

Erhalte ich noch bitte eine Bewertung für die umfassende Antwort, da ansonsten das Honorar nicht an mich weitergeleitet wird?! Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

ich greife Ihre Frage auf, da der Kollege sich in der Angelegenheit zurückgezogen hat. Es ist in der Tat so, dass der Steuersatz von 25 % in Ihrem Fall für die Mieteinkünfte in Deutschland nicht (mehr) gilt. Vielmehr gilt der normale progressive Steuertarif gem. § 32 a EStG, wie für alle unbeschränkt Steuerpflichtigen, allerdings wird das zu versteuernde Einkommen um den im Tarif enthaltenen Grundfreibetrag erhöht. Damit wird bewirkt, dass der Grundfreibetrag bei der Berechnung der Steuer nicht berücksichtigt wird. Hintergrund ist, dass Sie in Österreich bereits bei der Besteuerung am Ansässigkeitsort in den Genuss eines Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer kommen.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre berechtigte kritische Anmerkung auf die Ausführungen des Kollegen klären konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 8 Stunden.
Ja, danke. Das deckt sich nun mit dem, was ich selbst im EStG und verschiedenen Internet-Foren recherchiert hatte.
Danke ***** *****!

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Für Ihre Bewertung wäre ich dankbar, damit mein Anteil von 50 % an Ihrem Honorareinsatz von justanswer an mich für die Beratung weitergeleitet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
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Erfahrung: HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.