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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5310
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Hallo! Wir (ich: 55 Jahre, sie: 59) überlegen uns zu

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo!
Wir (ich: 55 Jahre, sie: 59) überlegen uns zu trennen, reden noch miteinander und wollen im Vorfeld alles soweit klären, damit es nicht zum "Rosenkrieg" kommt.
Meine Noch-Ehefrau ist vermögend und möchte um den Unterhaltausgleich zu vermeiden und gegebenenfalls die Scheidung zu beschleunigen, mir einen fixxen Betrag X aus Ihrem Vermögen schenken
(mit notariellem Vertrag) . Ich soll mir das nun überlegen, ob ich damit einverstanden bin. Wie kann man das gestalten, sodass keine Steuer für mich anfällt (Schenkung vorm Trennungsjahr oder währenddessen oder nach der Scheidung)? Wie kann das laufen? Macht das Sinn?

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Solange Sie verheiratet sind, kommt für Sie als Ehepartner bei einer Schenkung unter Ehegatten der Freibetrag von 500 000 € zur Anwendung, so dass Sie die Vermögensfrage unbedingt vor der ehelichen Trennung der Lebensgemeinschaft und einer Scheidung einvernehmlich regeln sollten und eine Schenkung entweder bereits vollziehen oder das Schenkungsversprechen notariell beurkunden lassen. Klären Sie gegebenenfalls vor Einreichung eines Scheidungsantrag mit dem Notar ab!

Wenn ich damit Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um Ihre Bewertung meiner Beratung, damit meine Beratung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann!
Meine Frau möchte, dass ich mich bis Ende Juni entscheide, ob ich wirklich eine Scheidung möchte
und wissen, ob ich dann mit der Zahlung < 500.000,--€ einverstanden wäre.
Hintergrund: Unser Sohn macht zur Zeit Abitur und soll möglichst vorher nicht mit der Thematiik konfrontiert werden.Im Falle, dass ich einer Scheidung nach wie vor positiv gegenüberstehe, möchte sie dann bei ihrem Anwalt rückwirkend zum 01.04. den Beginn des Scheidungsjahres bekanntgeben.Ist die Schenkung bzw. das Schenkungsversprechen !! während des Trennungshalbjahres !! trotzdem nach der Scheidung steuerfrei anzusehen, auch wenn die Scheidung beispielsweise im Extremfall 1 Woche nach Geldfluss ausgesprochen wird oder muss zwischen der Zuwendung und der Scheidung eine bestimmte Frist liegen, damit Steuerfreiheit gilt?Ist es relevant für den Anfall einer Steuer, ob zum Zeitpunkt der Schenkung die Trennungsabsicht schon bekannt ist oder nicht?Als Beispiel:
Beginn Scheidungsjahr 01.04.
notarielle Vereinbarung über Geldzuwendung: 30.12.
Szenario I: Geldfluss am 10.01.
Szenario II: Geldfluss nach der ScheidungIm bedanke ***** *****ür die Beantwortung im Vorfeld bestens und verbleibemit freundlichen Grüßender Fragesteller

Sehr geehrter Fragesteller,

der Freibetrag von 500 000 € kommt nur für Eheleute in Betracht, solange die Ehe besteht. Die Schenkung muss während der Ehe vollzogen werden.

Für die Zuordnung zur Steuerklasse I mit dem Freibetrag von 500 000 € geht es um eine Momentaufnahme. Die Ehe muss daher bei Steuerentstehung. also im Zeitpunkt der Schenkung der Ausführung rechtlich wirksam gewesen sein. Der Zustand der Ehe, wie etwa ein Getrenntleben , beeinträchtigt die Begünstigung - anders wie im Einkommensteuerrecht - nicht.

Zusammenfassend: Die Schenkung muss während des Bestandes der Ehe vollzogen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
34;.....Der Zustand der Ehe, wie etwa ein Getrenntleben , beeinträchtigt die Begünstigung - anders wie im Einkommensteuerrecht - nicht."Verstehe ich das also richtig?
Wenn die Zuwendung zwar im Trennungsjahr erfolgt, aber vor Ausspruch der Scheidung, handelt es sich um eine Zuwendung während der bestehenden Ehe und ist somit steuerfrei!Ist das so richtig?
Ich dachte nämlich, dass das Trennungsjahr selber, keine bestehende Ehe mehr darstellt?!

Sehr geehrter Fragesteller,

es kommt für den Freibetrag nur auf das Bestehen der Ehe im juristischen Sinne an!

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.