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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5095
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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ich bin festangestellter Berater bei einer mittelständischen

Diese Antwort wurde bewertet:

ich bin festangestellter Berater bei einer mittelständischen Unternehmensberatung

Mein Arbeitgeber stellt mir einen Firmenwagen zur Verfügung welcher ich auch privat nutzen darf und welcher nach der 1% Regelung versteuert wird. Ich arbeite entweder von Zuhause aus oder direkt beim Kunden vor Ort (5 Tage die Woche) in Projekten (Die Projekte haben eine Dauer von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Jahren, immer befristet für 3 oder 6 Monate, in seltenen Fällen für ein Jahr und werden dann ggf. verlängert). Meine Frage bezieht sich auf die Versteuerung der Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. Aktuell versteuere ich, bzw. mein Arbeitgeber lediglich nach der 1% Regelung, also keine zusätzliche Versteuerung für Fahrten zwischen Wohnung und "Erster Tätigkeitsstätte". In meinem Arbeitsvertrag ist keine "Erste Tätigkeitsstätte" angegeben, dort steht: "Der Arbeitsort richtet sich nach den jeweiligen Erfordernissen. Der Angestellte ist verpflichtet auf Verlangen des Arbeitgebers an allen Orten in der Bundesrepublik Deutschland die ihm zugewiesenen Tätigkeiten zu erfüllen. Die Arbeitszeit richtet sich nach den Projektanforderungen. Der Arbeitgeber entscheidet über Ort, Dauer und Durchführungsweise eines Projektes, in dem der Angestellte für einen Einsatz vorgesehen ist." Aktuell hat mein Arbeitgeber eine Projektwohnung angemietet (möbliertes Apartment) welches mir anstatt eines Hotels für Übernachtungen dient. Ist es richtig das mein Arbeitgeber für mich keine KM für Fahrten zwischen Wohnung und "Erster Tätigkeitsstätte" versteuert? Muss ich im Falle einer Steuerprüfung meines Arbeitgebers durch das Finanzamt damit rechnen dass diese Kosten nachversteuert und auf mich abgewälzt werden? ist auf Grund der fehlenden Angabe zu einer Ersten Tätigkeitsstätte automatisch der Standort des Kunden mein erste Tätigkeitsstätte und die Kilometer müssten von meinem Wohnort jeweils zum Standort des Kunden (Dort wo ich arbeite) pauschal versteuert werden (Ich glaube gelesen zu haben das Finanzamt geht pauschal von 15 Fahren zwischen Wohnung und Erster Tätigkeitsstätte aus), obwohl ich nur max. 2 - 3 Mal im Monat mit dem Firmenwagen zum Kunden, bzw. zur Projektwohnung fahre? (Fahrten von Zuhause zur Projektwohnung) HomeOffice kann nach meinem Kenntnisstand nicht die Erste Tätigkeitsstätte sein. Ein Fahrtenbuch führe ich wegen der 1% Regelung nicht und ist in meinem Fall auch äußerst unpraktisch da ich den Wagen zu 99% privat nutze. Aktuell weiß ich nicht ob die Versteuerung des Firmenwagen durch meine Arbeitgeber korrekt läuft und wie ich mich verhalten muss/soll bzw. mit welchen Informationen/Einwänden zum aktuellen Vorgehen ich auf meinen Arbeitgeber zugehen soll. Bisher hat man mir gesagt dass alles korrekt läuft und ich mir keine Gedanken bzgl. etwaiger zu versteuernder Kilometer machen muss, da die momentanen Fahrten, in dem Moment in dem ich die Wohnung verlasse, als Dienstreise bzw. Reisetätigkeiten gelten, dies passt aber nicht so ganz zu den Regelungen welche man allgemein zur Versteuerung von Firmenwagen/Dienstfahrzeugen lesen kann. Über eine Antwort freue ich mich sehr. Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

regelmäßig handelt es sich bei Auswärtstätigkeiten eines Arbeitnehmers, bei denen die Fahrten von der Wohnung zu der auswärtigen Tätigkeitsstätte nicht um Fahrten zu einer sog. erste Tätigkeitsstätte handelt. Sie unterliegen nicht der Pendlerpauschale mit 0,30 € je Entfernungskilometer.

Die Auswärtstätigkeit bei einem Kunden des Arbeitgebers wird nur bei dauerhafter Zuordnung zu einer ersten Tätigkeitsstätte, bei der die sog. Pendlerpauschale anzuwenden ist und bezüglich eines Firmenwagens zu einem geldwerten Vorteil führt.

Dauerhafte Zuordnung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer dort unbefristet, für die Dauer des Dienstverhältnisses oder einen Zeitraum von mehr als 4 Jahren eingesetzt werden soll.

Nach Ihren Angabn haben Sie keine 1. Tätigkeitsstätte, so dass geldwerter Vorteil für derartige Fahrten nicht in Betracht kommt. Das homeoffice ist - wie Sie richtig bemerken - keine 1. Tätigkeitsstätte in diesem Sinne.

Wenn ich damit Ihre Frage beantworten konnte, bitte ich um Ihre Bewertung meiner Ausführungen, damit meine Beratung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Hallo Herr Prof. Nettelmann,vielen Dank für Ihre Antwort.Wenn ich Sie richtig verstehe, handelt mein Arbeitgeber also richtig? Die Fahrten von meinem Wohnort zur Arbeit, also zum Kunden (bei welchem ich 5 Tage die Woche vor Ort bin), sind nicht zusätzlich zu der 1% Regelung mit 0,03% einfache Strecke je Entfernungskilometer von Wohnort zum Kunden zu versteuern?Auf Grund der Tatsache, dass in meinem Arbeitsvertrag keine erste Tätigkeitsstätte definiert ist, und ich nicht der Dauerhaften Zuordnung unterliege, da meine Beauftragungen ja immer für 3 oder 6 Monate befristet sind und dann verlängert werden, muss ich keine Entfernungskilometer vom Wohnort zum Arbeitsort versteuern? Falls ja, ist dies unabhängig davon ob ich unter der Woche in einer Projektwohnung bin, im Hotel oder jeden Tag von Zuhause zum Kunden fahren würde?Wenn ich mal kein Projekt habe und von Zuhause aus arbeite, würden dann pauschal Entfernungskilometer zu versteuern sein, da HomeOffice ja nicht als Tätigkeitsstätte definiert werden kann?Aus Ihrer Sicht bin ich also auf der Sicheren Seite und habe keine Nachzahlungen oder ähnliches zu befürchten?Über eine Antwort von Ihnen freue ich mich.Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

in Ermangelung einer ersten Tätigkeitsstätte haben Sie geldwerten Vorteil für Fahrten von der Wohnung zu einer 1. Tätigkeitsstätte zu versteuern.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

zusammenfassend ist festzustellen, dass Ihr Arbeitgeber die Angelegenheit des geldwerten Vorteils richtig behandelt, indem er nur die private Nutzung mit der 1 %$-Regelung erfasst. Wenn damit Ihre Fragen vollauf beantwortet worden sind, bitte ich um Ihre abschließende Bewertung, damit meine Beratung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Hallo Herr Prof. Nettelmann,sorry aber jetzt bin ich verwirrt.Sie schreiben für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte sind Entfernungskilometer zu versteuern und in der nächsten Nachricht jedoch, dass mein Arbeitgeber richtig versteuert, wenn er nur die 1% Regelung ansetzt.Um das Thema zu vereinfachen folgende Frage:Muss ich unter Berücksichtigung meiner oben geschilderten aktuellen beruflichen Situation zusätzlich zu den 1% Entfernungskilometer versteuern, Ja oder Nein?Falls ja, welche Strecke gebe ich bei meinem Arbeitgeber als Grundlage für die Versteuerung der Entfernungskilometer an?Bitte verstehen Sie, dass ich einfach nur korrekt handeln will um etwaige Probleme in der Zukunft zu vermeiden. Aus diesem Grund benötige ich eine Aussage, passend zu meiner beruflichen Situation, aus der hervorgeht, ob ich meinem Arbeitgeber informieren muss, dass er Entfernungskilometer für mich zu versteuern hat. Mir geht es nicht darum ob ich Entfernungskilometer absetzen kann, ich muss nur wissen ob die Versteuerung meines Firmenwagen korrekt läuft. Denn ansonsten kommen enorme Kosten durch die zusätzliche Versteuerung von Entfernungskilometern zwischen Wohnung und Arbeit auf mich zu.Vielen Dank für Ihre Unterstützung.Viele Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

entschuldigen Sie bitte! Ich hatte übersehen, dass Ihr Arbeitgeber die Fahrten zum Kunden mit der Pendlerpauschale versteuert! Das ist natürlich - wie ich mitgeteilt - unzutreffend, denn beim Kunden wird eben gerade nicht eine erste Tätigkeitsstätte begründet! Es handelt sich insoweit um Dienstfahrten.

Ihre Verwirrung war also zutreffend. Es kommt mangels 1. Tätigkeitsstätte zu keiner Anwendung der Pendlerpauschale.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Hallo Herr Prof. Nettelmann,Es sind also keine zusätzlichen Entfernungskilometer für Fahrten zwischen meinem Wohnort und dem Kunden zu versteuern da es sich um Dienstfahrten handelt?Viele Grüße

So ist es!

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Vielen Dank für die Hilfe Herr Prof. Nettelmann.Viele Grüße