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alva3172015
alva3172015, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 868
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht sowie Internationales Steuerrecht
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alva3172015 ist jetzt online.

Mein Mann (US-Staatsangehöriger) ist in den USA verstorben

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Mann (US-Staatsangehöriger) ist im Januar 2017 in den USA verstorben

Erst jetzt habe ich beim Finanzamt beantragt, dass bei mir die 2 Jahre Steuererleichterung für 2018 und nachträglich für 2017 berücksichtigt werden. Mein Antrag bezog sich auf Einstufung in St-Klasse 3. Nun erhalte ich vom Finanzamt eine Absage mit der Begründung: Hierzu müssten beide Ehepartner in Deutschland im vollem Umfang steuerpflichtig sein (gewesen sein). Mein verstorbener Mann war Angehöriger der US-Streitkräfte in DE. Ab 2012 pensioniert. Ich war jedoch voll steuerpflichtig in DE und auch immer hier beschäftigt. Im Gegenteil, es entstanden und entstehen mir immer noch höhere Kosten (Auflösung der Haushalte in den USA etc.) sonst anfallen. Nun werde ich also als Deutsche Steuerzahlerin und Bürgerin benachteiligt weil mein Ehemann Ausländer und hier nicht voll steuerpflichtig war? Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann? Kunde: ******

Sehr geehrte Fragestellerin,

haben Sie denn mit Ihrem Mann in 2017 noch zusammengelebt bis zu seinem Tod und wurde hat er eine Steuererklärung abgegeben (in den USA bei der IRS oder in Deutschland)?

Mit besten Grüßen

Kanzlei für internationales Steuerrecht Hermes

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Nein, wir haben uns zur Probe vorerst (und bis zur Beendigung meines Arbeitslebens/Rente hier) getrennt und an zwei verschiedenen Wohnsitzen gelebt USA/DE. Wir haben auch bereits vorher schon immer getrennte Steuererklärungen gemacht, weil es sonst immer sehr kompliziert geworden wäre.

Vielen Dank. Ich sehe hier tatsächlich keine Möglichkeit Steuerklasse III für Sie zu beantragen.

Begründung:

Neben Arbeitnehmern mit gemeinsamem Wohnsitz im Inland können auch Arbeitnehmer mit Staatsangehörigkeit der EU-/EWR-Staaten die Steuerklasse III erhalten. Dadurch kann auch bei Arbeitnehmern mit Staatsangehörigkeit dieser Staaten die erweiterte unbeschränkte Steuerpflicht für den Ehe-/Lebenspartner beantragt und daran anknüpfend der Splittingtarif bei der Steuerberechnung berücksichtigt werden, wenn der Ehe-/Lebenspartner in einem der EU-Mitgliedstaaten bzw. in der Schweiz den gemeinsamen Familienwohnsitz hat.

Die Bescheinigung der Steuerklasse III bei EU/EWR-Arbeitnehmern ist im Einzelnen an folgende Voraussetzungen geknüpft:

  1. Der Arbeitnehmer besitzt die Staatsangehörigkeit eines EU- bzw. EWR-Staates.
  2. Der Familienwohnsitz, an dem der Ehe-/Lebenspartner wohnt, befindet sich im EU- bzw. EWR-Ausland oder in der Schweiz. Die Finanzverwaltung folgt der EuGH-Rechtsprechung, durch die das Wohnsitzkriterium des Ehe-/Lebenspartners auf die Schweiz ausgedehnt wird. Anders als beim Arbeitnehmer ist die Staatsangehörigkeit des Ehe-/Lebenspartners ohne Bedeutung; es ist ausschließlich auf den Wohnsitz in dem genannten Gebiet abzustellen.
  3. Die Gesamteinkünfte unterliegen mindestens zu 90 % der deutschen Einkommensteuer. Dasselbe gilt, falls die nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegenden Einkünfte nicht mehr als 18.000 EUR (2017: 17.640 EUR) im Kalenderjahr betragen. Die unterschiedliche Behandlung von Inländern und EU-/EWR-Staatsangehörigen verstößt nicht gegen das Gemeinschaftsrecht, indem das Einkommensteuergesetz bei EU-/EWR-Grenzpendlern die Vorteile der Steuerklasse III von den genannten Einkommensgrenzen abhängig macht.

Ich bitte um Bewertung durch Anklicken der Sterne; gerne stehe ich heute noch für Rückfragen bis 21 Uhr zur Verfügung.

alva3172015 und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.