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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5095
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Hallo, meine angegeben Werbungskosten für ein Studium wurden

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
meine angegeben Werbungskosten für ein Studium wurden abgelehnt mit der Begründung:
Die Aufwendungen für das Studium i.H.v 35.494 wurden lt. Angaben in der Erklärung 2016 in der Zeit v. 01.09.2013-01.09.2016 getragen. Daher ist eine Berücksichtigung der Aufwendungen im Veranlagungszeitraum 2017 nicht möglich.
Ich habe gehört das ich es bis zu 7 Jahre rückwirkend als Werbungskosten absetzen kann.
Wie kann ich dem Finanzamt meinen Einspruch erläutern?
vielen dank
Mit freundlichen Grüßen
Melia

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Die Kosten für ein Erststudium können im Jahr der Zahlung im Rahmen der Steuererklärung für das jeweilige Jahr als Sonderausgaben bis zu einem Höchstbetrag von 6 000 € geltend gemacht werden. Eine steuerliche Auswirkung tritt allerdings nur ein, wenn in dem jeweiligen Jahr Einkünfte (neben dem Studium) erzielt wurden, von denen Lohnsteuer einbezahlten worden ist.

Derartige Steuererklärungen können rückwirkend für sieben Jahre abgegeben werden. Wenn allerdings innerhalb der 7 vorangegangenen Jahre keine Einkünfte erzielt worden sind, für die der Arbeitgeber keine Lohnsteuer einbehalten hat, können sich derartige Studienkosten steuerlich nicht auswirken, so dass sich eine Steuererklärung erübrigt.

Es ist also zutreffend, dass die Kosten für all die Vorjahre nicht im Jahr 2017 abgesetzt werden können. Insofern hätte ein Einspruch keine Erfolgsaussichten.

Wenn ich damit Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um Ihre Bewertung meiner Ausführungen, damit meine Beratung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Hallo,
vielen Dank für die Antwort. Ich habe während dem Studium kein Geld verdient daher kann ich die Kosten doch als Verlustvortrag geltend machen oder?

Sehr geehrter Fragesteller,

da Ihre Studienkosten für ein Erststudium SONDERAUSGABEN sind, kommt eine Verlustvortragsfähigkeit nicht in Betracht, denn Sonderausgaben können nur und ausschließlich im Jahr der Entstehung steuerlich berücksichtigt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Da ich eine Berufsausbildung vor dem Studium bereits absolviert habe handelt es sich hierbei auch nicht um ein Erststudium oder? Diese wären dann Vortragsfähig als Werbungskosten? Sollte ich dann mit dem Finanzamt nur richtig kommunizieren das es sich hierbei NICHT um ein Erststudium handelt?

Sehr geehrter Fragesteller.

wenn ein Zweitstudium vorliegt - dies haben Sie in Ihrer Darstellung nicht angegeben! - handelt es sich um Werbungskosten. In diesem Fall müssen Sie Einspruch einlegen mit der Begründung, dass es sich um ein Zweitstudium handelt. Für die Studienjahre müssen Sie nachträglich Steuererklärungen mit den auf diese Jahre entfallenden Ausgaben beifügen. Im Rahmen des Einspruchs werden dann Feststellungsbescheide für die Studienjahre erteilt, in der die geltend gemachten Studienkosten als Verluste feststgestellt und dann bei der Einkommensteuer 2017 im Rahmen des Einspruchs berückisichtigt.

Für Ihre abschließende Bewertung danke ***** ***** voraus. Erst dadurch kann meine Beratung vergütet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Super! Vielen Dank! Bewertung ist erfolgt.
Viele Grüße