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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5584
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Mein Mann (wir werden zusammenveranlagt) hat dieses Jahr

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Mann (wir werden zusammenveranlagt) hat dieses Jahr keine Einkünfte (außer etwas Kapitalerträge). Im letzten Jahr hat er einen Steuerberater beauftragt mit Blick auf Einkünfte 2014 (Hintergrund: wir waren bis Sommer 2014 im Ausland, mein Mann wurde mit erstmaligem Zuzug nach Deutschland im September 2014 erstmalig steuerpflichtig in D; erst 2016 fiel auf, dass er wohl für 2014 noch eine Steuererklärung abgegeben muss). Voraus ging eine umfangreiche, teure Steuerberatung zur steuerrechtlichen Behandlung seines (ausländischen) Einkommens und seiner Erträge aus einem ausländischen Fonds, in den er (gemeinsam mit seinem Arbeitgeber) zur Alterssicherung eingezahlt hatte.
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Sorry, war noch nicht fertig. Es wurde ein langes Gutachten gefertigt (mit Verweise auf Doppelbesteuerungsabkommen) und in der Steuererklärung wurden umfangreiche Erläuterungen zu den Anlagen N(-AUS) und KAP(-AUS) abgegeben. Nun die Frage: Können wir die Kosten für die Steuerberatung (Rechnung von 2017) nun bei der Steuererklärung für 2017 absetzen und wenn ja wie? Leider ist die Rechnung des Steuerberaters nicht sehr aufgeschlüsselt, betrifft aber wie gesagt Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und Kapitalerträge. Können wir die Gesamtrechnung in der Anlage N meines Mannes ansetzen oder müssen wir auch einen Teil bei KAP angeben? Wenn ja, wie mache ich "Werbungskosten" in der Anlage KAP geltend? Mein Mann ist Ausländer war daher bis zum ersten Zuzug nach Deutschland nicht steuerpflichtig in D. Danke

Sehr geehrte Fragestellerin

Steuerberatungskosten sind nur insoweit abzugsfähig,.als sie mit der Ermittlung der Einkünfte (bei Ihnen aus nichtselbständiger Atbeit) zusammenhänhen.

SoweiT dies aus der Gebührenrechnung nicht.klar und eindeutig hervorgeht¡ muss der Anteil im Wege der Schätzung.ermittelt werden.

üblicherweise wird ein Anteil von 50% als Werbungskosten anerkannt

Für Kapitaleinnamen können keine Werbungskosten geltend gemacht werden

Wenn ich damit Ihre Frage beantwortet habe, bitte ich um Ihre Bewertung, damit meine Beratung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof.Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann,
vielen Dank ***** ***** den Steuerberaterkosten ging es, wie gesagt, nicht nur um Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, sondern auch um die steuerrechtliche Behandlung eines Fonds, in den mein Mann und sein Arbeitgeber als Alterssicherung eingezahlt hatten. Mein Mann wollte sich in Fonds auszahlen lassen und es ging um die Abgrenzung, was diese Auszahlung steuerrechtlich ist: (Eventuell steuerpflichtige) "Versorgungseinkünfte", eine (eventuell steuerpflichtige) "Abfindung" oder einfach "Verkauf von Fondsanteile und anschließender Kapitaltransfer nach Deutschland". Das Gutachten des Steuerberaters kam zu dem Schluss, dass letzteres anzunehmen ist (Finanzamt folgte der Meinung), so dass entsprechend Kapitalerträge zu versteuern waren. M.E. hatten also die gesamten Steuerberaterkosten (auf Stundenbasis Partner/Steuerberater berechnet, da offenbar komplex) mit der Beratung zu Einnahmen bei nichtselbständiger Arbeit und Kapitalerträgen zu tun - und wären damit absetzbar. Unabhängig von der Bewertung der Absetzbarkeit - meine Frage geht eher abstrakt um das "wie", weil die Beratung eben auch (zu einem größeren Teil) die Kapitalerträge betraf: Alles in Anlage N als Werbungskosten "Ermittlung der Einkünfte aus unselbständiger Arbeit und Kapitalerträge 2014" eintragen? Oder sind die Kosten für die Ermittlung der Kapitalerträge "Verluste" im Sinne der Anlage KAP?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie setzen den Teil der Rechnung, der schätzungsweise die Einkünfte aus Kapitalvermögen betrifft, als Werbungskosten in der Anlage N ab. Für Kapitalerträge sind Ausgaben steuerlich nicht abzugsfähig. Sie müssen also den absetzbaren Teil für die Anlage N schätzen. Ich empfehle 70 %, auf der sicheren Seite sind Sie mit 50 %, den üblicherweise das Finanzamt anerkennt.

Einen höheren (Zeit-)Anteil für die Anlage N sollten Sie als Anlage begründen!

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.