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alva3172015
alva3172015, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 865
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht sowie Internationales Steuerrecht
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Ich überschreibe meiner Frau einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich überschreibe meiner Frau im Zuge einer Scheidungsfolgenvereinbarung 2 Immobilien, an denen ich bis zu meinem Ableben das Nießbrauchsrecht behalte.
Ich zahle meiner Frau einen Unterhalt (anteilig) aus den Mieteinnahmen.
Mit meinem Ableben entfällt mein Nießbrauchsrecht.
Resultieren für meine Frau dann mit Entfall des Nießbrauchsrechts daraus irgendwelche steuerlichen Konsequenzen ? (z.B. Erbschaftssteuern)

Sehr geehrter Fragesteller,

der Wegfall des Nießbrauchs kann Schenkungs- bzw. Erbschaftssteuer bei Ihrer Frau auslösen. Maßgeblich ist Ihr Alter zum Zeitpunkt der Schenkung und Einrichtung des Nießbrauchs ab. Der Gesetzestext im Weiteren nennt dabei Korrelation von Alter und Dauer, dass heißt Überlebenszeit des Schenkers bis keine steuerlichen Folgen mehr zu erwarten sind. Kurz gesagt bedeutet dies, dass wenn Sie noch mindestens 10 Jahre leben seit der Schenkung und Einrichtung des Nießbrauchs (über)leben, fällt für den Wegfall des Nießbrauchs bei Ihrer Frau keine gesonderte Steuer an!

Gesetzestext zum Wegfall des Nießbrauchs durch Tod
In § 14 Absatz 2 des Bewertungsgesetzes steht: "Hat eine nach Absatz 1 bewertete Nutzung oder Leistung bei einem Alter

1.

bis zu 30 Jahren nicht mehr als 10 Jahre,

2.

von mehr als 30 Jahren bis zu 50 Jahren nicht mehr als 9 Jahre,

3.

von mehr als 50 Jahren bis zu 60 Jahren nicht mehr als 8 Jahre,

4.

von mehr als 60 Jahren bis zu 65 Jahren nicht mehr als 7 Jahre,

5.

von mehr als 65 Jahren bis zu 70 Jahren nicht mehr als 6 Jahre,

6.

von mehr als 70 Jahren bis zu 75 Jahren nicht mehr als 5 Jahre,

7.

von mehr als 75 Jahren bis zu 80 Jahren nicht mehr als 4 Jahre,

8.

von mehr als 80 Jahren bis zu 85 Jahren nicht mehr als 3 Jahre,

9.

von mehr als 85 Jahren bis zu 90 Jahren nicht mehr als 2 Jahre,

10.

von mehr als 90 Jahren nicht mehr als 1 Jahr

bestanden und beruht der Wegfall auf dem Tod des Berechtigten oder Verpflichteten, so ist die Festsetzung der nicht laufend veranlagten Steuern auf Antrag nach der wirklichen Dauer der Nutzung oder Leistung zu berichtigen. § 5 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend. Ist eine Last weggefallen, so bedarf die Berichtigung keines Antrags.“

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Mit besten Grüßen

Kanzlei für Steuerrecht HERMES

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Kunde: hat geantwortet vor 30 Tagen.
Vielen Dank für Ihre kompetente Antwort ! Dazu habe ich allerdings noch eine Frage :
Da im Rahmen der Scheidungsfolgenvereinbarung meine Frau 2 Immobilien von mir überschrieben bekommt und einen Unterhalt von mir erhält, sie im Gegenzug dafür auf den Versorgungsausgleich und den Zugewinnausgleich verzichtet, ist der Vorgang doch nicht als Schenkung zu betrachten, somit auch keine Schenkungssteuer fällig ?

Vielen Dank für das Telefonat. Schönes Wochenende.