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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5416
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Ich verhandle aktuell einen Entsendungsvertrag

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich verhandle aktuell einen Entsendungsvertrag

der mich für eine Stelle für ca. zwei Jahre in ein EU Land bringen würde (5 Tage die Woche). Gleichzeitig habe ich regelmäßig Termine am Heimstandort in Deutschland (wenige Kilometer von meinem Hauptwohnsitz entfernt). Gehaltszahlungen und administrative Abwicklung erfolgt durch den Konzern in Deutschland am Heimstandort. Das mir bei der Stelle zustehende Dienstfahrzeug kann ich in dem EU Land (Leasingunternehmen, Kennzeichen, etc aus dem betreffenden Land) oder in Deutschland (Leasingunternehmen, Kennzeichen, etc aus Deutschland) bereitstellen lassen. Ich bevorzuge aus verschiednen Gründen die Bereitstellung in Deutschland. Dazu zwei Verständnisfragen und eine Optimierungsfrage Verständnisfrage 1: Welche Rolle spielt der Bereitstellungsort für die Besteuerung? Verständnisfrage 2: Wie würde eine Bereitstellung des Fahrzeugs in Deutschland steuerlich behandelt? Insbesondere die Frage, wie würde der Geldwerte Vorteil versteuert. Und welche Distanz würde veranschlagt: - Distanz Hauptwohnsitz zu Unternehmenssitz in Deutschland (wenige km)? - Distanz Hauptwohnsitz zu Arbeitsort im Ausland (ca. 1.000 km)? - Distanz Wohnsitz im Ausland zu Arbeitsort im Ausland (wenige km)? Optimierungsfrage: Wie kann die steuerliche Behandlung in Deutschland am besten gestaltet werden für minimalen Steueraufwand? Freundliche Grüße ****

Sehr geehrter Fragesteller,

gern nehme ich zu Ihren Fragen im Laufe des morgigen Tages Stellung. Ich bitte, sich bis dahin zu gedulden. Geben Sei mir bitte an, wie Sie Ihren jeweiligen Aufenthalt in Deutschland bei der Familie planen und ob Sie diesen ausschließlich im Zusammenhang mit dienstlichem Aufenthalt planen. Weiterhin: Wie legen Sie die Distanz von Ihrem Einsatzort zu Ihrem Dienstort in Deutschland zurück? Mit Dienstfahrzeug, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Flugverkehr?

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Sehr geehrter Prof. Nettelmann,vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Bzgl. Ihrer Fragen unten meine Antwort:"Wie Sie Ihren jeweiligen Aufenthalt in Deutschland bei der Familie planen":
-> Der Aufenthalt in Deutschland wird meist unabhängig von dienstlichen Veranlassungen geplant.
-> Arbeit unter der Woche in Italien und Rückreise Donnerstags oder Freitags um das Wochenende mit der Ehefrau zu verbringen (per Flugzeug). Ca. einmal pro Monat kommt die Frau zu Besuch nach Italien, anstatt meines Heimflugs."[Aufenthalt ] Ausschließlich im Zusammenhang mit dienstlichem Aufenthalt planen":
-> Rückreise für das Wochenende meist privat veranlasst (Pendler). Pro Monat wird es aber auch 1-2 Flüge Heimflüge geben die dienstlich veranlasst sind (z.B. persönliche Termine in der Konzernzentrale)"Wie legen Sie die Distanz von Ihrem Einsatzort zu Ihrem Dienstort in Deutschland zurück":
--> Der Weg zwischen Einsatzort (Italien) und Dienstort in Deutschland (wie auch zum Hauptwohnsitz in Deutschland) wird per Flugzeug + öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegtIch hoffe ich konnte den Sachverhalt mit meinen Antworten etwas weiter klären.Vielen Dank.Freundliche GrüßeSebastian S.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die ergänzenden Angaben!.Gern nehme ich zu Ihren Fragen im Laufe des morgigen Tages Stellung.

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage nehme ich Rahmen einer Erstberatung auf Grund des Sachverhaltes und der ergänzenden Angaben wie folgt Stellung:

Grundlage für die steuerliche Behandlung ist der Entsendevertrag zwischen Arbeitgeber und ihnen sowie das maßgebende Art. 15 Abs. 1 des Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung zwischen Deutschland und Italien.

Danach unterliegen Ihre Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit der Einkommensteuer in Italien und sind in Deutschland steuerfrei. In Deutschland findet lediglich der sog Progressionsvorbehalt für diese in Italien steuerpflichtige Einkünfte statt, das heißt die Einkünfte werden bei der Ermittlung des Steuersatzes für die im Inland zu versteuernden Einkünfte berücksichtigt (sog. Progressionsvorbehalt gem. § 32 b EStG).

Sie müssen also Ihre Einkünfte in Italien selbst versteuern, weil das Steuerabzugsverfahren dafür nicht Platz greift. Möglicherweise leistet hierzu das Personalbüro Ihres Arbeitgebers Hilfestellung. Demzufolge sind auch sämtliche Ausgaben im Zusammenhang mit der Tätigkeit in Italien bei der dortigen Besteuerung zu berücksichtigen (z.B. Kosten der Heimreise zur Familie, Kosten der Unterkunft im Ausland, soweit nicht vom Arbeitgeber getragen usw.). Oft ist in den Entsendevereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart, dass der Arbeitgeber die steuerlichen Beratungskosten für einen Steuerberater im Ausland übernimmt.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Berechnung der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte aus Italien nach den deutschen Regelungen erfolgt, das heißt, dass Äbzüge (sog.Werbungskosten) vom Bruttolohn - den Einnahmen - nach den hier geltenden Vorschriften (z.B. für doppelte Haushaltsführung usw.) vorgenommen werden.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Frage beantworten konnte. Für Ihre Bewertung wäre ich dankbar, damit meine Beratung mit Ihrem hälftigen Honorareinsatz vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Rückfragen zu meiner Beantwortung? Ansonsten darf ich Sie um Ihre Bewertung bitten, damit meine Beratung mit Ihrem hälftigen Honorareinsatz vergütet werden kann.

Vielen Dank

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann,Nur zum abschließendem Verständnis.
Trotz Entsendungsvertrag, Zahlung meines Gehalts aus einer deutschen Gesellschaft heraus und trotz Fortführung der Zahlungen in die deutschen Sozialkassen durch meinen Arbeitgeber wird die Besteuerung vollständig nach italienischen Steuerrecht abgewickelt. Hintergrund ist , dass mein Aufenthalt im Land > 183 Tage im Jahr andauert.Ich hoffe das habe ich korrekt verstanden.Beste GrüßeSebastian S.

Sehr geehrter Fragessteller,

Sie haben meine Ausführungen richtig verstanden. Nach Art. 15 des Doppelbesteuerungsabkommens steht der Steueranspruch Italien zu. Hier ist ein Abzug durch den deutschen Arbeitgeber nicht möglich, so dass Sie sich in Italien selbst darum bemühen müssen. Hier sollten Sie gegebenenfalls eine Steuerberater vor Ort einschalten.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Danke.Nur noch eine letzte Klärung zu der initialen Frage von oben. Mein Arbeitgeber wird einen Ausgleich stattfinden lassen, so dass ich gleichgestellt werde als würde ich weiterhin in Deutschland versteuert.In diesem Fall, welche Strecke würde berücksichtigt für die hypothetische Versteuerung des Firmenwagens angelehnt an deutschem Steuerrecht.- Distanz Hauptwohnsitz zu Unternehmenssitz in Deutschland (wenige km)?
- Distanz Hauptwohnsitz zu Arbeitsort im Ausland (ca. 1.000 km)?
- Distanz Wohnsitz im Ausland zu Arbeitsort im Ausland (wenige km)?Best GrüßeSebastian S.

Sehr geehrter Fragesteller,

es käme nur die tägliche Strecke zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte in Betracht, die als geldwerter Vorteil zu versteuern wäre. Dieser Betrag wäre andererseits bei Ihnen als Werbungskosten abzugsfähig, so dass per Saldo keine Belastung dafür in Betracht kommt. Im übrigen fehlen für die zusätzlichen Fragen eine Reihe von weiteren Angaben, nämlich de tatsächlichen Flugkosten, da die Entfernung dabei keine steuerliche Bedeutung hat.

Für die Fahrten zwischen Wohnung und Tätigkeitsstätte ist der Bruttolistenneupreis des Firmenwagens von Bedeutung. Außerdem muss die Entfernung zwischen Wohnung (Inland und Ausland) zur jeweiligen Tätigkeitsstätte präzisiert (km, Anzahl der Tage) angegeben werden.

Bitte stellen Sie dazu eine zusätzliche Frage, weil diese Zusatzfragen und die Berechnungen die bisherige Frage nicht umfasst und durch Ihren Honorareinsatz und meinen erforderlichen gesamten Zeitaufwand bei einem 50 %-Anteil des Honorareinsatzes nicht gedeckt sind.

Ich bitte um Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.