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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 952
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe in 2016 meiner

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe in 2016 im Rahmen meiner freiberuflichen Internetmarketing-Tätigkeit im Internet in folgende Geldverdienen-Plattformen eingezahlt und per Saldo Gewinn erwirtschaftet: 1. Werbe-Plattform (Profits25, AdPackPro, GetMyAds, MyAdPack, MoBrabus, BeonPush, PromyCom, Meocom, MerchantShares ...) 2. Wett-Plattformen (Betshare, WeBet4You, DayGameMastery, Tote Mastery ...) 3. AutoTrader-Plattformen (IMFX, AutoBitcoinTrading, AutoMoneyMachine, Freedom-Circle, Evo Binary ...) 4. Recycling-Plattformen (Recyclix) 5. Einkaufs-Plattformen (Mighty Buyer) 6. Geldverdienen mit Raser (Right Rise) Frage: Wie werden die Aufwendungen und die daraus resultierenden Erlöse steuerlich behandelt? Vielen Dank ***** ***** für Ihre Antwort. MfG ******

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich möchte keinen Abonnement-Vertrag abschließen, da ich ein Abo überhaupt nicht nutzen kann.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Bitte teilen Sie mir mit, ob die Beantwortung meiner Fragen auch ohne Abo-Vertrag erfolgen wird.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ergänzung der oben angeführten Plattformen:
7. Plattformen, bei denen nicht USD oder EUR, sondern Bitcoins eingezahlt und auch Bitcoins vergütet wurden (Redex, Bitcoinstep, Fairplay BTC, BTC Flood)Anmerkung zu allen Plattformen:
Alle Plattformen betonten immer, dass die Einzahlungen keine Investitionen im Sinne von Beteiligungen sind, mit denen die Einzahler Unternehmensanteile (im Sinne von Aktien) erwerben.
Auch konnten Einzahler nicht mehr über die eingezahlten Beträge verfügen.
Es wurde lediglich Provisionszahlungen in Aussicht gestellt, sofern das Unternehmen entsprechende Gewinne erwirtschaftet.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wichtige Anmerkung:
Für mich ist besonders wichtig,
a) welche Erlöse unterliegen der Kapitalertragssteuer und
b) welche Erlöse sind Betriebs-Gewinn und werden mit dem persönlichen ESt.-Satz besteuert und
c) welche Einzahlungen sind Betriebsausgaben?.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ergänzung:
8. Provisionen für das Anwerben neuer Mitglieder für die oben angeführten Plattformen > 1.-7.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
Österreich: 0800 802136
Schweiz: 0800 820064
in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte Damen und Herren,leider habe ich immer noch kein Angebot erhalten.
Bitte teilen Sie mir mit,wie es nun weiter geht.MfG
HermannCustomer

Sehr geehrter Kunde,

Sie haben die Einzahlungen auf die Plattformen geleistet, um Gewinne erzielen zu können, die in keinem Zusammenhang mit einer dafür eingeräumten Beteiligung an den Unternehmen standen, welche die Plattformen betreiben. Außerdem haben Sie keinen Anspruch auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals gegen das jeweilige Unternehmen dem Sie ihr Kapital zur Verfügung gestellt haben, sondern auf Gewinnanteile, sofern die Unternehmen Gewinne erwirtschaften.

Weiter haben Sie für die Vermittlung von Neukunden Provisionen von einigen Plattformbetreibern erhalten.

Da Sie diese Geschäfte im Rahmen ihrer freiberuflichen Internetmarketingtätigkeit vorgenommen haben, müssen Sie den Gewinn aus diesen Geschäften mit ihrem persönlichen Steuersatz im Rahmen der Einkommensteuer versteuern. D.h. auch auf die Gewinnanteile die Sie erhalten, wenn die Unternehmen Gewinne erwirtschaftet haben, fällt gemäß § 20 Abs.8 Einkommensteuergesetz keine Kapitalertragsteuer an, da diese Bestimmung vorsieht, dass wenn Kapitalerträge zu den Einkünften aus freiberuflichen oder aus gewerblicher Tätigkeit gehören, diesen zuzurechnen sind.

Bei der Gewinnermittlung stellt die Einzahlung auf die Plattform einen Aufwand oder eine Betriebsausgabe, der an Sie ausgezahlte Gewinn stellt einen Ertrag oder eine Betriebseinnahme dar. Gewinn=Ertrag-Aufwand

Die Provisionszahlungen führen zu Erträgen.

Da Sie keine Kapitalbeteiligung an den Unternehmen durch die Einzahlung in die Plattformen erhalten, handelt es sich bei diesen Erträgen um keine Kapitalerträge, auf die Kapitalertragsteuer anfiele, sondern um Erträge, die im Rahmen ihrer freiberuflichen Internetmarketingtätigkeit bei der Gewinnermittlung für ihre Einkommensteuer berücksichtigt werden müssen.

Sofern ihre Geschäfte mit den Plattformbetreibern nicht im direkten Zusammenhang mit ihrer freiberuflichen Internetmarketingtätigkeit stehen sollten, müssten Sie den Gewinn aus diesen Geschäften als gewerbliche Einkünfte versteuern. Ihre übrige freiberufliche Tätigkeit im Bereich Intermarketing bleibt davon aber unberührt, d.h. der Gewinn, den Sie durch diese Tätigkeit erzielen, wird nicht auch zu gewerblichen Einkünften umqualifiziert infolge der Investitionen in die Plattformen. Allerdings kann auf den gewerblichen Teil ihrer Gewinn unter Umständen auch noch Gewerbesteuer anfallen. Meine Ausführungen zur Besteuerung der Gewinne im Rahmen ihrer freiberuflichen Tätigkeit im Rahmen der Einkommensteuer gelten gesetzt den Fall, dass die Gewinne aus der Investition in die Plattformen bzw. die geleisteten Provisionen als gewerbliche Einkünfte zu betrachten sind, entsprechend.

Ich hoffe meine Antwort hilft Ihnen weiter. Nachfragen können Sie gerne an mich richten, wenn Sie das wünschen.

Zuletzt darf ich Sie höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Sehr geehrter Kunde,

ich muss meine Antwort in Bezug auf einen Absatz, den ich vergessen hatte zu entfernen, verbessern. Bitte entschuldigen Sie. Hier die korrigierte Fassung meiner Antwort:

Sehr geehrter Kunde,

Sie haben die Einzahlungen auf die Plattformen geleistet, um Gewinne erzielen zu können, die in keinem Zusammenhang mit einer dafür eingeräumten Beteiligung an den Unternehmen standen, welche die Plattformen betreiben. Außerdem haben Sie keinen Anspruch auf Rückzahlung des eingesetzten Kapitals gegen das jeweilige Unternehmen dem Sie ihr Kapital zur Verfügung gestellt haben, sondern auf Gewinnanteile, sofern die Unternehmen Gewinne erwirtschaften.

Weiter haben Sie für die Vermittlung von Neukunden Provisionen von einigen Plattformbetreibern erhalten.

Da Sie diese Geschäfte im Rahmen ihrer freiberuflichen Internetmarketingtätigkeit vorgenommen haben, müssen Sie den Gewinn aus diesen Geschäften mit ihrem persönlichen Steuersatz im Rahmen der Einkommensteuer versteuern. D.h. auch auf die Gewinnanteile die Sie erhalten, wenn die Unternehmen Gewinne erwirtschaftet haben, fällt gemäß § 20 Abs.8 Einkommensteuergesetz keine Kapitalertragsteuer an, da diese Bestimmung vorsieht, dass wenn Kapitalerträge zu den Einkünften aus freiberuflichen oder aus gewerblicher Tätigkeit gehören, diesen zuzurechnen sind.

Bei der Gewinnermittlung stellt die Einzahlung auf die Plattform einen Aufwand oder eine Betriebsausgabe, der an Sie ausgezahlte Gewinn stellt einen Ertrag oder eine Betriebseinnahme dar. Gewinn=Ertrag-Aufwand

Die Provisionszahlungen führen zu Erträgen.

Sofern ihre Geschäfte mit den Plattformbetreibern nicht im direkten Zusammenhang mit ihrer freiberuflichen Internetmarketingtätigkeit stehen sollten, müssten Sie den Gewinn aus diesen Geschäften als gewerbliche Einkünfte versteuern. Ihre übrige freiberufliche Tätigkeit im Bereich Intermarketing bleibt davon aber unberührt, d.h. der Gewinn, den Sie durch diese Tätigkeit erzielen, wird nicht auch zu gewerblichen Einkünften umqualifiziert infolge der Investitionen in die Plattformen. Allerdings kann auf den gewerblichen Teil ihrer Gewinn unter Umständen auch noch Gewerbesteuer anfallen. Meine Ausführungen zur Besteuerung der Gewinne im Rahmen ihrer freiberuflichen Tätigkeit im Rahmen der Einkommensteuer gelten gesetzt den Fall, dass die Gewinne aus der Investition in die Plattformen bzw. die geleisteten Provisionen als gewerbliche Einkünfte zu betrachten sind, entsprechend.

Ich hoffe meine Antwort hilft Ihnen weiter. Nachfragen können Sie gerne an mich richten, wenn Sie das wünschen.

Zuletzt darf ich Sie höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Severin,ich bin mit Ihrer steuerlichen Einstufung und Beurteilung meines geschilderten Sachverhaltes sehr zufrieden, denn so sehe ich das auch, nur konnte ich den Sachverhalt rechtlich nicht begründen.Leider ist mein zuständiger Sachbearbeiter beim Finanzamt Regensburg anderer Meinung, indem er
a) meinen Geamtgewinn aus den verschiedenen Einnahmequellen als "Einkünfte aus Kapitalvermögen" einstuft und
b) demzufolge diesen Gesamtgewinn mit Kapitalertragssteuer besteuern will und
c) meine Aufwendungen nicht als Betriebsausgaben anerkennt, die den zu versteuernden Gewinn mindern würden.Deshalb wäre für mich gerade der von Ihnen gelöschte Absatz besonders wichtig.
Bitte teilen Sie mir mit, ob ich Ihre erste Antwort (inkl. dieses gelöschten Absatzes) verwenden darf.Zur Vervollständigung hier die Begründung meine Finanzamt-Sachbearbeiters:
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Schriftliches Zitat
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Aufgrund der momentanen Aktenlage ist der Fall wie folgt zu beurteilen:
Sie haben in sogenannte "High Yield Investment Programme, kurz HYIP" investiert.
Diese Programme sind eindeutig als Schneeballsysteme zu definieren.
Daher folgt, dass es sich hier um sonstige Kapitalforderungen i.S.d. § 20(1) Nr. 7 EStG handelt und nicht um Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Die Gewinnermittlung für 2016 und 2017 sind um die Einnahmen und Ausgaben für die HYIP zu berichtigen.
Die Gewinne 2016 sind als Kapitaleinkünfte zu versteuern.
Die Verluste für 2017 können nach § 20 (6) EStG nicht zurückgetragen werden und werden gesondert als Verlustvortrag für Kapitalerträge festgestellt.
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Zitat-Ende
-----------------------Mit freundlichen Grüßen
HermannCustomer

Sehr geehrter HerrCustomer

Sie können gerne meine Antwort verwenden inklusive des gelöschten Absatzes.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo Herr Severin,vielen Dank für Ihre Verwendungs-Zusage.Zum Abschluß noch eine Frage:
Wie beurteilen Sie die Ablehnungs-Begründung meines Finanzamt-Sachbearbeiters?
Vor allem die angeführten Paragraphen
> sonstige Kapitalforderungen i.S.d. § 20(1) Nr. 7 EStG und
> § 20 (6) EStG .
Ich hoffe, er liegt damit Falsch.Beste Grüße
HermannCustomer

Sehr geehrter Herr Horbak,

Soweit es sich um die Kapitalerträge handelt, liegt er dann nicht falsch, wenn Ihnen der Nachweis nicht gelingen sollte, dass diese im Zusammenhang mit ihrer (wohl) gewerblichen Tätigkeit im Bereich Internetmarketing standen. Denn nur wenn dieser Zusammenhang besteht, werden die Kapitalerträge gemäß § 20 Abs.8 Einkommensteuergesetz den gewerbliche Einkünften zugerechnet und sind wie diese zu versteuern, sodass keine Kapitalertragsteuer auf diese anfällt. Sie sollten, um diesen Nachweis erbringen zu können Kontoauszüge vorlegen aus denen sich ergibt, dass die Beträge, die Sie eingezahlt haben, um einen Anteil am erwirtschafteten Gewinn der Unternehmen erhalten zu können, vom Geschäftskonto für ihre Tätigkeit im Bereich Internetmarketing geflossen sind. Außerdem wäre es gut, wenn Sie den Gewinn aus diesen Geschäften für ihrer Tätigkeit im Bereich Internetmarketing verwendet hätten, z.B. um Kosten dieser Tätigkeit zu decken. Auch hier wäre es gut, wenn Sie dafür entsprechende Belege vorlegen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 952
Erfahrung: Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
K. Severin und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Abend Herr Severin,vielen Dank für Ihre wertvollen und leicht verständlich formulierten Tipps.
Jetzt weiß ich, wie ich die Einstufung es zuständigen Sachbearbeiters des Finanzamtes Regensburg entkräften kann.Anmerkung zum Thema:
Meine Einzahlungen in die diversen Plattformen erfolgten ausschließlich alle von meinem Geschäftskonto.
Vom erwirtschafteten Gewinn habe ich ca. 50% zur Deckung der Kosten meines Internetmarketing-Unternehmens verwendet.Ich werde jetzt meine "positive" Bewertung abgeben.Mit freundlichen Grüßen
HermannCustomer