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alva3172015
alva3172015, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 917
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht sowie Internationales Steuerrecht
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Guten Tag, ich habe in einem Einfamilienhaus meiner Mutter

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe in einem Einfamilienhaus meiner Mutter im Dachgeschoss eine abgeschlossene Wohnung ausgebaut: Firmen bezahlt, Material gekauft, mein Mann und ich haben auch einiges selbst gemacht. Das Herstellungsjahr ist 2017. Meine Mutter ist immernoch Eigentümerin vom Haus und Grundstück, obwohl sie die Dachgeschosswohnung gerne auf mich überschreiben würde. Mein Mann und ich wohnen in dieser Wohnung natürlich mietfrei. Kann ich § 10e Abs. 1 EStG ab 2017 auf mich anwenden? Kann meine Mutter die gleiche Vorschrift auf sich anwenden? Was wird sich ändern, wenn sie in diesem Jahr tatsächlich die Wohnung auf mich überschreibt? Und wie berechne ich die Herstellungskosten korrekt, wenn wir eigene Arbeitszeit und Kraft hineingesteckt haben?
Bitte senden Sie mir vorab einen Kostenvoranschlag für die Beantwortung meiner Fragen. Danke. MfG

Sehr geehrte Fragestellerin,vielen Dank für die Anfrage. Die Fragen sind nicht gerade einfach zu beantworten, so dass ich ein wenig Zeit benötige.

Mit besten Grüßen

Kanzlei für Steuerrecht Hermes

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Guten Tag, wann kann ich ungefähr mit einer Antwort rechnen?

Vielen Dank für Ihre Gelduld.

Wenn der Bauantrag für die eigengenutzte Wohnung nach dem 31. Dezember 1995 gestellt wurde oder das Eigenheim nach diesem Datum erworben wurde, kam nur noch die Förderung nach dem Eigenheimzulagengesetz in Betracht. Die Eigenheimzulage ist aber ab dem 1.1.2006 für Neuanschaffungen abgeschafft worden.Die Vorschriften des § 10e EStG sind letztmalig anzuwenden auf eigengenutzte Wohnungen (Ausbauten, Erweiterungen), bei denen die Herstellung (Fertigstellung) vor dem 1.1.1996 begonnen hat bzw. die Anschaffung auf einem vor dem 1.1.1996 abgeschlossenen obligatorischen Vertrag oder gleichgestellten Rechtsakt beruht. Vgl. § 52 Abs. 19 EStG i. d. F. durch G. v. 25.7.2014. Vgl. zu § 10e EStG auch BMF v. 31.12.1994, IV B3 – S 2225a – 294/94, BStBl I 1994, 887. Die Wohneigentumsförderung nach § 10e EStG ist im Jahr 1996 durch das ab Vz 2006 auslaufende EigZulG abgelöst worden. § 10e EStG hat keine aktuelle Bedeutung mehr, so dass Sie weder 10 e EStG auf Ihren Fall anwenden noch eine Wohnförderung geltend machen können. Dies gilt auch für Ihre Mutter. Es fehlt vorliegend zudem an Ihrem Eigentum an der Dachgeschosswohnung und es ist fraglich, ob Sie eine WEG bilden. Dies bedeutet, dass die Dachgeschosswohnung eigentumsrechtlich getrennt von dem übrigen Einfamilienhaus, es also gesondertes Eigentum an der Dachgeschoss gebildet werden kann. Falls dies nicht der Fall ist, sollte umgehend eine Teilung erklärt werden und Sie ebenfalls umgehend als Eigentümerin der Dachgeschosswohnung eingetragen werden.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Bitte beantworten Sie noch die offen gebliebene Frage: "...Und wie berechne ich die Herstellungskosten korrekt, wenn wir eigene Arbeitszeit und Kraft hineingesteckt haben?" VG

Der Wert der eigenen Arbeitsleistung sowie freiwillige und nicht bezahlte Hilfeleistungen von Verwandten, Bekannten oder Nachbarn zählen nicht zu den Herstellungskosten eines Gebäudes und können steuerlich nicht geltend gemacht werden (BFH-Urteil vom 10.5.1995, IX R 73/91, BStBl. 1995 II S. 713). Etwas anderes gilt nur z.B für die Fahrtkosten. Ihre Fahrtkosten gehören grundsätzlich zu den Herstellungskosten des Gebäudes. Das gilt für Fahrten zur Beschaffung von Baumaterial oder zu Baufachmessen, Fahrten zur Baustelle und Fahrten für Behördengänge, Notarbesuche etc. Ich bitte um Bewertung durch Anklicken der Sterne; ich stehe gerne für Rückfragen heute noch bis 21 Uhr zur Verfügung.

Würden Sie bitte eine Bewertung abgeben, da ansonsten das hinterlegte Honorar für die Beratung nicht an mich weitergeleitet wird. Wie gesagt, gerne stehe ich auch für Rückfragen zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Guten Tag, gerne gebe ich eine Bewertung ab. Wann muss ich sie spätestens abgeben? Darf ich noch eine Frage beantwortet bekommen, die mit dem Thema zu tun hat? In dieser ausgebauten Wohnung würde ich gern ein Zimmer als Gewerbetreibende für Massagen nutzen. Was kann ich steuerlich absetzen und wie bestimme ich den Abschreibungsbetrag?

Oh, dass kann ich nicht sagen. Steuerlich können Sie die Fläche des Raumes ansetzen, welcher für Massagen genutzt wird. Hierbei müssen Sie den Grund und Boden, da dieser nicht abgeschrieben werden kann. Wenn man von einem Wert (Anschaffungskosten/Herstellungskosten) in Höhe von 100.000 € ausgeht, kann man häufig pauschalierend davon ausgehen, dass 20 % (also 20.000 €) nicht abgeschrieben werden, da diese auf den Grund und Boden entfallen. Zudem können Sie alle Kosten für den Raum absetzen, also Strom, Heizung, etc.. Verteilungsmaßstab wird sein: Fläche gesamte Wohnung geteilt durch die Fläche, welche auf den Raum für Massagen entfällt. Wenn Sie zufrieden waren, können Sie auch einen Bonus ausloben. Schöne Woche

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Kann die Abschreibung ab Fertigstellungstag vorgenormen werden? Ich habe bisher leider noch nicht die Zustimmung vom Bauamt für gewerbliche Nutzung des Raumes eingeholt und habe den Raum noch nicht für Massagen verwendet, jedoch arbeite ich dort seit dem Fertigstellungsdatum am Rechner um mich auf Massagen beim Kunden vor Ort vorzubereiten (Schulungen auf youtube) oder die Kunden übers Internet zu akquirieren.

Ja, ab Fertigstellung. Wenn Sie bereits Aktivitäten entwickelt haben, um Kunden zu akquirieren etc., wären dies vorweggenommene Betriebsausgaben. Ich würde nunmehr unverzüglich, soweit noch nicht geschehen, einen Gewerbeschein beantragen bzw. die Tätigkeit gegenüber dem Finanzamt melden.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Oh, da ist ein Missverständnis entstanden. Den Gewerbeschein habe ich und meine gewerbliche Tätigkeit ist dem FA bereits bekannt. Ich bin bisher zu den Kunden nach Hause oder ins Büro gefahren, um sie zu massieren, da ich keine eigenen Räume mir leisten konnte. Jetzt habe ich im Zuge des Dachausbaus auch ein Zimmer in dem ich Kunden behandelt könnte, vorausgesetzt ich beantrage diese gewerbliche Nutzung des neu entstandenen Raumes. Frage nochmal: darf ich steuerlich ab 2017 (Fertigstellung) abschreiben, obwohl ich das neu entstandene Zimmer bis jetzt "nur" für Recherchen/ Kunden suchen übers Internet/ Vorbereitungen auf Masagen durch lernen von Videos auf youtube/ Steuererklärung) genutzt habe und nicht die Kunden hier massiert habe, sondern zu den Kunden gefahren bin? Erst wenn ich die Genehmigung vom Bauamt habe, kann ich die Kunden bei mir behandeln.

Ja. Ob eine Genehmigung vom Bauamt vorliegt, spielt steuerlich keine Rolle.

alva3172015 und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Vielen Dank, ***** ***** sich Zeit für mich genommen haben. Ich werde gleich eine Bewertung abgeben.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Darf ich noch eine Frage zu dem Fall loswerden? Das Finanzamt möchte eine Gesamtkostenaufstellung zuzüglich alle Belege sehen. Wie würdwn Sie eine Gesamtkostenaufstellung gestalten? Ich habe einen dicken Ordner mit Rechnungen für den Ausbau. Das wäre ein grosser Aufwand alles in einer Übersicht darzustellen...

Da werden Sie umhinkommen, alles in einer Übersicht aufzustellen, anderenfalls können Sie auch nicht die Herstellungskosten bestimmen.