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alva3172015
alva3172015, Steuerberater
Kategorie: Steuern
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Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht sowie Internationales Steuerrecht
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Ich lebe seit 2.1.2016 von meiner Ehefrau dauernd getrennt

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich lebe seit 2.1.2016 von meiner Ehefrau dauernd getrennt

Wir bewohnen und nutzen allein beide eine Eigentumswohnung an zwei verschiedenen Orten, die je zur Hälfte im Besitz von mir und meiner Frau sind. Wir möchten jetzt den Miteigentumsanteil von 50 % zum realen Marktwert notariell jeweils auf den anderen Ehepartner übertragen, so daß sich am Ende die jeweilige selbstgenutzte Wohnung der Ehepartner im Alleinbesitz befindet . Die von meiner Frau bewohnte Eigentumswohnung ist über 10 Jahre (Marktwert € 200.000,--) im Besitz während die von mir selbstgenutzte Wohnung 4 Jahre (Marktwert € 520.000,--) im Besitz ist. Gibt es steuerliche Fallstricke, die zu beachten sind. Grunderwerbsteuer ? Ertragssteuern ?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Sind Sie bereits rechtskräftig geschieden von Ihrer Ehefrau bzw. werden Sie noch steuerlich zusammen veranlagt?

Mit besten Grüßen

Kanzlei für Steuerrecht Hermes

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
wir lebend getrennt. Getrennte Veranlagung. Ein Scheidungsantrag einer einvernehmlichen Scheidung ist in Vorbereitung.

Grundstücksübertragungen im Rahmen des Zugewinnausgleichs/Scheidung unterliegen grundsätzlich nicht der Grunderwerbssteuer. § 3 Nr 5 befreit den Erwerb eines Grundstücks durch den früheren Ehegatten des Veräußerers, sofern die Grundstücksübertragung im Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach der Scheidung erfolgt. Der wesentliche Unterschied zu den Befreiungen nach Nr 4 und Nr 6 besteht in der sachlichen Beschränkung auf die Vermögensauseinandersetzung nach der Scheidung. Auch Nr 5 knüpft an den bürgerlich-rechtlichen Begriff des (früheren) Ehegatten an. Der Rahmen der Vermögensauseinandersetzung nach der Ehescheidung bzw nach der Aufhebung der Lebenspartnerschaft ist weit gespannt . Zur Vermögensauseinandersetzung nach der Ehescheidung iSd § 3 Nr 5 gehören insbesondere Regelungen und Vereinbarungen über den Ausgleich des Zugewinns , den Unterhalt und den Versorgungsausgleich. Grundstücksübertragungen, die im Zusammenhang mit diesen Regelungen erfolgen, sind nach § 3 Nr 5 steuerfrei. Indiz für eine begünstigte Vermögensauseinandersetzung ist insbes eine zeitnah zur Scheidung oder im Scheidungsverfahren zwischen den (getrennt lebenden oder geschiedenen) Ehegatten getroffene Auseinandersetzungsvereinbarung, in der Grundstücke übertragen werden.Steuerfrei sind zB Grundstücksübertragungen als Abfindung für Ansprüche auf Zugewinnausgleich, Unterhalt oder Versorgungsausgleich und Grundstückstücksübertragungen zur Teilung gemeinschaftlichen Vermögens.

Ob Ertragssteuern anfallen, hängt davon ab, ob Ihr Anteil an der selbstgenutzten Wohnung im Wert gestiegen ist. Ein Veräußerung liegt durch den Tausch vor. Vielleicht sollte man um etwaige Schekungssteuern und Ertragssteuern einen Ausgleich im Rahmen der Scheidung bzw. Vermöegensauseinandersetzung vornehmen.

Ich bitte um Bewertung durch Anklicken der Sterne; ich stehe gerne bis heute 21 Uhr für Rückfragen zur Verfügung.

alva3172015 und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.