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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5150
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen u. Herren, darf ich Ihnen eine Frage

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen u. Herren,
darf ich Ihnen eine Frage stellen, mit der Bitte um Antwort.
Gründung einer Physiotherapeutischen Praxis mit einer Partnerin in Form einer GbR am 01.06.2014.
2014 stfr. Umsätze gem. § 4 Nr. 14a UStG über 100.000,--
2014 stfr. Umsätze gem. § 4 Nr. 12 UStG 4.000,--
2015 stfr. Umsätze gem. § 4 Nr.: 14a UStG über 100.000,--
2015 str. Umsätze gem. § 4 Nr.: 12 UStG 10.000,--
2016 stfr. Umsätze gem. § 4 Nr.: 14a UStG über 150.000,--
2016 stfr. Umsätze gem. § 4 Nr.: 12 UStG 13.000,--
Erlöse aus verordnungsfähigen Leistungen (Massage) und Kurse ohne Rezept: 30.000,--
2017 stfr. Umsätze gem. § 4 Nr: 14a UStG über 200.000,--
2017 stfr. Umsätze gem. § 4 Nr. 12 UStG 13.000,--
2017 Erlöse aus Massage, Kurse ohne Rezept : 30.000,--
Meine Fragen:
bzgl. § 19 Abs. 1 UStG:
in 2015 nicht mehr als 17.500,-- (keine)
in 2016 nicht mehr als 50.000,-- (30.000,--)
in 2017 30.000,--
Sind für das Jahr 2016 die 30.000,-- der Umsatzsteuer zu unterwerfen, oder nicht, da nicht über 50.000,--?
Wird der übrige nach § 4 Nr. 14a und § 4 Nr. 12 UStG angefallene Umsatz zu den 30.000,-- Euro hinzugerechnet? D.h. werden die Umsätze nach § 4 Nr. 14a u. 4 Nr. 12 UStG infiziert und somit in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen, bzw. zusammenzurechnen so das für 2016 193.000,-- Euro der USt zu unterwerfen sind?
Wie verhält es sich für 2017?
Gibt es Fundstellen o. Urteile oder ergibt sich das aus dem UStG???
Sollten Teile oder alle Umsätze USt-pflichtig sein, wäre sicherlich die Vorsteuer dagegen zu rechnen.
Wie verhält es sich hinsichtlich der Gewerbesteuer?
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie erhalten in Kürze zu Ihrer Frage Nachricht, wenn ich Ihre Angelegenheit geprüft habe.

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage nehme ich Rahmen einer Erstberatung wie folgt Stellung:

Auf Grund Ihrer Angaben ergibt sich aus der gesetzlichen Regelung in § 19 Abs. 1, 3 UStG, dass Sie im Jahre 2017 mit den Umsätzen, die nicht unter die Befreiung gem. $ 4 Nr. 12 bzw. 14 a UStG fallen, der Umsatzsteuer mit dem normalen Steuersatz von 19 %.

Der Gewinn aus der Tätigkeit als Masseur unterliegt der Gewerbesteuer, weil diese Einkünfte nicht zu den freiberuflichen Einkünften gehören. Lehrtätigkeit hingegen ist freiberuflich und unterliegt nicht der Gewerbesteuer, sofern sie sich von der gewerblichen Tätigkeit eindeutig trennen lässt.

Für die Tätigkeit aus Massagen und Kursen ist die Vorsteuer aus den damit zusammenhängenden Ausgaben im Rahmen der Umsatzsteuer abzugsfähig.

Wenn ich damit Ihre Fragen beantwortet habe, bitte ich um Ihre Bewertung, damit meine Bearbeitung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann,
vielen Dank für die Antworten.
D.h. entgegen der Auffassung des zuständigen Finanzamtes ist a) nur der Umsatz (30.000,--) der nicht auf ärztliche Anordnung erzielt wurde der Umsatzsteuer zu unterwerfen. Der Nach § 4 No .14 UStG erzielte Umsatz bleibt umsatzsteuerfrei?
Entgegen der Auffassung des zuständigen Finanzamtes sind diese Umsätze (30.000,--) erst ab dem 2017 der Umsatzsteuer zu unterwerfen. (2016 bleibt als Erstjahr für die Umsatzbesteuerung unberücksichtigt)Freundlichen GrußLothar Piper

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund Ihrer Angaben bin ich davon ausgegangen, dass Sie Ihre unter § 19 UStG fallende Tätigkeit bereits im Jahre 2015 ausgeübt haben. Sollte allerdings erst 2016 das Erstjahr sein, kommt R 19.1.(4) UStAE in Betracht:

" Nimmt der Unternehmer seine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres neu auf, ist in diesen Fällen allein auf den voraussichtlichen Umsatz (vgl. Absatz 3) des laufenden Kalenderjahres abzustellen (vgl. auch BFH-Urteil vom 19.2.1976, V R 23/73, BStBl II S. 400). Entsprechend der Zweckbestimmung des § 19 Abs. 1 UStG ist hierbei die Grenze von 17.500 € und nicht die Grenze von 50.000 € maßgebend. Es kommt somit nur darauf an, ob der Unternehmer nach den Verhältnissen des laufenden Kalenderjahres voraussichtlich die Grenze von 17.500 € nicht überschreitet (BFH-Urteil vom 22.11.1984, V R 170/83, BStBl 1985 II S. 142)."

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
einen Ansatz habe ich noch.....hier geht es ja auch um die Prüfung ob Einkünftr aus Gewerbebetrieb oder nicht. Da der Umsatz der nicht ärztlich verordneten Behandlungen mehr als 3% des Umsatzes nach § 4 Nr. 14 UStG ausmacht; es sich um eine GbR handelt werden m.E. die freiberuflichen Einkünfte im Ertragssteuerrecht gewerblich infiziert. D.h. bei der Umsatzsteuer, das diese mit infiziert wird und da ein Gewerbebetrieb keine steuerfreien Umsätze nach § 4 No. 14 UStG haben kann, werden die Umsätze nach § 4 Nr.14 UStG mit infiziert und sind mit 19% zu versteuern??? Oder gehe ich da in eine vollkommen falsche Richtung?

Sehr geehrter Fragesteller,

die Umsatzsteuerfreiheit nach § 4 Nr. 14 UStG ist von der ertragsteuerliche Behandlung von Einnahmen unabhängig. Diese spielt nur für die Einkommen- und Gewerbesteuer eine Rolle.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Herzlichen Dank!Lothar Piper

Darf ich Sie bitten, noch die Bewertung vorzunehmen, damit meine Beratung vergütet werden kann! (Anklicken von mindestens 3 Sternen!)

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.