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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 990
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

1994 hatte ich ein Bauvorhaben. Hierfür wurde eine Bilanz

Diese Antwort wurde bewertet:

Im Jahre 1994 hatte ich ein Bauvorhaben. Hierfür wurde eine Bilanz erstellt. In dieser Bilanz war eine Gewährleistungsrückstellung. Im Jahre 1999 bin ich zur Einnahmen
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Bitte um Ihre Antwort vielen Dank
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrter Kunde,

ihre Frage ist leider unvollständig. Könnten Sie diese bitte vervollständigen?

Vielen Dank!

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Sehr geehrter Herr Severin,
meine Frage lautet: Wenn eine Tätigkeit nicht mehr ausgeübt wird und die Steuernummer gelöscht werden kann ( gem. Feststellung der Betriebsprüferin ) kann ich dann unterstellen, dass die Betriebsprüferin ebenfalls davon ausgeht, dass ein aus einer 10 Jahre zuvor ersichtlicher Rechtsstreit wegen Gewährleistung beendet sein muss, der durch die betriebliche Tätigkeit verursacht wurde.

Sehr geehrter Kunde,

gerne beantworte ich ihre Frage wie folgt:

Ja, ich denke das können Sie. Denn wenn Sie die Steuernummer nach Ansicht der Betriebsprüferin gelöscht werden kann für die Ausübung der Tätigkeit, in deren Rahmen der Rechtstreit wegen der Gewährleistung entstanden ist, dann müssen Sie diesbezüglich alle angefallen Buchführungspflichten, d.h. gegebenenfalls auch die gewinnerhöhende Auflösung der Rückstellung für diesen Rechtsstreit, aus deren Sicht erfüllt haben. Sonst würde Sie dies von Ihnen vor der Löschung noch fordern.

Ich hoffe dadurch ihre Frage beantwortet zu haben. Nachfragen können Sie gerne an mich richten, wenn Sie das wünschen.

Zuletzt darf ich Sie höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten, damit meine Leistung vergütet wird.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Ich erstelle seit 15 Jahren keine Bilanzen mehr, sondern EÜR. Auch als die damalige Betriebsprüfung stattfand gab es bereits 10 Jahre keine Bilanz mehr. In einer EÜR kann doch keine Rückstellung aufgelöst werden

Sehr geehrter Kunde,

in diesem Fall haben Sie natürlich Recht. Ich ging irrtümlich davon aus, dass Sie ihren Gewinn durch Bilanzierung ausweisen. Wenn sich der Fall so wie Sie ihn ergänzt haben verhält, dann wird die Betriebsprüfer bei Erklärung ihres Einverständnisses in die Löschung ihrer Steuernummer davon ausgehen, dass der vor 10 Jahren erfolgte Rechtsstreit beendet ist und daher keine steuerlichen Folgewirkungen mehr ausgelöst hat.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
In der Schlussbesprechung der o.a. Betriebsprüfung kam die Prüferin ein paar Minuten vor Schluss der Besprechung damit heraus, dass sie im Aktenarchiv die alte und letzte Bilanz mit der Rückstellung gefunden hätte. Die Prüferin wusste aber, dass seit 10 Jahren nur noch EÜR Rechnungen erstellt wurden. Trotzdem sagte sie die Rückstellung müsste wenn ich nicht mehr in Anspruch genommen würde aufgelöst werden.
Das Finanzamt und ich auch ( s. o. ) hatte die nicht erfolgte Auflösung übersehen.
Eine jetzige Auflösung trotz EÜR, ist dies überhaupt möglich?

Sehr geehrter Kunde,

nein, nach 10 Jahren kann Sie keine Änderung der Bilanz mit der Rückstellung fordern. Der Steuerbescheid, in dem der Gewinn unter Berücksichtigung der Rückstellung in der Bilanz ermittelt wurde, ist doch längst bestandskräftig. Eine Änderung dieses Bescheids hätte nur erfolgen können innerhalb der Frist, in der eine Änderung erfolgen darf. Diese beträgt bei Steuerhinterziehung maximal 10 Jahre. Hier aber keine gegeben, sondern Fehler des FA und Ihnen. Dann gilt eine Maximalfrist von 7 Jahren zur Änderung des Einkommensteuerbescheids, in dem der Gewinn aus der Bilanzierung unter Berücksichtigung der Rückstellung aufgegangen ist. Und diese Frist ist abgelaufen. Also teilen Sie ihr oder dem zuständigen FA bitte höflich mit, dass eine Auflösung der Rückstellung wegen Verjährung der Möglichkeit zur Änderung des Einkommensteuerbescheides, der auf Bilanzierung beruhte oder mit beruhte, ausgeschlossen ist.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Sehr geehrter Kunde,

leider gab es zwei Tippfehler, die ich an dieser Stelle korrigieren muss. Deshalb hier meine letzte Antwort in korrigierter Fassung:

nein, nach 10 Jahren kann Sie keine Änderung der Bilanz mit der Rückstellung fordern. Der Steuerbescheid, in dem der Gewinn unter Berücksichtigung der Rückstellung in der Bilanz ermittelt wurde, ist doch längst bestandskräftig. Eine Änderung dieses Bescheids hätte nur erfolgen können innerhalb der Frist, in der eine Änderung erfolgen darf. Diese beträgt bei Steuerhinterziehung maximal 10 Jahre. Hier aber keine gegeben, sondern Fehler des FA und Ihnen. Dann gilt eine Maximalfrist von 7 Jahren zur Änderung des Einkommensteuerbescheids, in dem der Gewinn aus der Bilanzierung unter Berücksichtigung der Rückstellung aufgegangen ist. Und diese Frist ist abgelaufen. Also teilen Sie ihr oder dem zuständigen FA bitte höflich mit, dass eine Auflösung der Rückstellung wegen Verjährung der Möglichkeit zur Änderung des Einkommensteuerbescheides, bei dem die Gewinnermittlung für durch Sie ausgeübte Tätigkeit auf Bilanzierung beruhte oder mit beruhte, ausgeschlossen ist.

Mit freundlichen Grüßen

K. Severin

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Das Finanzamt behauptet dass ich einen konkludenten Antrag auf spätere wenn auch 5 Jahre spätere Auflösung gestellt hätte, indem ich in der EÜR die Auflösung der Rückstellung NICHT aufgeführt habe, soll dies als konkludenter Antrag gewertet werden.
In der Akte des Finanzamtes gibt es über diesen konkludenten Antrag keine Notiz. Um die Auflösung dennoch durchzubekommen argumentiert das Finanzamt jetzt so und zitiert den Kommentar Ludwig Schmidt RZ 666 und RZ 667 , indem gesagt wird, die Auflösung könne auf den Zeitpunkt der tatsächlichen Auswirkung verschoben werden. Gilt dies auch für EÜR oder nur für Bilanzposten. Einen Antrag habe ich nicht gestellt.

Sehr geehrter Kunde,

einen konkludenter Antrag Ihnen unterzuschieben, halte ich für rechtlich nicht haltbar. Dieser muss ausdrücklich erfolgen. Auf die tatsächliche Auswirkung abzustellen würde bedeuten, dass die Festsetzungsverjährung, die ich ausführte, völlig umgangen werden könnte. Das halte ich für nicht möglich, auch wenn auf den Zeitpunkt der tatsächlichen Auswirkung in der Kommentierung abgestellt wird. Sollte daher jetzt noch eine Auflösung der Rückstellung durch das FA erfolgen und gegen Sie ein Einkommensteuerbescheid auf den daraus ermittelten Gewinn gegen Sie erlassen werden, so sollten Sie dagegen jedenfalls Einspruch einlegen innerhalb von vier Wochen nach Zugang des Einkommensteuerbescheids.

K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 990
Erfahrung: Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
K. Severin und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Sehr geehrter Herr Severin,
für Ihre Beratung bedanke ***** ***** sehr!

Sehr geehrter Kunde,

es war mir ein Vergnügen.

Beste Grüße

K. Severin

Rechtsanwalt