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alva3172015
alva3172015, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 865
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht sowie Internationales Steuerrecht
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Hallo, meine Lebensgefährtin und ich möchten ein Grundstück

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
meine Lebensgefährtin und ich möchten ein Grundstück kaufen und anschließend ein Haus mit Einliegerwohnung drauf bauen. Das von mir eingebrachte Eigenkapital beträgt 250.000€. Davon würde ich das Grundstück finanzieren welches 100.000€ kostet. Das Haus kostest 450.000€, würde also 300.000€ Kredit aufnehmen.
Ich möchte aber nun meine Freundin irgendwie am Haus beteiligen wobei so wenig Steuern wie möglich anfallen sollen. Gleichzeitig müsste ich bei Trennung mein Eigenkapital absichern, vielleicht durch einen Partnerschaftsvertrag oder so.
Ich dachte dran meine Freundin zu 20/80 mit ins Grundbuch einzutragen. Bei 20/80 könnte man die Schenkungssteuer ja sparen (20.000€). Aber wenn ich dann das Darlehen für das Haus aufnehmen, dann fällt doch dann nochmal Schenkungssteuer an? Und zwar für den Gesamtwert des Hauses?
Ihr die Einliegerwohnung im Grundbuch zu übertragen wenn das Haus bis steht wär vielleicht auch eine Möglichkeit. Wert der Einliegerwohnung sagen wir mal 150.000€ - 20.000€ Freibetrag, 130.000€ zu 30% zu versteuern, wären 39.000€. Stimmt das so? Eigentlich noch immer recht viel!
Was für andere Möglichkeiten habe ich um Steuern zu sparen? Ich denke da an eine GbR oder Nießbrauch auf die Einliegerwohnung?
Vielen Dank ***** *****
Jürgen

Sehr geehrter Fragesteller,

würde Ihre Freundin denn Eigenkapital mitbringen bzw. sich an der Darlehensrückzahlung beteiligen oder soll Sie unentgeltlich dort wohnen?

Mit besten Grüßen

Kanzleo für Steuerrecht HERMES

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo,meine Freundin würde weder Eigenkapital mitbringen noch würde sie sich an den Darlehensrückzahlungen beteiligen. Nur ein gemeinsames Haushaltskonto ist vorgesehen, wo sie sich dann größtenteils einbringen würde. Sie würde aber unentgeltlich da wohnen, ja.

Danke. Ich würde Ihr 10 % schenken, d.h. das Ihre Freundin zu 10 % Miteigentümerin wird und auch zu 10 % in das Grundbuch eingetragen wird. 20.000 € ist nur der Freibetrag und der wird berechnet vom Gesamtwert des Hauses. Sie können dann bei der Eheschließung oder nach 10 Jahren Ihrer Freundin nochmals einen Anteil schenken bzw. unentgeltlich übertragen. Durch die Darlehensaufnahme wird keine Steuer fällig. Entscheidend ist nur der Eigentumsübergang, was eine etwaige Schenkungssteuer auslöst. Ich würde mich insoweit absichern, dass bei Trennung und Insolvenz/Zwangsvollstreckung das Eigentum in Höhe von 10% wieder an Sie zurückfällt. Ich bitte um Bewertung durch Anklicken der Sterne; gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank. Erlauben Sie mir nur kurz ein paar Nachfragen:Diese 10% würden wir gleich beim Grundstückserwerb eintragen lassen oder später wenn das Haus steht? Und würden diese 10% nicht zu Problemen beim Darlehen für das Haus führen, wenn mir das Grundstück und dann ja auch das Haus nicht zu 100% gehört? Müsste meine Freundin dann nicht das Darlehen mit unterschreiben und somit auch haften?Bei einem späteren Gesamtwert vom Haus von 550.000€ wären die 10% also 55.000€ - 20.000€ Freibetrag gleich 35.000€ die zu versteuern wären mit 30%. Eine letzte Frage noch: wann genau würde diese Schenkungssteuer eigentlich zu zahlen sein? Wie lange braucht das Finanzamt? :)

Ja, die 10 % werden gleich bei dem Grundstückserwerb in das Grundbuch eingetragen. Das später zu errichtende Anwesen ist ja untrennbar mit dem Grundstück verbunden und es gibt keine erneute notarielle Vereinbarung/bzw. Eintragung des Hauses in das Grundbuch! Bei der Darlehensausgabe gibt es keine Probleme. Banken wollen natürlich immer viele Personen, die potentiell haften würden.

Bei dem Grundstückswerb bzw. Abschluss der notariellen Vereinbarung in Form des Kaufvertrages des Grundstücks erhält automatisch das Finanzamt Kenntnis. Allerdings würde die Schenkung des Grundstücks allein noch nicht den Schenkungsfreibetrag überschreiten, so dass wenn überhaupt erst mit Fertigstellung des Anwesens das Finanzamt zur Abgabe einer Schekungssteuererklärung auffordern wird.

alva3172015 und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.