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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
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Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
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Bilanzierung von Lizenzeinnahmen im Musikgeschäft. Als

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Bilanzierung von Lizenzeinnahmen im Musikgeschäft.
Als Musikproduzent habe ich einen Vertrag mit einem Plattenlabel über die Verbreitung der Musik.
Das Plattenlabel erhält z.b. Für das 2. Halbjahr 2016 Lizenzeinnahmen im Juli 2017 i.H.v. 10.000 netto und fordert mich auf, über die Hälfte der Lizenzeinnahmen eine Rechnung zu schreiben, da vertraglich Lizenzteilung vorgesehen ist.
Da ich nun als GmbH organisiert bin und bilanzierungspflichtig bin, frage ich mich, ob ich die zukünftige Einnahme von 5.000 netto bereits in der Bilanz per 31.12.2016 als Forderung bilanzieren muss?
Die Höhe ist bis zum Tag der Abrechnung ungewiss, da erst die offiziellen Verkaufs- oder downloadzahlen später und mit der Abrechnung klar werden. Vertraglich gebe ich nur das Recht ab, meine Musik zu vermarkten. In welcher Form dieses geschieht, kann ich nicht beeinflussen. Deshalb ist oft völlig unklar, ob mit der Musik Geld verdient wurde.
Also, auch wenn ich erst mit veröffentlichung der Zahlen im Juni 2017 über die Lizenzen 2016 abrechnen kann, muss ich diese bereits in 2016 bilanzieren??
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
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Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage nehme ich auf Grund des vorgetragenen Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Es geht um den Zeitpunkt, zu dem eine Forderung aus einer Leistung bilanziell zu erfassen, also zu aktivieren ist.

Drei Stichtage kommen in Betracht:

1. Zeitpunkt der rechtlichen bzw. der wirtschaftlichen Entstehung des Anspruches, also des Zeitpunktes, an dem die Leistungsansprüche entstanden sind

2. Zeitpunkt der Rechnung bzw. Abrechnung über die Ansprüche

3. Zeitpunkt der Fälligkeit der Ansprüche.

In diesem Zusammenhang ist auf die Entscheidung des Bundesfinanzhofes vom 3.8.2005, - I R 94/03 - BStBl 2006 II S. 20 - hinzuweisen:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind u.a. zu aktivieren, wenn die für die Entstehung wesentlichen wirtschaftlichen Ursachen gesetzt worden sind und der Kaufmann mit der künftigen rechtlichen Entstehung des Anspruchs fest rechnen kann.

Diese Voraussetzung ist m.E. für die Lizenzeinnahmen eines Halbjahres am Endes des Zeitraumes erfüllt.

Ohne Bedeutung für die Gewinnrealisierung ist, ob

  • am Bilanzstichtag die Rechnung bereits erteilt worden ist,
  • die geltend gemachten Ansprüche noch abgerechnet werden müssen oder

die Forderung erst nach dem Bilanzstichtag fällig wird.

Damit scheidet also der Zeitpunkt unter 2. bzw. 3 für die Aktivierung aus.

Nach alle dem ist eine Aktivierung zum Bilanzstichtag vorzunehmen. Sollte der Betrag bis zur Bilanzaufstellung noch nicht bekannt sein, muss eine vorsichtige Schätzung erfolgen.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Frage beantwortet habe. Für Ihre Bewertung meiner Beratung wäre ich dankbar, damit meine Leistung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
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Erfahrung: HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
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