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alva3172015
alva3172015, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 867
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht sowie Internationales Steuerrecht
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Bank hat Nutzungsentschädigungsleistung gezahlt

Diese Antwort wurde bewertet:

Bei der Rückabwicklung meines Hausdarlehens hat die Bank eine sogenante Nutzungsentschädigungsleistung gezahlt und gleichzeitig 25% Abgeltungssteuer einbehalten

Sind in diesem Fall wirklich Steuern zu bezahlen, da ich doch nur zu viel gezahlte Zinsen und Rückzahlungen erhalten habe, die aus meinen versteuerten Einkünften bezahlt waren. MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Anfrage. Nach Überprüfung Ihres Anliegens melde ich mich umgehend zurück.

Mit besten Grüßen

Kanzlei für Steuerrecht Hermes

Vielen Dank für Ihre Geduld. Die Entschädigungsleistung ist kein steuerfreier Schadenersatz, sondern tatsächlich als Kapitalertrag zu qualifizieren.

Gem. § 43 Abs. 1 Nr. 7 Buchst. b EStG haben Banken KapESt i. H. v. 25 % zzgl. SolZ und ggf. Kirchensteuer von Kapitalerträgen i.S.v. § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG einzubehalten. Als solche Kapitalerträge gelten u. a. „Erträge aus sonstigen Kapitalforderungen jeder Art, wenn ein Entgelt für die Überlassung des Kapitalvermögens zur Nutzung geleistet worden ist“. Dazu gehören alle Vermögensmehrungen, die bei wirtschaftlicher Betrachtung Entgelt für eine Kapitalnutzung sind. Unerheblich ist es, ob der Überlassung von Kapital ein Darlehensvertrag oder ein anderer Rechtsgrund zugrunde liegt. Auch die vom Schuldner erzwungene Kapitalüberlassung und die Vorenthaltung von Kapital können zu Einnahmen aus Kapitalvermögen führen. Unerheblich ist auch, ob die Auszahlung des Kapitals – hier: die Rückabwicklung Darlehen – selbst steuerpflichtig ist. Denn die fehlende Steuerbarkeit der Hauptleistung erstreckt sich nach der Rechtsprechung des BFH nicht zugleich auf die Zinsen (vgl. z. B. BFH, 13.11.2007 – VIII R 36/05, BStBl. II 2008, 292). Die Bank hat richtig gehandelt, in dem sie Abgeltungssteuer abgeführt hat. Ggfs. können Sie dies im Rahmen der Steuererklärung wieder zurückfordern, wenn Ihr Freibetrag nicht überschritten wird (801 € bzw. 1.602 €).

alva3172015 und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.