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richtig-gegensteuern
richtig-gegensteuern, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 230
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Kurz zu mir: mein Name ist Christian Winkler, ich bin

Diese Antwort wurde bewertet:

Kurz zu mir:
mein Name ist Christian Winkler, ich bin Freiberufler und als technischer Unternehmensberater tätig.
Ich erhalte in der Regel eine monatliche Pauschale von meinen Auftraggebern, meist internationale große Firmen (Überwiegend aus Asien, aber auch aus Deutschland).
Sämtliche Reisekosten werden (ohne Verpflegungspauschale) werden von meinen Auftraggebern vergütet und ich erhalte die Kostenerstattung nach einer Aufstellung zurück.
Nun habe ich bereits seit 2010 meine Einnahmen aus der Pauschale + Reisekostenrückerstattung komplett versteuert.
Natürlich erhöhen die Rückerstattungen meinen Umsatz, demzufolge auch meine Steuerlast.
Aufgrund einer Steuerprüfung (3 Jahre), indem mir das Finanzamt die Rückerstattungen sogar um 20% kürzen möchte, frage ich mich nun jedoch, ob die Rückerstattungen meiner Auftraggeber überhaupt versteuert werden müssen, da diese ja lediglich als reine Durchlaufposten zu sehen sind?

Sehr geehrter Fragesteller,

das ist interessant, die gleiche Fragestellung habe ich gerade mit einem Selbständigen, der ebenfall weltweit unterwegs ist und die Reiskosten ebenfalls in Rechnung stellt. Dort gibt es aber auch verschiedene Varianten, dass z.B. für Reisekosten per diem-Pauschalen abgerechnet werden, jedoch auch Ihren Fall der 1:1-Erstattung der tatsächlichen Kosten.

Grundsätzlich ist nach meiner Meinung Ihre Vorgehensweise völlig richtig. In dem Moment, in dem Sie die Ausgaben tragen, haben Sie Betriebsausgaben (ggf. in Höhe des Nettobetrags, wenn auf dem Reisebeleg deutsche Vorsteuer ausgewiesen ist).

Zeitlich versetzt, wenn Sie die Reisekosten vorlegen und vom Auftraggeber 1:1 erstattet bekommen, haben Sie eine Betriebseinnahme. Diese ist auch leider der USt zu unterwerfen, wenn dies vertraglich so geregelt ist, dass diese mit abgerechnet werden.

Dadurch sind die Reisekosten am Ende immer ein Nullsummenspiel, auch wenn bei der Einnahme-Überschuss-Rechnung ein zeitlicher Versatz auch zwischen 2 Steuerjahren möglich und richtig wäre.

Ich habe mich auch mit der Frage des durchlaufenden Postens beschäftigt, aber dem ist hier nach überwiegender Auffassung nicht so. Dafür müssten Sie im Moment der Inanspruchnahme der Reiseleistung (Hotel o.ä.) dem Leistenden quasi mitteilen bzw. ihm muss klar sein, dass diese Kosten nicht auf Ihre Rechnung, sondern auf Rechnung Ihres Auftraggebers läuft. Das ist natürlich in der Regel nicht der Fall, weil ein Hotel ja nie nach den jeweiligen Auftraggebern fragen würde. Daher liegt ein "durchlaufender Posten" (nicht umgangssprachlich, sondern umsatzsteuerlich und bilanziell) per definitionem nicht vor. Das ist auch m.E. nicht notwendig, weil ja bei der o.g. Vorgehensweise wirtschaftlich keine Belastung bleibt. Ich bin also in einem mit Ihnen vergleichbaren Fall zum Ergebnis gekommen, dass die Versteuerung als Umsatz korrekt ist. Falls Sie auf Ihre Rechnung im konkreten Fall deutsche USt ausweisen müssen, so müssen Sie das auch bezüglich der bezogenen Reiskosten (solche mit dt. Vorsteuer mit dem Nettobetrag, solche mit ausländischer Steuer mit dem Bruttobetrag, sofern man davon ausgeht, dass Sie selbst sich die Mühe sparen, die Vorsteuerbeträge im betreffenden Land wiederzuholen).

Daher würde mich hier interessieren, mit welcher Begründung Ihnen das Finanzamt die Rückerstattungen um 20% kürzen will?

MfG

StB P. Färber

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Herr Färber,
die 20% Kürzung wurde einfach mal pauschal angesetzt udn damitz begründet, ich könne ja die Reisen auch mit privaten verbinden...(China die Chinsische Mauer ansehen...etc.). Scheinbar ist jedoch das Thema mit der Kürzung von 20% erst einmal vom Tisch, und man fokusiert sich jetzt auf mein KFZ, dass ich mit USt. gekauft hatte (keine Erstattung der USt), das Fahrzeug seit 2012 mit 0,30 EUR pro KM abgerechnet wurd (kein Fahrtenbuch), nun möchte das FA das Fahrzeug aufgrund der KM-Leistung und Nutzung über 50% als Betriebsvermögen aufnehmen.Für mich hat das folgende Nachteile:
1) Fahrzeug wird Rückwirkend zum März 2012 (Neukauf) in das Betriebsvermögen aufgenommen
2) Ich soll 1% vom Listenpreis nachversteuern (obwohl ich mit 19% Rabatt gekauft hatte
3) Nach VK meines Fahrzeuges, muss ich einen Verkauf auch wieder versteuern
4) Ich hatte, noch werde keine Auszahlung der bereits gezahlten USt erhaltenIst dies so wirklich rechtens?MfG.
Christian Winkler

Guten Tag,

ah ok, das mit der Kürzug macht dann Sinn. Es werden originär die AUSGABEN um 20% gekürzt, weil (angeblich) privat veranlasst. Das hat dann mit Ihrer Ursprungsfrage nichts zu tun, denn eine Ausgabenkürzung muss ja auch gleichzeitig eine Einnahmenkürzung nach sich ziehen, wenn Sie das Geld vereinnahmt haben (privat veranlasste Einnahme, nicht betrieblich).

Mit der von Ihnen zu Recht aufgeworfenen Frage (Reisekosten = Einnahmen) hat das dann nichts zu tun. Ihr Vorgehen bleibt richtig.

Sie machen da jetzt eine komplett neue Frage auf. So auf den allersten Blick:

Wenn die betriebliche km-Leistung im Verhältnis zur Gesamtleistung über 50% beträgt, so ist das Kfz zwingend als Betriebsvermögen anzusetzen. Da gibt es leider keine Wahl.

Die von Ihnen aufgeführten Konsequenzen sind leider tatsächlich so. Mit Ausnahme von Punkt 4:

Eigentlich müssten Sie in der Lage sein, im Rahmen der BP die Vorsteuer aus dem Kauf des Pkws jetzt noch nachträglich geltend zu machen. Das ist ja die einzig positive Konsequenz daraus, die kann man Ihnen nicht verwehren, wenn die anderen zT. nachteiligen Konsequenzen umgesetzt werden. Seien Sie hier hartnäckig!

Ich würde noch abschließend um eine Bewertung bitten, da ich Ihnen ja jetzt ein bischen mehr als 1 Frage für den Einsatz beantwortet habe.

Viel Glück!

MfG StB P. Färber

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