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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5565
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Sehr geehrter Herr Prof.Nettelmann, ich habe eine Frage zu

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrter Herr Prof.Nettelmann, ich habe eine Frage zu §24 Abs.2 UmwStG. A bringt sein Einzelunternehmen in eine neu gegründete GbR ein. Gesellschafter sind A und B. Der Gesellschaftsvertrag enthält folgende Regelungen zur Gründung: A (Vater) und B (Tochter) schließen sich zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammen. Der Zusammenschluss bezweckt die gemeinsame Fortführung des bisher durch A betriebenen Einzelunternehmens. Die Gesellschaft beginnt am 01.01.2015. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Das Festkapital der Gesellschaft wird bestimmt durch die Schlussbilanz des einzubringenden Einzelunternehmens zum 31.12.2014. Am Festkapital der Gesellschaft sind zunächst beteiligt - A mit 100 %, - B mit 0 %. (1) Zur Belegung seiner vermögensmäßigen Einlage bringt A mit Wirkung zum 01.01.2015 sein unter der Firma …… betriebenes Einzelunternehmen unter Zurückbehaltung des Anlagevermögens und sämtlicher auf der Passivseite der Bilanz zum 31.12.2014 ausgewiesenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten unter Fortführung der steuerlichen Buchwerte gem. §24 Abs.2 Satz 2 UmwStG ein. Das zurückbehaltene Anlagevermögen wird der Gesellschaft unentgeltlich im Sonderbetriebsvermögen I zur Verfügung gestellt. Laufende Kosten für diese Anlagegüter (einschließlich anfallender Instandhaltungen) trägt die GbR. Die genannten Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden ebenfalls im Sonderbetriebsvermögen I des Gesellschafters A geführt. Das Vermögen des Einzelunternehmens wird unter Ausschluss jeder Gewährleistung eingebracht. Sodann tritt A im Wege der vorweggenommenen Erbfolge gem. § 6 Abs. 3 Satz 1 2. Halbsatz i.V.m. § 6 Abs. 3 Satz 2 EStG von seinem Festkapitalkonto 1 % schenkweise an B ab. Aufgrund der Schenkung ergibt sich folgende Beteiligung am Festkapital der Gesellschaft: - A mit 99 %, - B mit 1 %. … Die letzte Steuerbilanz für das Einzelunternehmen des A zum 31.12.2014 ist ausgefertigt und liegt dem Finanzamt vor (übermittelt im August 2015). Die Eröffnungsbilanz (1.1.2015) für die GbR und ebenfalls für das SBV (1.1.2015) des A wurden ebenfalls ausgefertigt. Der Antrag auf Buchwertführung ist am 03.07.2015, gelegentlich der Zusendung der Eröffnungsbilanzen, gestellt worden, er liegt dem Finanzamt vor. Den Eröffnungsbilanzen liegen jeweils die steuerlichen Buchwerte zum 31.12.2014 des Einzelunternehmens des A zugrunde. In 2016 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2015 für die GbR ausgefertigt (Gesamthand und SBV des A). Mit Schreiben vom 30.08.2016 fordert das Finanzamt die GbR auf, die noch fehlende steuerliche Schlussbilanz im Sinne des Umwandlungssteuergesetzes einzureichen. Meine Frage hierzu lautet: Welche steuerliche Schlussbilanz meint das Finanzamt? Aus meiner Sicht kann damit nur die eingereichte Steuerbilanz zum 31.12.2015 der GbR gemeint sein, da steuerlicher Übertragungsstichtag (1.1.2015) und Bilanzstichtag (31.12.) nicht auf denselben Tag fallen – siehe nachfolgend auch LfSt Bayern v. 11.11.2014. Sollte damit die steuerliche Schlussbilanz des Einzelunternehmens des A auf den 31.12.2014 gemeint sein, liegt diese dem Finanzamt doch bereits vor (s. insofern ebenfalls LfSt Bayern v. 11.11.2014 – dort unter „Praxisfälle“). Insofern verstehe ich die Frage des Finanzamts nicht. Herzlichen Dank vorab für Ihre Einschätzung. Mit freundlichen Grüßen, ************

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage! Ich werde im Laufe des Tages die Frage bearbeiten, da ich gegenwärtig in einer Besprechung bin.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

ich gehe davon aus, dass das Finanzamt die Schlussbilanz nach dem Umwandlungssteuergesetz zum 31.12.2015, die zum Ausdruck bringt, dass Sie die Buchwerte fortführen wollen, denn dies ist die erste Bilanz nach der Einbringung am 1.1.2015, in der Sie die Wahl der Fortführung der Buchführung ausüben können. Stellen Sie also einfach in einem Schriftsatz (nochmals) klar, dass Sie die Buchwertfortführung als Wahlmöglichkeit - statt Ansatz des gemeinen Wertes oder eines Zwischenwertes - ausüben wollen. Möglicherweise hat das Finanzamt Ihr Schreiben v. 3.7.2015 übersehen oder nicht entsprechend gewürdigt, weil die maßgebende Bilanz erst zum 31.12.2015 in Betracht kommt.

Ansonsten fragen Sie beim Finanzamt nochmals klarstellend zurück.

Wenn damit Ihre Frage beantwortet ist, darf ich um Ihre Bewertung meiner Antwort bitten, damit meine Leistung vergütet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.