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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5526
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Hallo Prof. Nettelmann. Folgendes Problem habe ich: 1. Ich bin selbständig, freiberu

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Prof. Nettelmann.
Folgendes Problem habe ich:
1. Ich bin selbständig, freiberuflich, beim Finanzamt in Deutschland gemeldet. Ich habe Honorare in Polen erhalten für Urheberrechte für Musikkompositionen (so wie in Deutschland GEMA). Für die Honorare in Polen wurde automatisch die Steuer dafür in Polen abgeführt. Wie soll ich jetzt diese Einnahmen in Deutschland angeben? Die Steuer wurde dafür schon in Polen bezahlt, ich will sie nicht nochmal in Deutschland doppelt zahlen. Ich möchte aber diese Einnahme als Einnahme angeben.
2. Ich habe wegen eines Unfalls, der vor 8 Jahren statt gefunden hat, Verdienstausfall ausgezahlt bekommen. Es ist Verdienstausfall. Muss ich das besteuern? Ich möchte es gerne als Einkommen angeben, aber möchte nicht die Steuer dafür bezahlen, da es sich um Verdienstausfall wegen eines Unfalls handelt. Wie ist es rechtlich?
Vielen Dank, ***** ***** Sie können mir helfen!
Schöne Grüße!
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Frage nehme ich auf Grund des vorgetragenen Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt Stellung.

1. Die Honorare aus Polen unterliegen nach dem Abkommen zwischen Deutschland und Polen gem. Art.11 im Staat der Ansässigkeit, also in Deutschland, der Einkommensteuer. Allerdings wird die in Polen erhobene Einkommensteuer ( im Wege des Steuerabzuges) auf die deutsche Einkommensteuer angerechnet.

Die Honorare sind in der Anlage AUS anzugeben und die Höhe der in Polen erhobenen Steuer nachzuweisen ( durch die Abrechnung aus Polen).

2 Die Entschädigung wegen Verdienstausfall unterliegt gem. § 24 Nr. 1 a EStG der Einkommensteuer, und zwar im Rahmen der Einkunftsart, in der der Verdienstausfall eingetreten ist.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Fragen beantworten konnte. Für eine abschließende Bewertung wäre ich dankbar, damit die von Ihnen ausgelobte Vergütung für mich freigegeben werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Prof. Nettelmann,
Vielen Dank ***** ***** Antworten. Die Frage Nr 1 ist für mich klar, danke dafür.
Ich habe noch Rückfragen bezüglich Nr. 2 der Entschädigung wegen Verdienstausfall.
Mein Anwalt sagte mir, dass ich dafür keine Steuer zahlen muss, meinte er aus Erfahrung. Ich muss mich aber steuerlich vergewissern. Der Verdienstausfall ist geltend gemacht worden als ein Teil einer größeren Klage über Schadensersatz. Vielleicht ist "Schadensersatz" die richtige Formulierung in diesem Fall? Wäre dieser Gesamtbetrag inklusive des Verdienstausfalles dann frei von der Einkommenssteuer?
Ich bin wirklich Laie was Steuer angeht und vielleicht formuliere ich die Dinge zu meinem Nachteil. Die Sachlage ist folgende: es gab einen großen Unfall, daraufhin habe ich folgende Posten angeklagt in einer Klage: Kosten für ärztliche Behandlungen, Schulkosten, Verdienstausfall, Schmerzesgeld. Es war alles eine einzige Klage als genereller Schadensersatz.
Ich möchte nicht jeden Posten einzeln beim Finanzamt aufführen, das ist mir zu viel Arbeit und keiner fordert es ein. Ich dachte , dass ich nur den "Verdienstfall" angeben sollte. Aber da es ALLES unter Schadensersatz läuft, möchte ich nach Möglichkeit keine Einkommenssteuer bezahlen, weder für den "Verdienstausfall" noch für die anderen Posten.
Könnten Sie mir bitte da noch bitte erklären was nun richtig wäre und ob es andere Möglichkeiten oder Kriterien gibt keine Einkommenssteuer zu zahlen , wenn man die Umstände berücksichtigt.?
Muss ich dann den Gesamtbetrag in der Steuererklärung angeben? Gibt es eine spezielle Anlage für Schadensersatz?
Dafür wäre ich sehr dankbar.
Herzlichen Dank und schöne Grüße
Aneta
Sehr geehrter Fragesteller,

ich kann Ihnen natürlich nur sagen, dass Verdienstausfall (Ausfall von Einnahmen) unter das Einkommensteuergesetz fällt, im übrigen Schadensersatz nicht. Mir ist leider nicht möglich, auf Grund Ihrer Angaben den Anteil Verdienstausfall, der sich aus der Klageschrift bzw. dem Urteil ergeben muss, errechnet. Diesbezüglich müssen Sie nochmals mit Ihrem Anwalt Kontakt aufnehmen.

Sie müssen also auch nur den Verdienstausfall in der Steuererklärung deklarieren.

Es tut mir leid, dass ich Ihre Frage konkreter nicht beantworten kann.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.