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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5608
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Hallo zusammen Wir haben im Dezember ein älteres Haus gekauft,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo zusammen
Wir haben im Dezember ein älteres Haus gekauft, welches nun umfassend saniert werden soll. Die Denkmalschutz Behörde hat nun angefragt, ob wir Interesse haben, eine Denkmalschutzeignung zu prüfen. Meine Frage: Laut Paragraph 10 Estg kann man ja m.E. sowohl Erwerb als auch Renovierungskosten steuerlich absetzen. Gilt die Absetzbarkeit des Erwerbs auch dann, wenn das Gebäude beim Erwerb noch nicht Denkmalgeschützt War aber kurz nach dem Kauf diese Eigenschaft erhielt? Wie verhält es sich mit den Renovierungen?
Gilt die Absetzbarkeit generell nur für Denkmäler oder auch für offiziell bestätigte besonders erhaltenswerte Bausubstanz mit ortsbildprägendem Charakter?
Vielen Dank ***** ***** Antwort
Christian Haenel
Sehr geehrter Fragesteller,

die Steuervergünstigung für Baudenkmäler, die zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden, setzt voraus, dass die Landesbehörde für Baudenkmäler dlie Eigenschaft als Baudenkmal anerkennt und bescheinigt. Die Steuervergünstigung kommt nur für den Erhaltungsaufwand in Betracht. Die erworbene Altbausubstanz fällt nicht unter die Vergünstigung und kann auch nicht abgeschrieben werden, da das Baudenkmal eigenen Wohnzwecken dienen muß. Maßgeblich ist der § 10 f EStG.

Die Vergünstigung kommt nur für Baudenkmäler in Betracht, die unter die Voraussetzungen des § 10 f EStG fallen.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre Fragen beantwortet zu haben, und bitte um Ihre Bewertung meiner Ausführungen. Sie können gern Nachfragen stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann

Besten dank für die Rückmeldung Dazu habe ich folgende Fragen:

Das Wohneigentum wird selbstgenutzt; Können die Anschaffungskosten trotzdem nicht abgesetzt werden?

Was sind die Voraussetzungen für § 10f?

Dem Haus wurde bescheinigt, dass es sich um eine ortsbildprägende, erhaltenswerte Bausubstanz handelt. Aus einem referenzfall wissen wir, dass die Eigentümer dort die Kosten absetzen konnten.

Könnten Sie dazu nochmals Stellung beziehen?

Besten Dank!

MfG

Christian Haenel

Sehr geehrter Fragesteller,

Abschreibbar sind nur die Sanierungsaufwendungen, nicht die erworbene Altbausubstanz.
Für die Absetzbarkeit muß eine Bescheinigung der zuständigen Landesbehörde vorliegen, die für die Finanzbehörden bindend ist. Nehmen Sie Rücksprache mit den Behörden, wer bei Ihnen dafür zuständig ist.

Nachstehend den Wortlaut - auszugsweise - von § 10 f EStG:

"Steuerbegünstigung für zu eigenen Wohnzwecken genutzte Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen
(1) 1Der Steuerpflichtige kann Aufwendungen an einem eigenen Gebäude im Kalenderjahr des Abschlusses der Baumaßnahme und in den neun folgenden Kalenderjahren jeweils bis zu 9 Prozent wie Sonderausgaben abziehen, wenn die Voraussetzungen des § 7h oder des § 7i vorliegen. 2Dies gilt nur, soweit er das Gebäude in dem jeweiligen Kalenderjahr zu eigenen Wohnzwecken nutzt und die Aufwendungen nicht in die Bemessungsgrundlage nach § 10e oder dem Eigenheimzulagengesetz einbezogen hat. 3Für Zeiträume, für die der Steuerpflichtige erhöhte Absetzungen von Aufwendungen nach § 7h oder § 7i abgezogen hat, kann er für diese Aufwendungen keine Abzugsbeträge nach Satz 1 in Anspruch nehmen. 4Eine Nutzung zu eigenen Wohnzwec***** *****egt auch vor, wenn Teile einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung unentgeltlich zu Wohnzwecken überlassen werden

........."


Ich hoffe, dass ich damit Ihre Rückfragen beantworten konnte.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Rückfragen zu meinen ergänzenden Ausführungen? Ansonsten bitte ich um eine abschließende Bewertung, damit meine Leistung mit der ausgelobte Vergütung entgolten werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Herr Nettelmann

Bedeutet das, dass das Gebäude nicht zwingend ein Baudenkmal sein muss, sondern es ausreicht, wenn es sich in einem städtebaulichen Entwicklungsgebiet befindet um die Sanierungsmaßnahmen steuerlich geltend zu machen?

Besten Dank für Ihre Rückmeldung!

MfG

Christian Haenel

Sehr geehrter Fragesteller,

entscheidend ist gem § 10 f EStG, dass Sie durch eine Bescheinigung der zuständigen Gemeindebehörde die Voraussetzungen des § 10 f EStG nachweist. Sie müssen sich also zunächst um die Bescheinigung bemühen, die dann auch verbindlich für die Finanzbehörde ist. Ohne diese Bescheinigung werden die Vergünstigung des § 10 f EStG nicht steuerlich nicht berücksichtigt.

Ich hoffe, dass ich damit Ihre ergänzende Frage beantwortet habe.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo Herr Nettelmann

darf ich Ihnen nochmals die Frage stellen, ob es sich bei dem Gebäude um ein Baudenkmal handeln muss oder ob es ausreicht, dass sich das Gebäude in einem Entwicklungsgebiet befindet, um die Steuervorteile der Sanierungsmaßnahmen zu nutzen.

Besten Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

es ist nicht erforderlich, dass es sich um ein Baudenkmal handelt, dass das Gebäude in einem Sanierungsgebiet und städtebaulichen Entwicklungsbereichen liegt.

Mit freundliche Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.