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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5526
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Frage zu Aktien / EInkommenssteuer Guten Tag, folgende

Diese Antwort wurde bewertet:

Frage zu Aktien / EInkommenssteuer
Guten Tag,
folgende Situation:
als Leiternder Angestellter in Beschäftigt bei einer Aktiengesellschaft, halte zudem 2,01 % der Aktien dieser Gesellschaft.
Verheiratet mit gesetzlicher Zugewinnregelung, zwei Kinder /minderjährig.
Bei einem eventuellen Verkauf der Aktien würde der Ertrag als Einkommen aus unternehmerischer Tätigkeit gewertet werden und dementsprechend hoch besteuert, da der Anteil am Unternehmen mehr als 1% beträgt.
Folgende Überlegung: wenn ich nun meiner Frau 0,99 % der Aktien übertrage, jeweils 0,01 % an meine beiden Kinder und selbst 0,99 der Aktien behalten - wird dann beim Verkauf nur eine Versteuerung als Kapiteleinkommen greifen?
Falls ja, wäre das ja attraktiv. Fragt sich allerdings, ist so eine Schenkung möglich, wie muss sie dokumentiert werden. Fällt Schenkungssteuer an? (Dem Grunde nach ja, aber es fragt sich wie die Basis berechnet wird. Die Aktien werden nicht frei gehandelt, so dass es keinen Bewertungsmassstab gibt.)
Frage also: kann mit einer Schenkung wie oben beschrieben die zu erwartende Steuerlast beim Verkauf des Anteils reduziert werden, oder werden die Aktien, die in der Familie gehalten werden dann doch wieder zusammengerechnet und insgesamt als Einkommen aus unternehmerischer Tätigkeit bewertet?
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

bei einem Verkauf ist in Ihrem Fall darauf zu achten, dass die Beteiligung innerhalb der letzten fünf Jahre vor dem Verkauf maßgebend ist. Sie könnten also bei einer ev. Transaktion erst nach Ablauf von 5 Jahren die Regelung gem. § 17 EStG ausschließen.

Die Schenkung muss vollzogen werden, d.h. die Akten müssen auf die Kinder bzw. Ehefrau übertragen werden. Ob Schenkungsteuer anfällt, hängt von der Höhe der Schenkung ab. Freibeträge für die Kinder 400 000 €, Ehefrau 500 000 €. Bei einem Verkauf erfolgt im Hinblick auf § 17 EStG keine Zusammenrechnung der Anteile innerhalb der Familie.

Die Bewertung der Anteile erfolgt bei nicht börsennotierten Anteilen nach dem gemeinen Wert gem.§ 11 Absa. 12 BewG mit dem gemeinen Wert.

Bei Schenkung an minderjährige Kinder ist in bestimmten Fällen das Vormundschaftsgericht einzuschalten. Ich bitte, diesbezüglich anwaltliche Beratung einzuholen.

Ich hoffen, dass ich damit Ihre Frage beantwortet habe. Für eine abschließende Bewertung wäre ich dankbar, damit die ausgelobte Vergütung für mich freigegeben werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Vielen Dank!

Könnten sie die "bestimmten Fälle" in denen das Vormundschaftsgericht einzuschalten ist bitte ein wenig näher spezifierieren?

Und wenn es um die Einhaltung der 5 Jahre geht - wie soll / muss die Schenkung dokumentiert werden, damit zu gegebener Zeit nachgewiesen wird dass die 5 Jahre eingehalten wurden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie müssen den Übertragungsvorgang der Aktien auf die Frau und die Kinder dokumentieren und eine Schenkungsvertrag abschließen.

Das Vormundschaftsgericht muss eingeschaltet werden, wenn es die Interessen der minderjährigen Kinder betrifft (Ergänzungspfleger)

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.