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richtig-gegensteuern
richtig-gegensteuern, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 230
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richtig-gegensteuern ist jetzt online.

Hallo,ich habe folgende Fragen bezüglich Versteuerung von

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich habe folgende Fragen bezüglich Versteuerung von Gewinnen durch ein Gewerbe geführt nach Kleinunternehmerregelung:
Vorneweg zur Erklärung:
Ich bin "hauptberuflich" Vollzeit-Student möchte "nebenberuflich" einen Onlineshop betreiben, in dem ich Produkte von Amazon bewerbe, indem ich diese verlinke und bei Verkauf über Amazon eine Provision vom Konzern bekomme. Dieses Modell nennt sich Affiliate-Marketing.
Ich erwarte im ersten Jahr dieses Geschäftsmodells geringe Einnahmen bei einem Aufwand unter 20h/Woche -> "nebenberuflich". Es besteht jedoch eine klare Gewinnerzielungsabsicht und ich habe kaum Ausgaben. Der Verdacht auf "Liebhaberei" dürfte eigentlich nicht aufkommen. Letzteres nur am Rande.
Ich habe in Erfahrung gebracht, dass ich für den "Waren- und Dienstleistungsverkehr" innerhalb der EU (Amazon sitzt in Luxemburg) neben meiner Steuer-Identifikationsnummer auch eine Umsatzidentifikationsnummer benötige. Die Steuerschuldnerschaft geht allerdings durch das Reverse-Charge-Verfahren auf Amazon über.
Amazon zahlt die Werbekostenerstattung als Nettobetrag aus und verschickt eine E-Mail die eine "Abrechnung" enthält. Diese ist allerdings so schlicht gehalten, dass diese nicht im Sinne des Finanzamts als formale Gutschrift anerkannt wird. Von daher ist es erforderlich, eine entsprechende Proforma-Rechnung an Amazon zu adressieren, die jedoch keine Umsatzsteuer enthält (und auch nicht wirklich abgeschickt werden muss).
Der Werbekostenerstattung-Nettobetrag von Amazon muss entsprechend verbucht werden. Dabei fällt der komplette Betrag unter "Erlöse aus im anderen EG-Land steuerpflichtigen sonstigen Leistungen, für die der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet".
-Sehe ich dass richtig, dass ich als nebenberuflich Gewerbetreibender mit Kleinunternehmerregelung jährlich eine Einkommenssteuererklärung, eine Umsatzsteuererklärung (auch ohne Umsatzsteuervoranmeldungen abgegeben zu haben) beim Finanzamt einreichen muss, jedoch als Einzelunternehmer keine Gewerbesteuererklärung?
-Wie sieht es in der Sache "Zusammenfassende Meldung" für mich aus? Bin ich mit einem Gewerbe nach Kleinunternehmerregelung pauschal davon befreit?
-Genügt es als Kleinunternehmer eine formlose Einnahmenüberschussrechnung zu erstellen und einmal jährlich einzureichen?
-Sind in meinem Fall als "hauptberuflicher" Student und "nebenberuflicher" Gewerbetreibender mit Kleinunternehmerregelung Einkommenssteuererklärung und Umsatzsteuererklärung autarke Erklärungen oder ist die Umsatzsteuererklärung eine Anlage (Formular) meiner Einkommenssteuererklärung?
-Gehe ich richtig in der Annahme, dass unabhängig von der allgemeinen Abgabepflicht der verschiedenen Erklärungen, Einkommenssteuer in meinem Fall erst ab 8004€ Gewinn und Umsatzsteuer ab 17500€ Umsatz im ersten Geschäftsjahr anfallen würde?
-Kann ich zusätzlich zu hauptberuflichem Studium und nebenberuflichem Gewerbe nach Kleinunternehmerregelung weiterhin einen Minijob auf 450€-Basis haben, ohne dass dieser in irgendeiner Hinsicht meine Einkommenssteuererklärung beeinflusst?
Ich freue mich auf Ihre Antwort. Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Joseph Gawlick

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

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Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrter Fragesteller,

auf Basis Ihrer Angaben nehme ich zu Ihren Fragen wie folgt Stellung:

Nur vorab eine kleine Präzisierung der Begriffe:
- "Kleinunternehmer" ist ein rein umsatzsteuerlicher Begriff
- "Gewerbetreibender" sind Sie einkommensteuerlich immer, die Begriffe "haupt- und nebenberuflich" spielen steuerlich da keine Rolle, sondern ist (zusammen mit der 20-Stunden-Grenze) eine Frage der Sozialversicherungspflicht.
- Beide Begriffe und Steuerarten sind nach eigenen Regeln zu beurteilen.

Frage 1:

Richtig, Sie erzielen Einkünfte aus Gewerbebetrieb (Einkommensteuer) und sind Unternehmer, hier in der Form des Kleinunternehmers (Umsatzsteuer).

Ihren Gewinn aus Gewerbebetrieb geben Sie in der Einkommensteuererklärung an.

Auch Kleinunternehmer müssen jährlich eine Umsatzsteuererklärung abgeben (zur "Überwachung", ob die Grenzen noch eingehalten sind).

Grundsätzlich müssen Sie eine Gewerbesteuererklärung abgeben, aber nur, wenn der Gewerbeertrag über EUR 24.500,- liegt. Darunter sind Sie davon befreit.

Frage 2:
Die Pflicht zur Abgabe der ZM ist für Kleinunternehmer ausgeschlossen.

Frage 3:

- Als Gewerbetreibender mit geringen Umsätzen ist eine "formlose" EÜR in der Praxis ausreichend, allerdings verlangen die Finanzämter, die Zahlen in das amtliche EÜR-Formular auszufüllen, was bei Ihnen ja kein grosser Aufwand darstellt. Diese geben Sie zusammen mit der Einkommensteuererklärung ab, einmal im Jahr.

Frage 4:

Wie oben beschrieben sind es zwei getrennte Erklärungen und Formulare und resultieren aus dem EStG und UStG.

Frage 5:

Richtig, Einkommensteuer ensteht erst ab dem Grundfreibetrag von rd. EUR 8.300,- und die USt, wenn Sie die Kleinunternehmer-Grenze überschreiten.

Frage 6:
Ein Minijob mit Pauschalversteuerung der Lohnsteuer durch den AG (2%) berührt das Ganze nicht.

Tipp: Wenn es sich bei Ihrem Studium um ein Erststudium handelt, dann nutzen Sie doch zumindest die EUR 6.000,00 Sonderausgaben pro Jahr, um ein zu versteuerndes Einkommen über dem Grundfreibetrag wieder unter die Grenze zu drücken. Diese Regelung (=Sonderausgabenabzug) geht normalerweise ins Leere, wenn keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte vorliegen.

So, ich hoffe, Ihnen alles dargelegt zu haben und bitte ansonsten um eine abschließende Bewertung, da ohne eine solche die geleistete Anzahlung an mich nicht weitergeleitet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
StB Patrick Färber
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richtig-gegensteuern, Steuerberater
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