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Montagnard123
Montagnard123, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 15
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Steuerrecht
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Montagnard123 ist jetzt online.

Negative Einkünfte aus Selbständiger Tätigkeit oder negative

Diese Antwort wurde bewertet:

Negative Einkünfte aus Selbständiger Tätigkeit oder negative Einkünfte aus Nicht-selbständiger Tätigkeit?
Sehr geehrte Damen und Herren!
Durch die ernste Krankheit von 3 Familienmitgliedern bin ich gezwungen meine Tätigkeit von bisher : über 30 Jahre als Angestellter, bzw. dann
ltd . Angestellter, staatl. gepr. Betriebswirt u. Kaufmann, wechselnde Einsatzorte,...- in eine Berufstätigkeit vor Ort zu verändern.
Ich bin nicht mehr ganz jung und möchte gleichzeitig zunächst auch wegen meiner Berufserfahrung als Unternehmensberater und als zweites Standbein -als Berufsbetreuer tätig werden. ( was auch meiner kfm. Vorbildung entspricht)
Für die Tätigkeit als Unternehmensberater ist ein ergänzendes Hochschulstudium =selbst bezahlt = Werbungskosten notwendig - läuft noch z.ZT
Für die Tätigkeit als Berufsbetreuer waren ebenfalls Lehrgänge = Werbungskosten notwendig.
Für die Tätigkeit als Berufsbetreuer besteht zwischenzeitlich eine Zulassung bei der Betreuungsbehörde und ich habe zunächst vorsichtshalber auch ordnungsgemäß erst mal ein Gewerbe angemeldet ( was ggf. noch nicht nicht notwendig gewesen wäre)
Wegen des Studiums kann ich aber auch noch nicht nachhaltig in dem Bereich gegen Geld arbeiten.
Es bestehen bei mir in keiner Einkunftsart Einkünfte! -
weder durch mein Studium noch durch eine Tätigkeit als Berufsbetreuer werden Einnahmen erzieht, sondern es entstehen allein erhebliche Studien und Ausbildungskosten.
Die Familie wird z. Zt allein vom Gehalt meiner Frau unterhalten!
Bisher war ich in meinem gesamten Berufsleben als Kfm. Angestellter tätig.
Ob ich nach meinem Studium , dann als A n g e s t e l l t e r , Unternehmensberater bzw als Angestellter Berufsbetreuer in einem Betreuungsverein .... oder die Tätigkeit S e l b -
s t ä n d i g ausübe ,ist zum augenblicklichen Zeitpunkt noch nicht klar!?
Im Steuerbescheid setzt das Finanzamt meine Werbungskosten, weil keine eigenen Einkünfte, deshalb in einem Verlustausgleich an
a l l e r d i n g s als " negative Einkünfte aus SELBSTÄNDIGER Tätigkeit an"???
Ich weiß aber noch gar nicht ob die zukünftigen Tätigkeiten nicht doch alle wie bisher aus "nichtselbständiger Arbeit" erfolgen???
Dies hat jetzt erst einmal die seltsame Konsequenz, dass bei der Bafögberechnung meiner studierenden Tochter , diese negativen Kosten ( weil selbständige Tätigkeit???)zum Einkommen meiner Frau hinzugerechnet! werden ( dadurch höhere Einkünfte obwohl es doch Kosten sind), damit aber die Bafögzahlungen halbiert werden, und wir damit nun noch einen höhere Belastung haben!!
Müssen also meine Studienkosten , als "Einkünfte aus Selbständiger Tätigkeit" im Verlustausgleich ausgewiesen werden?
Kann das geändert werden?
Mit bestem Dank für Ihre Mühe
T. Knirsch
Montagnard123 :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Fragestellung,

Montagnard123 :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Fragestellung, darf ich zunächst fragen, ob Sie mit Ihrer Frau zusammen zur Steuer veranlagt werden?

Montagnard123 :

Sehr geehrter Fragesteller, aufgrund Ihrer Angaben vermute ich, dass das Finanzamt Ihre Werbungskosten Ihrer Tätigkeit als Berufsbetreuer zugeschlagen hat. Diese negativen Einkünfte müssten, falls Sie mit Ihrer Frau gemeninsam steuerlich veranlagt werden, Ihr steuerliches Gesamtergebnis mindern. Sollten Sie getrennt veranlagt werden, sollten Sie, sofern nicht im Steuerbescheid bereits erfolgt, ihre negativen Einkünfte als Verlustvortrag feststellen lassen. Sie könnten diesen Verlust dann in Zukunft mit positiven Einkünften verrechnen lassen. Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben. Sollten Sie noch Nachfragen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung ("Antworten Sie dem Experten"). Andernfalls bitte ich Sie, meine Antwort positiv zu bewerten und das ausgelobte Honorar freizugeben. Mit freundlichen Grüßen

Customer:

-wir werden zusammen veranlagt.

Customer:

-wir werden zusammen veranlagt.-

Customer:

Bitte lesen Sie noch einmal meine Fragestellung.

Customer:

Ich selbst habe im Veranlagungszeitraum,keinerlei eigene Einkünfte.

Customer:

und war bisher in meinem gesamten Berufsleben als ltd. Angestellter tätig.( Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit).- Auch als Berufsbetreuer habe ich meine Ausbildung und Zulassung (=Werbungskosten) aber ebenfalls noch keine Einnahmen. Die auszuführen wrd ebenfalls zeitlich erst nach meinem Studium möglich.

Customer:

Das Finanzamt hat richtig die Kosten bei mir ermittelt und sie im Steuerbescheid als Verlustausgleich berücksichtigt,und die Summe der Einkünfte um den Verlustausgleich zum Gesamtbetrag der Einkünfte saldiert.

Customer:

Meine Frage besteht deshalb zunächst darin,ob meine Ausbildungskosten = Werbungskosten überhaupt als Kosten aus "selbständiger Arbeit" erfasst werden müssen, oder ob der Verlustvortrag ebenso auch für " nichtselbständige Arbeit gebildet werden kann.

Customer:

Im Augenblick ist es für mich noch nicht klar, ob ich nach meinem Studium, meine berufliche Tätigkeit als Unternehmensberater und als Berufsbetreuer , als Angestellter oder Selbständig ausführen werde.

Customer:

Der Ausweis macht aber offensichtlich bei der Berechnung des Bafögsatzes meiner Tochter (Studentin 3 Sem) einen Unterschied. - Einkünfte aus Selbständiger Tätigkeit werden bei der Bafögberechnung ,auch als negative Einkünfte dem Gesamtbetrag der Einkünfte wieder hinzugerechnet!. -dadurch entsteht ein höherer Gesamtbetrag und der Bafögsatz meiner Tochter

Customer:

ist erheblich von 597,-/mtl auf 220,- mtl gekürzt worden.

Customer:

Ich bitte um Ihre Rückantwort.

Montagnard123 :

Sehr geehrter Fragesteller, wenn das Finanzamt die Verluste bereits in ihrer Veranlagung saldiert berücksichtigt hat, ist es zunächst unerheblich, ob diese Verluste bei Ihnen aus selbstständiger oder nichtselbstständiger Tätigkeit deklariert werden. Durch die Saldierung mit den Einkünften Ihrer Frau ist ein gesonderter Verlustvortrag nicht mehr möglich. Die Berücksichtigung Ihrer negativen EInkünfte bei der Berechnung des BaFöG-Satzes Ihrer Tochtrer erscheint mir fehlerhaft. Negative Einkünfte sind Verlust und können nicht das Gesamteinkommen der Eltern erhöhen. Sie sollten gegen den Bescheid, sofern noch innerhalb der Widerspruchsfrist möglich, Widerspruch einlegen.

Customer:

Mit freundlichen Grüßen

Customer:

Wäre deshalb deselbe Verlustvortrag auch unter den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit

Customer:

möglich? -Nach Auskunft des Bafögamtes sind Einkünfte aus Selbstandiger Arbeit eben der Richtlinie so zu bearbeiten

Customer:

MFG

Customer:

T.Knirsch

Montagnard123 :

Sehr geehrter Fragesteller, aufgrund des geschilderten Sachverhaltes wäre der Verlust, gleich ob aus selbstständiger oder nichtselbständiger Tätigkeit, bei Ihreren ehelichen Gesamteinkünften gleich zu werten. Die Aussage der BaFög-Stelle kann ich schwer nachvollziehen, denn nach § 21 Abs. 1 BAFöG können zwar Ihre Verluste das zu berücksichtigende Einkommen Ihrer Ehefrau nicht mindern; der Verlust kann aber auch nicht das Einkommen erhöhen, denn Ihr Verlust ist kein positives Einkommen im Sinne des § 2 Abs. 1 EStG, auf den § 21 Abs. 1 BAFöG diesbez. verweist.

Montagnard123 :

Sehr geehrter Fragesteller, sie haben angegen, noch Rückfragen zu haben?

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Montagnard123 und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Vielen Dank ***** ***** für die guten Antworrten.

Frage:

Bisher hatte ich ausschließlich Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit.

Da die Werbungskosten allein aus meinem bisherigen Beruf ,aus Studiengebühren und Lehrgangsgebühren entstehen,- warum werden sie dann im Verlustvortrag zu den "Einkünften aus Selbständiger Tätigkeit im Steuerbescheid gerechnet",- wie wohl doch im Augenblick noch nicht ersichtlich ist ob nach meinem Studium die Tätigkeit ( Betriebswirt und Berufsbetzreuer) selbständig oder eher als Angestellter/nichtselbständige Tätigkeit ist??.

Mit bestem Dank

Sehr geehrter Fragesteller, wenn Sie im vergangenen Veranlagungszeitraum kein Anstellungsverhältnis hatten, konnte das Finanzamt Ihre Aufwendungen auch keinem solchen nichtselbstständigen Arbeitsverhältnis zuordnen - deshalb mutmasslich die Einordnung aus selbstständiger Tätigkeit.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Fragen geklärt.-

Vielen Dank für Ihre guten Antworten.Smile

Mit freundlichen Grüßen