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StB Lipp
StB Lipp, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 95
Erfahrung:  Dipl. Betriebsw. (FH), CIA
76102559
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Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin als Freiberufler

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin als Freiberufler tätig (Katalogberuf, humanmedizinischer Heilberuf) und daher von der Gewerbe- und Umsatzsteuer befreit.
Nun möchte ich zusätzliche Leistungen anbieten, die nicht der Heilkunde dienen, gewerblich sind und daher prinzipiell nicht umsatzsteuerberfreit sind. Allerdings würde ich diese zusätzlichen, nicht-medizinischen gewerblichen Leistungen nur in einem geringen Umfang von unter 17.500 Euro p.a. erbringen, sodass im Grunde genommen für diesen zusätzlichen Bereich die Kleinunternehmerregelung von mir in Anspruch genommen werden könnte und daher also --nach meinem Verständnis-- auch keine Umsatzsteuer berechnet werden müsste, wenn ich dafür eine getrennte EÜR erstellen würde.

Nun aber meine Frage:
Darf ich diese zusätzlichen, nicht-medizinischen Leistungen in meinen medizinischen Praxisräumen (nur bis 17.000 Euro und mit Erstellung einer separaten EÜR) anbieten oder "infizieren" diese gewerblichen Zusatzleistungen stuerrechtlich meinen gesamten Umsatz, weil sie nicht zeitlich und räumlich von den medizinischen Leistungen getrennt erbracht würden, sodass ich am Ende auch auf die medizinischen Leistungen Umsatzsteuer bezahlen müßte?
Wie auch immer Ihre Antwort dazu ausfällt: Bitte nennen Sie mir die genaue dazu gehörige Rechtsquelle.

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
M. Cramer

StB Lipp :

Sehr geehrter Ratsuchender,

StB Lipp :

eine umsatzsteuerliche Infizierung gibt es nicht. Ihre Umsätze als Heilberufler sind umsatzsteuerbefreit, vgl. § 4 Nr. 14 UStG.

StB Lipp :

Diese Befreiung gilt immer für diese Umsätze unabhängig von weiteren ausgeführten Tätigkeiten.

StB Lipp :

Vergleichen Sie dazu auch § 19 Absatz 3 Satz 1 Nr. 1 UStG, dieser nimmt die steuerfreien Umsätze aus der Kleinunternehmerregelung heraus.

Customer:

Sehr geehrter Herr Lipp,

Customer:

vielen Dank für Ihre Antwort. Das klingt alles sehr einleuchtend und eindeutig. Ich frage mich, auf welcher Grundlage mir ein Steuerberater mal gesagt hat, dass diese nicht-ärztlichen Tätigkeiten "räumlich und zeitlich" getrennt verrichtet werden müssten, da sonst USt für die medizinischen Leistungen anfallen könnten. Seltsam.

Customer:

Habe die Textstellen nachgeschlagen. Vielen Dank. Die Frage ist für mich damit beantwortet.

Customer:

Freundliche Grüße

Customer:

M. Cramer

StB Lipp und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.