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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5929
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich muß gerade meine Unterlagen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich muß gerade meine Unterlagen für die Schenkungssteuer erstellen. Da es u. A. mehrere gemeinsame Konten und auch Einzelkonten sowohl von mir als auch von meinem verstorbenen Mann gab, ist das ziemlich schwierig. Was mir nicht klar ist, z. B. wenn mein Mann einen Kontoübertrag von seinem Konto auf ein gemeinsames Konto vorgenommen hat, gehört mir dann die Hälfte des Betrages automatisch und muß ich dann diese Hälfte als Schenkung betrachten bzw. gilt dies auch dann, wenn mein Mann Zahlungen vom gemeinsamen Konto auf sein eigenes Konto vorgenommen hat?
Wir hatten keinen Güterstand vereinbart.
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrte Ratsuchende,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes mit:

Da Sie in Ihren Angaben von dem verstorbenen Ehemann sprechen, gehe ich davon aus, dass Sie die Erbschaftsteuererklärung meinen.

Für Gemeinschaftskonten gilt die gesetzliche Vermutung, dass das Guthaben des Gemeinschaftskontos automatisch dem anderen Partner zur Hälfte zusteht (§§ 430, 742 BGB).

Demzufolge fällt die Hälfte des Guthabens auf den Gemeinschaftskonten in den Nachlass, der der Erbschaftsteuer unterliegt.

Allerdings kommt bei Einzahlungen von einem Ehegatten auf das Gemeinschaftskonto unter Umständen Schenkungsteuer in Betracht, insbesondere wenn es sich um Einzahlungen höherer Vermögenteile eines Ehegatten auf das Gemeinschaftskonto handelt. Um diese Vermutung einer freigebigen Zuwendung des einen an den anderen Ehegatten zu widerlegen, müssen bei Einzahlungen auf das Gemeinschaftskonto durch eine Ehegatten klare Vereinbarungen getroffen werden, um eine eventuelle Schenkungsteuer zu vermeiden.

Ich hoffe, dass Ihnen die Hinweise weiterhelfen. Für eine abschließende Bewertung wäre ich dankbar, damit die ausgelobte Vergütung freigegeben wird.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann



Sehr geehrte Fragestellerin,

haben Sie noch Fragen zu meinen Ausführungen? Ansonsten wäre ich für eine abschließende Bewertung dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann,


 


Ihre Antwort ist für mich nur zum Teil zufriedenstellend.


Sie haben mir einen Teil meiner Frage noch nicht beantwortet. Was ist mit dem Teil der Entnahmen vom gemeinsamen Konto, den mein Mann auf sein eigenes Konto übertragen hat. Ist dieser Teil für mich bei der Schenkungssteuer als neutral anzusehen oder muß ich mir dafür auch die Hälfte anrechnen lassen?


 


Mit freundlichen Grüßen


Herta Bubeck


 

Sehr geehrte Fragestellerin,

es ist aus Ihrer Frage nicht deutlich herausgekommen, ob es sich bei Ihrem Anliegen um die Erbschaftsteuererklärung nach dem Tode Ihres Mannes geht oder um ein Schenkungsteuererklärung im Anschluss an die Erbschaftsteuererklärung wegen des Gemeinschaftskontos/der Gemeinschaftskonten.

Stellen Sie dies bitte klar.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann,


 


es handelt sich um die Schenkungssteuererklärung in Anschluß an die Erbschaftsteuererklärung.


 


Mit freundlichen Grüßen


 


Herta Bubeck

Sehr geehrte Ratsuchende,

entschuldigen Sie, dass ich nach den erbetenen Zusatzangabe mich erst so spät melde. Ich war leider heute bislang terminlich verhindert. Ihre zusätzlichen Angaben bringen mir Klarheit in der Angelegenheit.

Es geht in der Tat darum festzustellen, inwieweit der Ihnen durch die Erbschaft der Gemeinschaftskunden erbschaftsteuerfrei erlangte Anteil von 50 % aus Ihrem Vermögen stammt. Gemeinschaftskonten haben im Todesfall diese sehr unangenehme Konsequenz darzulegen, dass der erbschaftsteuerfreie Teil aus Ihrem Vermögen stammt. Dies ist dann allerdings sehr leicht, wenn der überlebende Partner keine eigenen Erwerbeinkünfte und kein eigenes Vermögen hatte, denn dann stammt alles aus dem Erwerbseinkünfte/Vermögen des verstorbenen Partners

Hatten beide Ehegatten hingegen Erwerbseinkünfte bzw. eigenes Vermögen, muss nachgewiesen werden, in welcher Höhe der erbschaftsteuerfrei gebliebene Teil aus den Gemeinschaftskonten aus eigenem Vermögen bzw. eigenen Erwerbseinkünften stammt. Umgekehrt muß dargetan werden, inwieweit Einkünfte bzw. Vermögen des Erben in dem Nachlass bezüglich der Einzelkonten bzw. dem Gemeinschaftskonten enthalten sind.

Ich empfehle, fachliche Begleitung in der Angelegenheit durch eine Steuerberater in Anspruch zu nehmen, wenn auf Grund der konkreten Situation und der Auflagen zur Schenkungsteuererklärung Sie selbst die Angelegenheit nicht lösen können.

Gemeinschaftskonten bilden im Todesfall ein echtes Problem, wenn über die einzelnen Transaktionen keine genauen Aufzeichnungen erfolgt sind.

Ich hoffe, dass ich mit diesen Ausführungen Ihnen hilfreich sein konnte.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.