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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5605
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Hallo, ich bin als Künstler freiberuflich (als Kleinunternehmer

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich bin als Künstler freiberuflich (als Kleinunternehmer § 19 UStG) tätig. Demzufolge brauche ich nur eine Einnahmen-Überschussrechnung beim Steuerberater anfertigen zu lassen.
1. Frage: Muss ich meine Belege zusätzlich in einer Finanzbuchhaltung für das Finanzamt erfassen oder beinhaltet die Erstellung der EÜR im Steuerbüro automatisch eine FIBU (zusätzliche Kosten...)?
Ich suche einen Online-Steuerberater und weiß nicht, ob ich die FIBU zusätzlich zur EÜR verpflichtend als Modul auswählen muss.

2. Da meine Einnahmen nicht so hoch sind, um davon leben zu können, habe ich vor kurzem nebenbei eine selbständige Nebentätigkeit als "Lebensberater" (Beratung per Telefon) aufgenommen. Ein Gewerbe habe ich nicht angemeldet - da die Beratertätigkeit nur zur Überrückung und nur in geringem Umfang vorübergehend ausgeübt werden soll.

Muss ich trotzdem eine Gewerbesteuererklärung abgeben?

Was muss ich beachten, wenn evtl. die Einnahmen der Berater-Tätigkeit höher sind als die aus der freiberuflichen Tätigkeit als Künstler?
Welche Auswirkungen hat die Nebentätigkeit auf meine Buchhaltungspflichten und Steuern?
Sehr geehrter Rastsuchender,

zu Ihren Fragen teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

1. Sie müssen Ihre Tätigkeit als Künstler in einer Finanzbuchführung (Aufzeichnung der einzelnen Einnahmen und der einzelnen Ausgaben) erfassen.

2. Getrennt davon müssen Sie eine Finanzbuchführung für die Tätigkeit als Lebensberater erstellen, weil diese Tätigkeit eine gewerbliche Tätigkeit ist, sofern Sie nicht eine entsprechende Ausbildung (Hochschulabschluss usw.) dafür vorweisen können. Sie müssen die Tätigkeit beim Gewerbeamt und beim Finanzamt anmelden.

3. Wenn dies ein Steuerberater erledigt, ist das ein besonderer Gebührentatbestand neben der Erstellung der Anlage EÜR im Rahmen der Erstellung der Einkommensteuererklärung.

4.Die Buchführung ist Grundlage für die EÜR.

5. Für die Tätigkeit als Lebensberater sind Sie gewerbesteuerpflichtig, allerdings beginnt die Gewerbesteuer erst bei einem Gewerbeertrag (Gewinn) über 24 500 € im Jahr.

6. Achten Sie darauf, dass - wenn Sie in einem Jahr für beide Tätigkeit zusammen - mehr als 17 500 € an Einnahmen (für beide Tätigkeiten zusammen!) erzielen, die Kleinunternehmerregelung des § 19 UStG im Folgejahr entfällt und Sie umsatz-steuerpflichtig werden.

Ich hoffe, damit Ihre Frage beantwortet zu haben. Bestätigen Sie mir dies durch eine positive Bewertung, damit das ausgelobte Honorar freigegeben wird.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann,


 


vielen Dank für Ihre schnelle und hilfreiche Antwort.


Ich habe noch eine Nachfrage zu 5.:


Weshalb muss ich für die Beratertätigkeit ein Gewerbe anmelden, wenn ich doch freiberuflich tätig bin?


 


... und zu 6.: Gefährde ich meinen Freiberufler-Status, wenn mein Einkommen aus der Berater-Tätigkeit mein Einkommen aus der künstlerischen Tätigkeit übersteigt?


 


Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

aus den von Ihnen angeführten Bedenken habe ich dringend empfohlen, beide Bereiche - auch buchführungsmäßig und bezüglich der Überschussrechnungen - unbedingt getrennt zu behandeln (sieh Nr, 2 meiner Ausführungen).

Umsatzsteuerlich aber müssen Sie Ihre gesamte Tätigkeit als Einheit behandeln.

Ich hoffe,dass ich Ihnen damit Ihre Sorge nehmen konnte.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.