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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5521
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Sachverhalt Im Herbst 2009 wurde die Fa. XYZ UG gegründet:

Diese Antwort wurde bewertet:

Sachverhalt
Im Herbst 2009 wurde die Fa. XYZ UG gegründet: Gesellschafter sind:

Person A, (Besitzer zweier Häuser, deren Heizungsanlage veraltet und ausgetauscht werden musste) Person B, (Schwiegersohn von Person A und Bauherr eines Wohnhauses mit drei Ferienwohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft der Gebäude von Person A)
Da eine Heizung auf Basis regenerativer Energien (Hackschnitzel + termischer Solaranlage) umso wirtschaftlicher ist, je größer der Wärmbedarf ist, wurde entschieden, die Gesellschaft XYZ UG zu gründen. Zweck der Gesellschaft: Bau und Betrieb von Anlagen, die Energie auf regenerativer Basis erzeugt und den Abnehmern zur Verfügung stellt.
Für den Start konnte die Gesellschaft darauf bauen, dass die bestehenden Häuser von Perosn A und seinem Schwiegersohn Person B sofort angeschlossen und ihren Energiebedarf decken konnten. Die Anlage wurde auf einen Wärmebedarf ausgelegt, der es ermöglicht, noch weitere 2-3 Häuser über ein Nahwärmenetz anzuschließen, um dann auch nachhaltige Gewinne zu erwirtschaften.
Der derzeitige Betriebsumfang ist noch nicht in der Gewinnzone, weil ja potentielle Anschlüsse noch nicht verwirklicht wurden und keiner der in Frage kommenden Hauseigentümer gezwungen werden kann, jetzt anzuschließen, und nicht erst, wenn die Heizungsanlage dieser Häuser ersetzt werden muss.
Da beim Bau der Anlage die Vorsteuer geltend gemacht wurde, macht das Finanzamt geltend, dass ein Gewinn oder zumindest eine schwarze Null erwirtschaftet werden muss. Diese Forderung sei umso drängender, weil die Nutznießer der Anlage auch noch durch ihre familiäre Beziehung die einzigen Nutznießer der Anlage sind. Eine schwarze Null würde aber bedeuten, dass die derzeit von der XYZ UG vereinnahmten Entgelte immens steigen müssten. Die Kalkulation der Anlage baut aber darauf auf, dass erst mit dem Anschluss weiterer Teilnehmer eine schwarze Null oder Gewinne erwirtschaftet werden. Ein Teilnehmer wäre wirtschaftlich auch nicht in der Lage, ein deutlich höheres Entgelt zu bezahlen.
Die Fragen, die sich aus dem oben dargestellten Sachverhält ergeben, lauten:
Kann das Finanzamt die Gesellschafter zu Entgelten zwingen, die eine schwarze null sichern? Wie soll/muss gegenüber dem Finanzamt argumentiert werden?
Sehr geehrte Ratsuchende,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Sie sollten dem Finanzamt den mir geschilderten Sachverhalt mitteilen, ich befürchte aber, dass das Finanzamt auf Grund der Darlegungen derzeit eine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr verneint und damit die Voraussetzungen für eine gewerbliche Tätigkeit und Unternehmereigenschaft im umsatzsteuerlichen Sinne (derzeitige Einnahmenerzielungsabsicht), was zur Rückforderung der Vorsteuer führen würde.

Natürlich kann das Finanzamt Sie nicht zwingen, eine "schwarze Null" zu erwirtschaften. Wie sollte dies auch "funktionieren?"

Also schildern Sie dem Finanzamt die Situation und warten die Reaktion seitens des Finanzamtes ab.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Hinweise hilfreich sind. Bestätigen Sie mir mit einer positiven Bewertung, dass ich damit Ihre Frage zu beantworten und Ihnen einen Weg, wie Sie derzeit tätig werden könnten, aufgezeigt habe.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Prof.Nettelmann und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.