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Prof.Nettelmann
Prof.Nettelmann, Steuerberater
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 5526
Erfahrung:  HochschullehrerSteuerberaterDipl.-Kfm.
59063549
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Prof.Nettelmann ist jetzt online.

Ist es möglich in 2011 im Privatvermögen erworbene Unternehmensanleihen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ist es möglich in 2011 im Privatvermögen erworbene Unternehmensanleihen in 2012 dem Betriebsvermögen zuzuordnen um darauf eine Teilwertabschreibung vornehmen zu können ?
Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer Frage teile ich im Rahmen einer Erstberatung mit:

Die Zuordnung zum Betriebsvermögen ist zulässig, wenn die Anleihe mittelbar dem Betrieb dient (sog. gewillkürtes Betriebsvermögen). Sie ist mit dem Teilwert (=Wiederbeschaffungswert) im Zeitpunkt der Zuführung zu bewerten (§ 6 Abs. 1 Nr. 5 Einkommensteuergesetz), so dass erst Werbverluste nach Zuführung durch ev. Abschreibungen in Betracht kommen.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Hinweise hilfreich sind. Bestsätigen Sie mir dies durch positive Bewertung, um das ausgelobte Honorar freizugeben. Gegebenenfalls stehe ich für eine Nachfrage zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Nettelmann
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Prof. Nettelmann,


 


Mit welcher Begründung könnte eine Anleihe mittelbar dem Betrieb dienen ?


 


Was ist an Dokumentation für das Finanzamt erforderlich um eine Zuordnung zum Betriebsvermögen bereits Anfang 2012 zu ermöglichen ?


 


Vielen Dank

Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihren beiden Nachfragen gebe ich Ihnen die amtlichen Verwaltungshinweise der Einkommensteuerrichtlinien, die für die Finanzbehörden verbindliches Recht sind, wider. Sie sehen daraus, dass es wohl schwierig ist, vor dem Hintergrund Ihrer Absicht die Zuordnung zum Betriebsvermögen vorzunehmen:

"Gewillkürtes Betriebsvermögen
  • Die Stpfl. haben kein (freies) Wahlrecht, gewillkürtes Betriebsvermögen oder Privatvermögen zu bilden. Vielmehr muss für die Bildung gewillkürten Betriebsvermögens eine betriebliche Veranlassung gegeben sein. Die Wirtschaftsgüter müssen objektiv "betriebsdienlich" sein. Die Willkürung muss ihr auslösendes Moment im Betrieb haben. Deshalb muss der Stpfl. darlegen, welche Beziehung das Wirtschaftsgut zum Betrieb hat und welche vernünftigen wirtschaftlichen Überlegungen ihn veranlasst haben, das Wirtschaftsgut als Betriebsvermögen zu behandeln (>BFH vom 24.2.2000 - BStBl II S. 297)
  • Die Zuordnung eines Wirtschaftsguts zum gewillkürten Betriebsvermögen bei Einlage muss unmissverständlich in einer Weise kundgemacht werden, dass ein sachverständiger Dritter ohne weitere Erklärung des Stpfl. die Zugehörigkeit zum Betriebsvermögen erkennen kann (>BFH vom 22.9.1993 - BStBl 1994 II S. 172).
  • Die Zuordnung zum gewillkürten Betriebsvermögen erfordert, dass der notwendige Widmungsakt zeitnah in den Büchern oder in Aufzeichnungen dokumentiert wird (>BFH vom 27.6.2006 - BStBl II S. 874).
  • Die Einlage von Wirtschaftsgütern als gewillkürtes Betriebsvermögen ist nicht zulässig, wenn erkennbar ist, dass die betreffenden Wirtschaftsgüter dem Betrieb keinen Nutzen, sondern nur Verluste bringen werden (>BFH vom 19.2.1997 - BStBl II S. 399)."

Ich hoffe, dass ich damit Ihre ergänzenden Frage beantwortet habe.

 

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Nettelmann

 


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