So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an rebuero24.
rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Steuern
Zufriedene Kunden: 3263
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt im Bereich Steuerrecht
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Steuern hier ein
rebuero24 ist jetzt online.

Es handelt sich um folgende Frage Mein Mann war von 2003

Diese Antwort wurde bewertet:

Es handelt sich um folgende Frage:

Mein Mann war von 2003 bis 2008 selbstständig tätig mit einem Hausmeisterservice.
Seit Aug. 2008 ist er wieder angestellt und wir betreiben nur noch mit 2 Obj. den Hausmeisterservice als Kleingewerbe weiter.
Nun es so dass es zu anfangs hiess, dass der Winterdienst aus der Pauschale herausgenommen wird, was ca. einen Umsatz 15.000,-- € jährl. gewesen wäre. Nun war es jedoch so, dass niemand gefunden wurde und wir den Winterdienst mit übernehmen mussten, was aber zur Folge hat, dass wir die Umsatzgrenze für KLeingewerbe von 17.500,--€ überschritten haben, es sind nun ca. 20.000,-- € jährl.
Wie verhält es sich nun mit der Umsatzsteuer, bislang haben wir noch nichts bezahlt.
Wird diese nun nachgefordert kpl.? und was ist für das Jahr 2010 hier ist der Umsatz ähnlich.
Wir stellen keine Rechnungen, wir erhalten jeweils die Pauschale, haben aber auch jemand auf Mini-Job Basis.

mfg.
Margot Philippin
Sehr geehrte Frau Philippin,

sofern der Umsatz tatsächlich den Betrag in Höhe von 17.500,00 Euro übersteigt, ist grds. eine Regelung über die Kleinunternehmereigenschaft nicht mehr möglich. Daher sollten Sie zuerst genau prüfen, ob die Grenze tatsächlich überschritten worden ist. Zum Umsatz gehören hier nur die Nettoumsätze.

Wenn im Gewerbe auch der Winterdienst übernommen worden ist und in Rechnung gestellt wurde, zählen grds. auch dies Umsätze hinzu.

Sollte eine Überschreitung tatsächlich vorliegen, empfehle ich hier mit dem FA Kontakt aufzunehmen und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Manche FA stellen erst ab dem jeweiligen betroffenen Geschäftsjahr die Umsatzbesteuerung auf. Allerdings spricht der Bundesfinanzhof in einer Entscheidung aus dem Jahr 2006 davon, dass sofort eine entsprechende Besteuerung einsetzt. DIe Handlungsweisen sind jedoch von FA zu FA unterschiedlich.

Im Fall der BEsteuerung werden die Umsätz nachgefordert, Sie müssen dann eine entsprechende Umsatzsteuererklärung machen.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung und hoffe, Ihnen zunächst hilfreich geantwortet zu haben und freue mich über Ihre Akzeptierung.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

Was genau versteht man unter Nettoumsätze ?

Kann ich hier die mir entstandenen Kosten z.B. Aushilfe, Spritkosten, Versicherungen Kosten für ein Fahrzeug und ähnliches vom Bruttoumsatz abziehen ?

Desweiteren würde ich gerne wissen, wenn ich nun für 2009 eine Úmsatzsteuererklärung abgebe und eine Nachzahlung kommt, muss ich dann für 2010 auch gleich nachzahlen oder kann ich dies wenn ich für 2010 EK Steuer mache, die Umsatzsteuererklärung machen.

Die Nettoumsätze sind die Beträge, die Sie den Kunden in Rechnung gestellt haben. Dabei können die von Ihnen dargestellten Ausgaben bei der Beurteilung nach § 19 UStG nicht berücksichtigt werden. Folgende Umsätze sind hier relevant:

(1) Der Umsatzsteuer unterliegen die folgenden Umsätze:

1. die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt. Die Steuerbarkeit entfällt nicht, wenn der Umsatz auf Grund gesetzlicher oder behördlicher Anordnung ausgeführt wird oder nach gesetzlicher Vorschrift als ausgeführt gilt;
2. (weggefallen)
3. (weggefallen)
4. die Einfuhr von Gegenständen im Inland oder in den österreichischen Gebieten Jungholz und Mittelberg (Einfuhrumsatzsteuer);
5. der innergemeinschaftliche Erwerb im Inland gegen Entgelt.

Grds. wird das FA hier abwarten, dass Sie auch eine Erklärung für 2010 abgeben und sodann ggf. hier nachversteuern. Sie können bei der Erklärung dann auch Vorsteuern gegenrechnen, die Sie aus anderen Rechnungen gezahlt haben.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 7 Jahren.

eine kurze Frage hätte ich noch es ist so, dass wir keine Rechnungen stellen, sondern wir bekommen jeden Monat unsere Pauschale. Die Umsatzsteuer wird nicht separat ausgewiesen. Müsste ich jetzt quasi von den 2 Pauschalen die wir erhalten, die Umsatzsteuer rausrechnen meine Rechnungen gegenrechnen und den Rest als Umsatzsteuer angeben, bzw. abführen.

Ist es dann nicht so, dass ich Umsatzsteuervoranmeldungen machen muss?

Vierteljährlich od. monatlich ?

Richtig, Sie müssten hier aus den Einnahmen die Umsatzsteuer heruasrechnen und angeben. Wenn Sie auf Rechnungen Umsatzstuer bezahlt haben, die für das Gewerbe gewesen sind, so können Sie diese als Vorsteuer geltend machen und gegenrechnen.

Die Voranmeldungen sollten Sie sodann mit dem FA abstimmen. Wenn vierteljährlich keine höhere USt als 7.500 Euro bezahlt wird, ist der Voranmeldezeitraum grds. vierteljährlich.

Gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung. Denken Sie bitte auch an die Akzeptierung.

Viele Grüße
rebuero24 und weitere Experten für Steuern sind bereit, Ihnen zu helfen.