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RABergmann, Sonstiges
Kategorie: Sozialrecht
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Hallo, ich wollte bei mir wegen rezidivierenden Depressionen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,ich wollte bei mir wegen rezidivierenden Depressionen und ADHS eine Behinderung feststellen lassen. Mir wurde lediglich ein Grad der Behinderung (GdB) von 30 zuerkannt, für mich überraschend eher wegen körperlicher Probleme, als wegen der psychischen. Auch mein Widerspruch konnte dem nicht abhelfen. Die Klagefrist ist Mitte Juli abgelaufen. Ich bin aktuell seit einem knappen Jahr krankgeschrieben.Begründung:
"Die Auswertung der ärztlichen Unterlagen hat ergeben, dass die bei Ihnen vorliegenden Funktionsbeeinträchtigungen mit der angefochtenen Entscheidung in vollem Umfang erfasst und unter Berücksichtigung der Versorgungsmedizinischen Grundsätze mit einem GdB von 30 angemessen bewertet sind. Eine anhaltende schwere psychische Krankheit, welche einen höheren GdB rechtfertigen könnte, ist nicht dokumentiert. Die Auswirkungen der Funktionsbeeinträchtigungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Beziehungen können keinen höheren GdB begründen."Zwei Fragen habe ich an Sie:Unter welchen Voraussetzungen kann nach Ablauf der Klagefrist die Entscheidung angefochten, verändert werden? Nur bei einer Verschlimmerung?Wie sieht es grundsätzlich mit rezidivierenden Erkrankungen aus? In der Ablehnung wurde auf das fehlen einer anhaltenden Krankheit Bezug genommen. Ist das Anhalten der Krankheit Voraussetzung für die Anerkennung einer Behinderung, oder kann auch das wiederholte Auftreten eine Anerkennung rechtfertigen? Wobei es möglich ist, dass in meinen Gutachten dieser Aspekt eventuell nicht deutlich genug zum Ausdruck kam.Vielen Dank ***** *****
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Pleger

Guten Tag,

Unter welchen Voraussetzungen kann nach Ablauf der Klagefrist die Entscheidung angefochten, verändert werden? Nur bei einer Verschlimmerung?

Sie können bei der Behörde jederzeit einen Überprüfungsantrag gem. § 44 SGB X stellen.

§ 44 Rücknahme eines rechtswidrigen nicht begünstigenden Verwaltungsaktes

(1) Soweit sich im Einzelfall ergibt, dass bei Erlass eines Verwaltungsaktes das Recht unrichtig angewandt oder von einem Sachverhalt ausgegangen worden ist, der sich als unrichtig erweist, und soweit deshalb Sozialleistungen zu Unrecht nicht erbracht oder Beiträge zu Unrecht erhoben worden sind, ist der Verwaltungsakt, auch nachdem er unanfechtbar geworden ist, mit Wirkung für die Vergangenheit zurückzunehmen. Dies gilt nicht, wenn der Verwaltungsakt auf Angaben beruht, die der Betroffene vorsätzlich in wesentlicher Beziehung unrichtig oder unvollständig gemacht hat.

Im Rahmen des Überprüfungsverfahrens können Sie sich darauf berufen, dass Ihre psychische Erkrankung nicht berücksichtigt wurde.

Wie sieht es grundsätzlich mit rezidivierenden Erkrankungen aus? In der Ablehnung wurde auf das fehlen einer anhaltenden Krankheit Bezug genommen. Ist das Anhalten der Krankheit Voraussetzung für die Anerkennung einer Behinderung, oder kann auch das wiederholte Auftreten eine Anerkennung rechtfertigen? Wobei es möglich ist, dass in meinen Gutachten dieser Aspekt eventuell nicht deutlich genug zum Ausdruck kam.

Bei einer mittelgradigen rezidivierenden Depressionen kann mit einem Wert von 30 gerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Bergmann

Rechtsanwalt

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