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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 34690
Erfahrung:  jahrelange Tätigkeit als Rechtsanwalt
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, kann ich eine Verzögerungsrüge wegen überlangen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
kann ich eine Verzögerungsrüge wegen überlangen Verfahren ohne Anwalt stellen?
Mfg

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Können Sie den Vorgang genauer darlegen?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsnawalt

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Ja gerne! Die Angelegenheit ist in der Berufung seit über 2 Jahren. Anwalt hat das Mandat beendet, da ich ohne sein Wissen einen berechtigten Befangenheitsantrag gegen den Richter erhoben habe. Was er im nachhinnein auch noch für berechtigt hält. Ich habe nun die Absicht eine Verzögerungsrüge zu verfassen, da ich endlich diese Sache beenden möchte. Kann ich dieses ohne Anwalt und trotz Verzögerungsrüge machen?
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Entschuldigung ich meinte trotz Befangenheitsantrag machen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihr Anfrage.

Die Verzögerungsrüge können Sie trotz des Befangenheitsantrages erheben. Die Verzögerungsrüge hat einen anderen Sinn als der Befangenheitsantrag. Mit dem Befangenheitsantrag rügen Sie das Vorgehen des oder der Richter mit der Verzögerungsrüge die Verfahrensdauer.

Die Verzögerungsrüge können Sie dann selbst erheben, wen im Berufungsverfahren kein Anwaltszwang herrscht. Besteht Anwaltszwang so ist auch für die Verzögerungsrüge ein Anwalt erforderlich.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Vielen Dank für die schnelle Antwaort. Ich hatte nur Bedenken, da ja das Gericht nun erst einen neuen Richter beauftragen muss würde es die "zeitliche Dauer" hemmen. VG

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Wechsel eines Richters allein führt sicherlich nicht zu einer Verfahrensdauer von 2 Jahren. Außerdem muss in solchen Fällen das Gericht darauf achten das Verfahren entsprechend zu beschleunigen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Sozialrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Ok, danke Ihnen!!

Gerne!

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Guten Abend Herr RA Schiessl, habe nochmal eine Frage. Hat eine Verzögerungsrüge mit dem Ausgang des Rechtsstreit etwas zu tun? Mein damaliger RA schrieb mir, dass er eine Entschädigungsklage zur Verzögerungsrüge ablehnt, da mir kein Schaden entstanden ist und die Klage abgelehnt worden ist. Hier geht es um eine Verzögerungsrüge aus erster Instanz. Außerdem hatte er das Mandat mangels Aussicht ohnehin abgelehnt. Bei einer Verzögerungsrüge geht es doch auch um immaterielle Nachteile?

Sehr geehrter Ratsuchender,

entschädigungsberechtigt ist jede Partei des Verfahrens, also auch die unterlegene Partei.

Wie Sie richtig feststellen, ist auch ein immaterieller Schaden zu ersetzen egal ob Sie gewonnen haben oder verloren. (1200 EUR für jedes Jahr der Verzögerung).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Also kann ich jetzt den Anwalt auffordern mir diesen Schaden zu ersetzen, da er keine Klage erhoben hat? Wird bei der Verzögerung ein Jahr abgezogen, also wenn 2,5 Jahre Laufzeit minus 12 Monate gerechtfertigte Bearbeitungszeit? Der Anwalt meinte außerdem, ich hätte ihm keine Vollmacht erteilt. Ich wusste aber gar nicht, dass eine Verzögerungsrüge einer gesonderten Vollmacht bedarf.

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie den Anwalt auf Schadensersatz in Anspruch nehmen wollen, dann müssen Sie einen Schaden in Nachweis bringen, also dass durch seine Handlung Ihnen eine Entschädigung entgangen ist. Allein die Tatsache, dass sich der Anwalt geweigert hat zu klagen reicht allein dafür noch nicht aus. Es müsste eine Geltendmachung des Schadens auch nicht mehr möglich sein. Von der Verfahrensdauer müssen Sie in der Tat die gerechtfertigte Verfahensdauer abziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Ja genau! Wenn ich das im Internet richtig gelesen habe, ist eine Entschädigungsklage nur ein halbes Jahr nach Urteil im Hauptverfahren möglich, damit wäre dann eine Klage in meinem Fall nicht mehr möglich. Oder habe ich das falsch verstanden.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Hallo Herr Schiessl, ist meine Frage angekommen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

in der Tat Sie können nur spätestens bis 6 Monate nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils klagen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Klarstellung, ich war mir nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstanden habe.Also kann ich Schadenersatz vom Anwalt verlangen!
Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Entschuldigung ab wann gilt die Klage als eingereicht? Mit der Anzeige Klage zu wollen oder erst mit der Klagebegründung.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Also Klageerw. mit gerichtlicher Verfügung war am 15.08.16 und das Urteil ist vom 20.03.2018.
Das sind dann 7 Monate Anspruch?