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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 5172
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Sozialrechts
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Guten Abend, ich befinde mich derzeit in Elternzeit und habe

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,ich befinde mich derzeit in Elternzeit und habe das Elterngeld auf 22 Monate splitten lassen.
Mitte Oktober bekomme ich die letzte Rate des Elterngeldes. Ursprünglich wäre meine Elternzeit am 7.1.2020 beendet gewesen.
Da es mir aber seit längerem gesundheitlich sehr schlecht ging habe ich vor circa 3 Monaten das dritte Elternzeitjahr beantragt und genehmigt bekommen. Da konnte mir noch keiner sagen, was ich habe, was gesundheitlich nicht stimmt....Jetzt hat sich im August herausgestellt, dass ich an Multipler Sklerose leide und mein Hausarzt hat mich seitdem krank geschrieben. Jetzt sagte mir die AOK, dass ich schnellstmöglich zu meinem Mann in die Krankenversicherung wechseln soll, habe aber vor 3 Wochen eine Kostenzusage für eine wichtige Operation von der Aok genehmigt bekommen und dachte, dass ich trotz Krankschreibung in der Elternzeit weiterhin versichert bin. ?
Wie gehe ich jetzt am besten vor, um erstens nicht ausgesteuert zu werden bei der Aok und um zweitens möglicherweise Krankengeld zu bekommen? Soll ich versuchen das 3. Elternzeitjahr rückgängig zu machen, um eventuell ab Januar 2020 dann Krankengeld zu bekommen oder muss ich es beim 3. Elternzeitjahr belassen und bin tatsächlich gezwungen jetzt zu meinem Mann in die Krankenversicherung zu wechseln? Oder kann mein Mann auch zu mir in die Versicherung wechseln, sodass wir familienversichert sind oder hätte ich dadurch irgendwelche Nachteile? Gibt es eine Härtefallregelung o.Ä.? Ich bin inzwischen völlig verwirrt und wäre wirklich sehr dankbar für Hilfe.Mit freundlichen Grüßen,Lena Heinze

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Warum die AOK Ihnen nahelegt, sich über Ihren Mann familienversichern zu lassen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Sie sind während der Elternzeit krankenversichert. Ihre Mitgliedschaft bei Ihrer Krankenversicherung bleibt in der Elternzeit erhalten (§ 192 Abs. 1 Nr. 2 SGB V). Das gilt auch, wenn Sie arbeitsunfähig sind. Wenn Sie also jetzt weiterhin in der Elternzeit sind, sind Sie auch weiterhin krankenversichert.

Es wäre aber auch kein Nachteil für Sie, familienversichert zu sein. Die Leistungen blieben die gleichen. Ihr Mann wird aber nicht über Sie familienversichert sein können, da er arbeitet und Einkommen bezieht.

Ein Anspruch auf Krankengeld besteht während der Elternzeit nicht. Der Krankengeldanspruch ruht in der Elternzeit. Krankengeld könnten Sie nur beziehen, wenn Sie wieder arbeiteten und dann dann arbeitsunfähig würden. Wenn Sie also Krankengeld beziehen wollen, müssten Sie die Elternzeit beenden und wieder arbeiten.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Sozialrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Vielen Dank ***** *****ür die Antwort.
Wenn mein Mann jetzt zur AOK wechseln würde könnten wir also keine Familienversicherung mit unserer Tochter machen,weil ich derzeit nicht arbeite und in Elternzeit bin? Entschuldigen Sie die eventuell "blöde" Nachfrage. Würde es denn dann Sinn machen das dritte Elternzeitjahr (in welchem ich ja kein Geld bekomme) aufgrund der Krankheit rückgängig zu machen? Bzw müsste der Arbeitgeber da zustimmen aufgrund der Krankheit oder habe ich da den Kürzeren gezogen, weil ich das dritte Elternzeitjahr beantragt habe ( da wusste ich allerdings noch nichts von der MS Erkrankung). Habe von einer Härtefallregelung gehört bzw ein Bekannter erwähnte das.Mit besten Grüßen,
Lena Heinze

Danke für Ihre Rückmeldung und die positive Bewertung.

Wie gesagnt, wenn Sie einen Krankengeldanspruch wollen, müssten Sie die Elternzeit wieder rückgängig machen und arbeiten. Allerdings sehe ich da Schwierigkeiten. Der Arbeitgeber muss Ihrem Wunsch, die bewilligte Elternzeit vorzeitig zu beenden, um wieder zu arbeiten, nicht zustimmen. Auch Ihre Krankheit wäre kein Grund für den Arbeitgeber, Ihrem Wunsch zu entsprechen. Es wäre wohl leider eher ein Grund für den Arbeitgeber, Sie nicht arbeiten zu lassen. Eine Härtefallregelung ist mir bedauerlicherweise nicht bekannt.

Ihr Mann kann zur AOK wechseln, sofern er nicht privat versichert ist, wovon ich nach Ihrer Schilderung nicht ausgehe. Jeder gesetzlich Versichert ist frei in der Wahl seiner Krankenkasse. Er müsste seiner alten Krankenkasse kündigen und könnte sich bei der AOK versichern lassen. Und wenn er bei der AOK ist, könnten Sie dort familienversichert sein. Alle Familienmitglieder Ihres Mannes, die kein eigenes Einkommen beziehen, sind über ihn mitversichert.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Okay, verstehe.
Dann macht im Prinzip eine weitere Ausstellung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Seiten des Hausarztes derzeit keinen Sinn, richtig?
Eine letzte Frage hätte ich noch und zwar habe ich die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen die ich seit August bekommen habe, seit der MS Diagnose nicht bzw noch nicht beim Arbeitgeber eingereicht.
Wäre ich trotz Elternzeit dazu verpflichtet gewesen diese einzureichen und kann ich dann vorerst auf die Krankschreibungen vom Hausarzt "verzichten" wenn sie derzeit ohnehin keinen Nutzen mit sich bringen? Oder bin ich dem Arbeitgeber ggü verpflichtet sie einzureichen?Vielen vielen Dank.
Lena Heinze

Es ist nicht notwendig, sich während der Elternzeit krankschreiben zu lassen. Sie müssen niemandem nachweisen, dass Sie arbeitsunfähig sind. Denn Sie beziehen weder Arbeitsentgelt noch Krankengeld. Vor diesem Hintergrund haben Sie auch keine Pflicht, Ihren Arbeitgeber über die Krankschreibung zu informieren.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Alles klar, ich bedanke ***** ***** herzlich für Ihre Zeit und Mühe.

Sehr gerne. Alles Gute!