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hhvgoetz
hhvgoetz, Sonstiges
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 3275
Erfahrung:  Fachanwalt für SozialR
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Hallo zusammen, ich habe eine Frage die das Sozialrecht

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo zusammen, ich habe eine Frage die das Sozialrecht betrifft.
Aktuell bin ich arbeitslos und beziehe ALG seit Jan 2019 für insgesamt 15 Monate.
Folgendes Szenario:
Ich nehme eine neue Stelle an zum 01.10.2019.
Innerhalb der Probezeit wird in beiderseitigen Einvernehmen zum 15. November 2019 das Arbeitsverhältnis beendet.
Nun zur Frage: wie wird das "neue " ALG berechnet und wie lange ist nun mein Anspruch auf ALG?

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

es wird ihr alter Anspruch nach Ende der Tätigkeit im November weiter abgefrühstückt, da durch die 1,5 Monate Tätigkeit auch keine neue Anwartschaft auf einen neuen ALG I Anspruch innerhalb einer neuen Rahmenfrist nach § 143 SGB III erreicht wurde.

Die Höhe wird nach § 150 SGB III dann neu berechnet aus dem Verdienst ein Jahr rückwirkend ab Ausscheiden aus dem letzten Job im November. Da hier etliche Zeiten ALG I reinfallen, wird das also deutlich weniger werden als vorher.

Um etwaige Sperren zu vermeiden, sollten Sie vermeiden, dass offiziell "einvernehmlich" die Probezeit beendet wird. Der Arbeitgeber soll Sie einfach kündigen. Rechnen tut sich das ganze aber aus meiner Sicht für Sie nicht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, geben Sie bitte eine entsprechende Bewertung ab, denn nur dann erhalte ich meine Vergütung über Just Answer. Nach einer solchen Bewertung können Sie allerdings auch ohne weitere Zusatzkosten an dieser Stelle Nachfragen zum gleichen Thema stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
folgende Zusatzinfos...Ende 2017 ausgeschieden aus der Bank / Jan 2018 Erhalt einer Abfindung/erstes Alg im Januar 2019 für insgesamt 15 monate....neuer Job Oktober 2019, Beendigung nach einem Monat und in beiderseitigem Einvernehmen...wie wird das neue alg berechnet....oder bekomme ich noch das "alte " alg

Wie gesagt, die Dauer bleibt bei den 15 Monaten, die Höhe wird aus den Gehältern des letzten Jahres ab Nov. 15 rückwirkend berechnet. Entsprechend zählt da wieder das ALG I rein.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
machen Sie das mal genau an Zahlen und Daten fest....meine letzte Anstellung endete im Dez 2017
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
oder lassen sie uns kurz telefonieren

Ich kenne Ihre genauen Einkommen der einzelnen Monate nicht, kann auch im Rahmen des hier eingesetzten Geldes keine detaillierte Berechnung vornehmen.

Es wird 60 % bzw. mit Kindern 70 % des maßgeblichen durchschnittlichen Nettoeinkommens gezahlt. Die Berechnung läuft im Grundsatz gleich bisher.

Am Telefon werde ich noch weniger eine solche Berechnung durchführen können!

Das ALG wird neu berechnet und wird entsprechend niedriger ausfallen, da Sie ja die ganze Zeit ein geringeres ALG schon bekommen haben.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Ich habe in 2018 kein Einkommen, mein letztes Einkommen war im dez 2017..
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
wird das ALG in 2019 als Einkommen gewertet ?

Sie schrieben, Sie beziehen ALG seit Januar 2019. Das ist doch Einkommen...

Warten Sie, Sie haben Glück: Da gibt es eine Ausnahmevorschrift, § 151 Abs. 4 SGB III

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/BJNR059500997.html#BJNR05*****************666

"Haben Arbeitslose innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Entstehung des Anspruchs Arbeitslosengeld bezogen, ist Bemessungsentgelt mindestens das Entgelt, nach dem das Arbeitslosengeld zuletzt bemessen worden ist."

Danach bleibt es gleich.

Verlängern (im Sinne von neu entstehen mit mehr Monaten) tut sich der ALG Anspruch aber nicht.

Insofern gewinnen Sie nur die Zeit, in der Sie im Job sind. Fragt sich, ob das für 1,5 Monate wirklich lohnt, wenn Sie von vorneherein nicht in dem Job arbeiten wollen.

Noch einmal: Sie sollten nicht "einvernehmlich" die Stelle beenden. Der Arbeitgeber kündigt Sie und gut.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen jetzt helfen!

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
das heist ...ich behalte das gleiche monatliche ALG ...ohne dass sich mein Anspruch verlängert , ist das korrekt

Genau!

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
es findet also keine durchschnittliche Berechnungen der letzen Monate statt...

Wegen des ALG I Bezuges schon vorher kommt mindestens das raus, was Sie vorher hatten.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
und besser ist dass der Arbeitgeber mir kündigt ?

Ja, das muss der in der Probezeit nicht begründen, so dass auch keine Diskussion besteht, ob Sie etwas falsch gemacht haben oder nur ihm Ihre Nase nicht passte. Definitiv der stressfreiere Weg ohne zu sagen, dass der andere nicht auch ginge, wenn Sie nachweisen können, dass Ihnen ohnehin eine (nicht erfolgreich angreifbare) Kündigung gedroht hätte.

hhvgoetz und weitere Experten für Sozialrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
ok vielen Dank