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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 19028
Erfahrung:  25 Jahre Anwaltserfahrung
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Meine Tochter ist aufgrund einer Absencenepilepsie 100%

Diese Antwort wurde bewertet:

Meine Tochter ist aufgrund einer Absencenepilepsie 100% schwer behindert. Mit Hilfe eines Persönlichen Budgets hat sie trotzdem die Ausbildung zur Änderungsschneiderin geschafft. Ihre Ausbilderin würde Ihr nun einen Arbeitsplatz anbieten. Neben dem zugesagten 70 % igen Lohnzuschuss benötigt sie aber eine Persönliche Assistenz. Diese kann aufgrund der besonderen Situation, kleiner Arbeitsplatz, spezielles Krankheitsbild (Attest vorhanden) nur durch die Arbeitgeberin erfolgen. Die Agentur lehnt dies zum Teil grundsätzlich ab, (nur für Blinde und Taube), aber vor allem sieht sie ein Problem darin, dass Arbeitgeberin und Assistenz von der gleichen Person ausgeübt werden. In der heutigen Anhörung hat der Richter ziemlich klar gemacht, dass der Arbeitgeber nicht auch Assistenzfunktion ausüben kann. Ist das grundsätzlich so, ich habe nirgendwo einen Hinweis gefunden
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: Baden-Württemberg
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Peter Roos

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

Ich bin RAin Schiessl, mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung. Ich bitte um Geduld, während ich an der Frage arbeite

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich sehe es genauso wie der Richter.

Der Arbeitgeber hat das Weisungsrecht. Er bestimmt die Arbeitsleistung, Art und Ort der Erbringung.

Der Assistent hingegen muss sich nach § 78 II SGB IX nach dem Leistungsberechtigten richten.

Über die konkrete Gestaltung der Inanspruchnahme entscheidet der Leistungsberechtigte

Wenn einerseits der Arbeitgeber der Tochter Weisungen geben kann und andererseits umgekehrt dann passt das nicht zusammen.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
die Form der Assistenz wäre hier anders. Lea gibt keine Anweisungen, beim Auftreten von Absencen wäre sie dazu natürlich auch nicht in der Lage, es geht darum, dass die Arbeitgeberin eingreift, falls Lea aufgrund von Absencen aus dem Arbeitsrhythmus kommt, Fehler macht, oder in den Arbeitsschritt zurückgeführt werden muss. Manchmal ist auch eine Pause, oder der Abbruch der Arbeit erforderlich. Dazu muss die assistierende Person sowohl fachlich als auch bezüglich der Ausprägung der Krankheit kompetent sein. Es würde quasi eine Grundanweisung vorliegen, nämlich falls notwendig ohne Aufforderung einzugreifen. Es könnte natürlich auch schriftlich festgelegt werden, dass Lea ihrer Arbeitgeberin keine Anweisungen erteilen kann. Gibt es da tatsächlich keinen unbürokratischen rechtlichen Weg?
Sehr geehrter Ratsuchende,Das Problem ist, dass sowohl ArbeitgeberBegriff als auch das, was eine Assistenz beinhaltet gesetzlich genau festgelegt sinDie Assistenz wird ja schließlich bezuschusst, daher kann man von dem Begriff nicht einfach so abweichen.Es bestehen ganz einfach wieder streitende Interessen.Was ist, wenn die Tochter gerne die Arbeit abbrechen möchte, der Arbeitgeber als solche aber sagt nein? Hier müsste die persönliche Assistenz eingreifen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich habe mir mit der Beantwortung der Frage alle Mühe gegeben und es Ihnen genau erklärt.

Daher bitte ich höflich darum, mir mitzuteilen, was einer positiven Bewertung entgegensteht

danke

ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Sozialrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
schnelle Beantwortung meiner Frage

Ihnen und der Tochter alles Gute!!!!