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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 4667
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Sozialrechts
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich bin 58 Jahre alt, stehe seit 42 Jahren und bin seitdem

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin 58 Jahre alt, stehe seit 42 Jahren im Arbeitsleben und bin seitdem in der gleichen Krankenversicherung. Ich hatte am 07.03.2018 eine erfolgreiche Magenkrebs-OP
(plus 2 Folge-OP´s), in der 1. Reha eine Darmverschluss-OP (plus 1 Folge-OP), erhalte seit 04.01.2018 Krankengeld und habe gegenüber der DRV zweimal einen Rentenantrag nach 2 Reha´s abgelehnt, was die DRV als zurückgenommen anerkannte. Meine Hoffnung war, dass ich es mit Krankengeld ins Jahr 2019 schaffe und dann bei der Erwerbsminderungsrente in den Genuss, durch das geplante Rentenpaket der Regierung, der höheren Zurechnungszeit von 65 Jahren und 8 Monaten komme.
Die Krankenkasse hat mir jetzt das Gestaltungsrecht ( wohl auch Dispositionsrecht genannt ) eingeschränkt und will mich wohl mit aller Gewalt in die Erwerbsminderungsrente schicken und möglicherweise die EMR noch rückdatieren um Geld von der DRV zurück zu erhalten. Wehren kann ich mich dagegen wohl nicht, wie im Internet erlesen konnte.
OBWOHL:
Ich habe jetzt einen Schriftsatz im Internet gefunden, unter folgender Überschrift
"Krankengeld ( Aufforderung zum Antrag auf Leistungen zur Teilhabe/zum Antrag auf Rente )"
Unter Punkt 3 "Bindung des Versicherten" habe folgenden Hinweis gefunden
📌 "späteren Rentenbeginn eine qualifizierte Wartezeit in der Rentenversicherung und damit ein höherer Rentenanspruch erreicht werden könnte"📌,
wobei ich nicht weiß ob er auf meine Situation anzuwenden wäre.
Zustimmung der Krankenkasse
Die Krankenkasse hat bei der Erteilung oder Verweigerung der Zustimmung die berechtigten Interessen des Versicherten im Rahmen einer Interessenabwägung angemessen zu berücksichtigen. Wenn das berechtigte Interesse des Versicherten das Interesse der Krankenkasse überwiegt, muss die Krankenkasse zustimmen.[2] Ein berechtigtes Interesse ergibt sich z. B., wenn durch einen
 Rentenantrag aufgrund tarifvertraglicher (arbeitsrechtlicher) Regelungen der Arbeitsplatz gefährdet ist,
 frühzeitigen Rentenbeginn ein Anspruch auf Betriebsrente verloren ginge,
👉📌späteren Rentenbeginn eine qualifizierte Wartezeit in der Rentenversicherung und damit ein höherer Rentenanspruch erreicht werden könnte,📌👈
 späteren Rentenbeginn die Voraussetzungen für die Krankenversicherung der Rentner erfüllt werden könnten.
Würde ein Widerspruch gegenüber der Krankenkasse Sinn machen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Sie können es mit einem Widerspuch versuchen. Die genannten Argumente treffen zwar nicht auf Ihren Fall zu. Aber es sind ja auch nur Beispiele.

Wenn Sie darlegen und nachweisen können, dass die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente für Sie große Auswirkungen auf Ihre Altersrente hätte, könnte das genau wie bei den Beispielen dazu führen, dass die Krankenkasse Ihr Gestaltungsrecht zu akzeptieren hat. Sie müssten aber eine Vergleichsberechnung vorlegen können zur Höhe der Altersrente ohne Krankengeldzahlung und mit Krankengeldzahlung bis zu Ihrem Altersrentenbeginn. So eine Berechnung kann meiner Ansicht nach nur die Rentenversicherung für Sie durchführen.

Vermutlich wird die Krankenkasse Ihrem Widerspruch nicht entsprechen, sodass Sie beim Sozialgericht klagen müssten. Aber so eine Klage können Sie ohne finanzielle Risiko einreichen, sofern Sie es alleine ohne Anwalt machen. Denn Gerichtskosten fallen beim Sozialgericht nicht an.

Ob Sie Erfolg haben können, kann ich aber schwer beurteilen. Vermutlich sind die Erfolgsaussichchten leider eher mäßig. Es ist eben doch etwas anderes, ob jemand eine qualifzierte Wartezeit verpassen würde oder eine Betriebsrente verlorenginge, wenn er zu einer Erwerbsminderungsrente gezwungen würde, oder ob die Altersrente, wie vielleicht in Ihrem Fall, geringer ausfallen würde. Und auf ein noch nicht beschlossenes Rentenpaket werden Sie sich nicht berufen können.

Meiner Ansicht sollten Sie im ersten Schritt versuchen, von der DRV eine Vergleichsberechnung zu bekommen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Nicht meine Altersrente, sondern die Erwerbsminderungsrente würde geringer ausfallen. Mir würden 3 Jahre und 8 Monate fehlen.

Danke für den Nachtrag.

3 Jahre und 8 Monate müssten sich auf die Höhe der Erwerbsminderungsrente deutlich auswirken. Und das wäre ein Argument für Sie, sich für einen späteren Rentenantrag ohne Einschränkung in Ihrem Gestaltungsrecht zu entscheiden, wenn das geplante Renenpaket zu dieser Erhöhung führt.

Aber da es dazu noch keine Rechtsprechung geben kann, weil das Rentenpaket noch nicht inkraft ist, kann ich zu den Erfolgsaussichten nichts sagen. Ich kann nur sagen, dass Sie es mit Widerspruch und Klage beim Sozialgericht versuchen können. Ihre Argumentation ist nicht abwegig.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Sozialrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.