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ragrass
ragrass, Sonstiges
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 6931
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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ragrass ist jetzt online.

Seit nunmehr mehr als 20 Jahren hole ich einen Bekannten aus

Diese Antwort wurde bewertet:

Seit nunmehr mehr als 20 Jahren hole ich einen Bekannten aus einer Soziotherapeutischen Einrichtung hab, habe ihn auch des öfteren übers Wochenende bei uns gehabt, Konzerte, Wandertage besucht, Urlaub gemacht. Ging immer ohne Probleme mit dem Heimleiter. Seitdem ein neuer da ist haben alle alten Mitarbeiter Hausverbot in der Einrichtung. Er erklärte gleich meinen Bekannten kann er nicht mehr lange halten, das wurde dann von dem noch dort tätigen alten Therapeuten verneint, nur wenn es ihm schlechter geht. Den Ausgang wollen sie auch limitieren. Der Patient ist dement und hat eine Psychose, dementsprechend einen Betreuer. Es ist sehr strittig ob Alzheimer Medikamente einen großen Nutzen bringen und die Nebenwirkungen überwiegen. Der neue Chef verabreichte ihm Memantine. Das hat er gut vertragen. Seit etwa 1 Monat bekommt er drei kleine Pillen, die angeblich morgens eine Vitamin-Tabl mittags zur Verdauung und abends zum Schlafen sein sollen. Bis zu dem Zeitpunkt ging es ihm körperlich, obwohl 69 sehr gut. Er wanderte mehr oder minder bis zu 20 km am Wochenende ohne große Probleme. Wir gehen regelmäßig mit ihm. Dann wurde er immer müder, kurzatmiger, klagte über Leere im Kopf etc. An einem Tag konnte er keine 100 m mehr gehen, wir haben ihm zu trinken gegeben und das dem Heim gemeldet. Die Tabletten wurden nicht abgesetzt. Nach Rücksprache mit Alzheimer haben die eine Liste geschickt von Neuraleptika die für Psychosen gegeben werden und die haben starke Nebenwirkungen. Der Patient hat mehrfach geäußert er will sie nicht, hat aber wie gesagt kein Kurzzeitgedächtnis mehr und vergisst dann wieder das es ihm schlecht ging. Da die Küchenkraft auch meinte er würde sich seit Wochen nix mehr zu trinken holen, er ca. 15 kg abgenommen hat in den letzten Jahren, informierte ich die Heimaufsicht, die haben dann gemeint, das stimme alles nicht. Ich habe ihnen dann eine Mail geschickt, in der ich am 28.1. schon eine Gewichtsabnahme erwähnte. Habe auch den Berufsbetreuer angeschrieben und angesprochen, hat mich nur angeschnauzt, er würde das Gespräch gleich beenden und stimmt alles nicht.
Wir haben eine Tablette in der Apotheke analysieren lassen, es ist ein stark dämpfendes Mittel. Betreuer meinte, die muss er haben.
Zuvor hatte der Patient mehrrfach vor dem neuen Chef erwähnt, er möchte entlassen werden. dies erzählt er seit 20 Jahren.
Der Betreuer hat uns gegenüber ein Besuchsverbot ausgesprochen. An da wir uns halten. Wir haben nur die Befürchtung wenn sich der Spiegel dieses Medikamentes weiter anhebt, kann auch Herzstillstand oder Schlaganfall die Folge sein.
Da ich jetzt in Rente bin, habe ich beim Betreuungsgericht die Betreuung beantragt. Ich habe ein Haus und kann ihn in einem Zimmer aufnehmen.
Die meinten sie bräuchten eine Einverständniserklärung des zu Betreuenden. Ich habe erstmal an Eides statt versichert, dass er das mehrfach geäußert hat und auch mehrfach gefragt hat ob er bei uns wohnen darf.
Er hat aber auch eine Psyc hose und kann sein, wenn im Heim gefragt, dass er sich nicht trautt das zu sagen. Seinen Betreuer möchte er seit Jahren nicht haben und das habe ich dem Betreuerr auch so mitgeteilt.
Was würde passieren wenn wir mit einem Blatt hochgehen und ihn das unterschreiben lassen, denn ich weiß das ist seine einzige Möglichkeit da rauszukommen und er würde mir das auch unterschreiben.
Können die dann ein Hausverbot aussprechen?
Ich habe dem Betreuungsgericht auch die Problematik mit dem Betreuer geschrieben. Er gibt auch dem Bruder gegenüber keine Auskunft, muss er auch nicht aber so unfreundlich muss er auch nicht sein, muss zum Wohle des Betreuten handeln.
Ich meine auch, die haben wahrscheinlich schon was mit Pflege beantragt und wollen ihn mit den Medikamenten ruhigstellen, damit das komplikationslos von statten geht.
Welche Möglichkeit habe ich. Habe ich als Freundin eigentlich überhaupt eine Möglichkeit die Betreuung zu bekommen und können die mir irgendwie anhängen, dass ich nicht zum Wohl des Betreuten handeln werde. Ich möchte mit einem anderen Neurologen eine andere Therapie vielleicht erwirken ohne so viele Nebenwirkungen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben.

Grundsätzlich ist bei der Einrichtung einer Betreuung oder auch bei der Änderung einer bestehenden, der Wunsch des Betroffenen zu ermitteln und sich an diesen zu orientieren. Die Verfahrensordnung (§ 278 FamFG) sieht daher vor, dass der Richter den Betroffenen VOR der Einrichtung oder Änderung anzuhören hat. Sie können sich zwar grundsätzlich ein Schriftstück, wie erwähnt, unterschreiben lassen, aber diese Anhörung wird dadurch nicht entbehrlich. Es kommt letztlich also entscheidend darauf an, wie sich der Betroffene äußert. Äußert es sich "in Ihrem Sinne" spielt es keinerlei Rolle, dass Sie "nur" eine Freundin sind.

Grundsätzlich kann der Hausrechtsinhaber natürlich ein Hausrecht aussprechen, allerdings musses hierfür einen sachlichen Grund geben.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Fragen bestehen, teilen Sie dies bitte mit.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Und wie ist das, wenn wir ihn übernehmen und er wird dann zum Pflegefall bin ich dann für die Kosten in einer Pflegeeinrichtung mit verantwortlich? Das ist ja dann gut.
Wenn der Richter ihn fragt, dann kann er unabhängig entscheiden.
Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Die von der Betreuungseinrichtung meinten nur ich solle was unterschreiben lassen.
Die Begründung für das Nichtbesuchendürfen ist er ist wirr.
Das ist er ber seit 20 Jahren immer wieder war noch nie ein Grund

Sehr geehrte Fragestellerin,

ein Betreuer verwaltet das geld des Betreuten ist aber nicht für dessen Ausgaben finanziell verantwortlich.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Sozialrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Ich habe trotz allem noch eine Frage dazu.
Wenn jemand einen gesetzlichen Betreuer seit Jahren hat, ich musste ja immer arbeiten und meine Mutter mitversorgen und der Betreute gar kein Kurzzeitgedächtnis mehr hat. Kann er dann überhaupt noch fähig sein, die Frage zu beantworten ob er zu uns will oder nicht?
Oder ist er dann nicht mehr geschäftsfähig.
Wir haben nachdem ich in den 20 Jahren einmal an den Betreuer geschrieben habe und angerufen habe ein 1-monatiges Besuchsverbot verhängt bekommen.
Ich finde das so ungerecht und man ist hilflos der Willkür ausgesetzt. Haben wir überhaupt Chancen vom Betreuungsgericht ernst genommen zu werden?

Sehr geehrte Fragestellerin,

ob noch eine Fähigkeit zum Antworten besteht kann nur ein Arzt beantworten, auf eine Geschäftsfähigkeit kommt es dabei nicht an.

Wie die Chancen bei Gericht bestehen, hängt von den Äußerungen des Betreuten ab.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Und gerade von dem Neurologen wird er wg Demenz vollgepumpt mit Neuraleptika.
Das ist das eigentliche Problem. Körperlich fit aber dement.
Hoffen wir für das Beste. Wir hätten schon längst handeln sollen, als das Kurzzeitgedächtnis noch besser war. Leider

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich drücke die Daumen !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass