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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Sozialrecht
Zufriedene Kunden: 4297
Erfahrung:  Lanjährige praktische Tätigkeit als Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Sozialrechts
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin als ehrenamtliche

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin als ehrenamtliche Betreuerin für meinen Klienten (31 Jahre) bestellt.
Dieser benötigt zwei Brücken vom Zahnarzt die ca. 2200,00 EUR kosten sollen. Der Zahnarzt riet mir, einen Antrag auf Härtefallregelung zu stellen.
Dieser Antrag wurde jedoch jüngst abgelehnt, da das Bruttoeinkommen meines Klienten (1475,00 EUR) die Härtefallgrenze von 1162 EUR übersteigt. Die Krankenkasse übernimmt lediglich 744,56 EUR Festzuschuss.
Somit sind ca. 1500 EUR von meinem Klienten selbst zu übernehmen, was allerdings aufgrund seiner monatlichen Belastungen nicht möglich ist.
Ist diese Aussage der Krankenkasse korrekt?
Auch weist mein Klient eine schlechte Mundhygiene auf, da er - aufgrund seiner psychischen Erkrankungen - nicht regelmäßig zum Zahnarzt geht und auch die tägliche Körperpflege vernachlässigt. Somit wurde von dem Zahnarzt eine Prophylaxe dringend empfohlen.
Kann ich hier finanzielle Unterstützung von der Krankenkasse erwarten?
Ich wäre Ihnen für eine kompetente Auskunft sehr dankbar und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Customer
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt. Die Auskunft der Krankenkasse deckt sich mit dem Gesetz. Die Härtefallregelung ergibt sich aus § 55 Abs. 2 SGB V. Dort heißt es: Versicherte haben bei der Versorgung mit Zahnersatz zusätzlich zu den Festzuschüssen nach Absatz 1 Satz 2 Anspruch auf einen Betrag in jeweils gleicher Höhe, angepasst an die Höhe der für die Regelversorgungsleistungen tatsächlich anfallenden Kosten, höchstens jedoch in Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten, wenn sie ansonsten unzumutbar belastet würden ... Eine unzumutbare Belastung liegt vor, wenn die monatlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt des Versicherten 40 vom Hundert der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 des Vierten Buches nicht überschreiten, ... 40% der Bezugsgröße entspricht 1.162 EUR. Es könnte hier aber Absatz 3 greifen. Dort heißt es in Satz 1: Versicherte haben bei der Versorgung mit Zahnersatz zusätzlich zu den Festzuschüssen nach Absatz 1 Satz 2 Anspruch auf einen weiteren Betrag. Die Krankenkasse erstattet den Versicherten den Betrag, um den die Festzuschüsse nach Absatz 1 Satz 2 das Dreifache der Differenz zwischen den monatlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt und der zur Gewährung eines zweifachen Festzuschusses nach Absatz 2 Satz 2 Nr. 1 maßgebenden Einnahmegrenze übersteigen. ... Sie könnten also Widerspruch gegen die Ablehnung einlegen und diesen mit der Anwendung von § 55 Abs. 3 SGB V begründen, falls die Krankenkasse diese Vorschrift nicht beachtet hat bei der Berechnung des Zuschusses. Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.Sehr gerne helfe ich weiter.
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