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Kategorie: Selbstständige
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Ich bin Einzelunternehmer in Deutschland und möchte einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin Einzelunternehmer in Deutschland und möchte einen Designer Vollzeit in den Philippinen anstellen. Der Designer hat seinen Wohnsitz in den Philippinen und arbeitet auch von dort aus. Die Designs werden in Deutschland weiterverwendet. Was habe ich hinsichtlich Steuern und Sozialabgaben, sowohl in Deutschland als auch in den Philippinen, zu beachten?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ich prüfe Ihre Frage gerne für Sie und melde mich in Kürze mit einer Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Knut Christiansen
Steuerberater

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ich kann Ihnen grundsätzlich über die Rechtsvorschriften in Deutschland Auskunft geben. Eine Auskunft über die Rechtslage auf den Philipinen ist jedoch nicht möglich. Hierzu müssten Sie z.B. einen Berater auf den Philipinen kontaktieren oder mit der Außenhandelskammer Kontakt aufnehmen (http://philippinen.ahk.de/?L=129).

Sozialversicherung:

In der Sozialversicherung gilt das sogenannte Territorialprinzip. Der Arbeitnehmer ist grundsätzlich in dem Land versichert, in dem er seine Beschäftigung

ausübt (also auf den Philipinen). In Deutschland sind somit keine Sozialbeiträge abzuführen.

Lohnsteuer:
Gem. dem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit den Philipinen wird der Lohn im Tätigkeitsstaat zu besteuern sein. Sie müssten also keine Lohnsteuer abführen, diese aber in der Lohnsteuerbescheinigung als nach DBA steuerfrei gezahlten Arbeitslohn deklarieren. Für die Besteuerung auf den Philipinen müsste dann Ihr Arbeitnehmer sorgen. Sofern Ihr Mitarbeiter aber auch mal im Inland tätig sein sollte, wäre der steuerpflichtige Arbeitslohn anteilig zu ermitteln.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben, sonst stellen Sie gerne kostenfreie Rückfragen ein.

Abschließend bedanke ***** ***** für eine positive Bewertung, damit justanswer meine Arbeit vergütet. Dazu klicken Sie bitte 3-5 Sterne im Kommentarfeld an. Herzlichen Dank vorab!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Guten Tag,
vielen dank für Ihre schnelle Antwort. Zwei kurze Rückfragen:
1.) Ändert sich an der Lage für mich etwas, wenn ich den Mitarbeiter zunächst auf freiberuflicher Basis einstelle?
2.) Sind ihnen anderweitige Abgaben (neben der KSK) bekannt, die mich auf mich zukommen?

Hallo!
Nein, es ändert sich durch die freiberufliche Tätigkeit des "Mitarbeiters" nichts. Sie müssten allerdings Rechnungen von diesem beziehen. Die Leistungen sind im Inland (Deutschland) steuerpflichtig. Aufgrund des Reverse Charge-Verfahrens geht dann die Umsatzsteuerschuld auf Sie über. Sie hätten damit dann die Umsatzsteuer (19%) abzuführen und könnten sich, sofern Sie vorsteuerabzugsberechtigt sind, in gleicher Höhe wieder anrechnen lassen.

Weitere Abgaben sind mir nicht bekannt, wenn Sie die Person freiberuflich einstellen. Ob Beiträge zur Berufsgenossenschaft abzuführen sind, wenn der Mitarbeiter im Drittland sitzt, ist mir nicht bekannt. Da die Person aber nicht im Inland tätig ist, gehe ich davon aus, dass keine Beiträge abzuführen wären.

Hallo!

Haben Sie noch weitere Rückfragen? Sonst bitte ich noch um Bewertung, damit ich von justanswer meinen Anteil an Ihrem bereits gezahlten Honorar erhalte. Vielen Dank ***** *****öne Grüße!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Hallo, eine letzte Rückfrage: Erhält der in Vollzeit angestellte Mitarbeiter in den Philippinen eine ganz normale Lohn-/Gehaltsabrechnung, ohne ausgewiesene SV-Beiträge und Lohnsteuern?

Hallo!

Ja, so wäre aus meiner Sicht die Vorgehensweise.

Es ist zugegebenermaßen ein nicht alltäglicher Fall. Empfehlenswert wäre daher aus meiner Sicht, wenn Sie diesbezüglich noch einmal Rücksprache mit der Außenhandelskammer halten (Website siehe oben).

Christiansen-St und weitere Experten für Selbstständige sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Jahr.
Guten Tag, ich habe noch eine kurze Frage zu Ihrer Aussage bzgl. des Reverse-Charge-Verfahrens (RCV) und wäre Ihnen sehr dankbar, falls Sie mir dies noch beantworten könnten.
Das RCV ist meines Wissens nur anwendbar, wenn der ausländische Unternehmer eine Leistung im Inland erbringt. Nach §3a I UStG befindet sich der Ort der Leistung in dem Land des Unternehmers (Philippinen) und ich finde auch keine Ausnahmeregelung, die dies widerlegt.
Weshalb hatten Sie angenommen, dass hier das RCV greift?

Hallo!
Der Leistungsort an einen Unternehmer (und das sind Sie ja) ist nach § 3a Abs. 2 UStG dort , wo der Leistungsempfänger sein Unternehmen betreibt. Das wäre dann Deutschland.

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