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Dr.Schürmann
Dr.Schürmann, approbierter Arzt, Facharzt für Innere Medizin
Kategorie: Schilddrüsenerkrankungen
Zufriedene Kunden: 1503
Erfahrung:  22 Jahre Erfahrung in eigener allgemeinmedizinisch/internistischer Praxis mit entsprechendem Schwerpunkt.
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Dr.Schürmann ist jetzt online.

Guten Tag, Mein Name ist Hafsa Houcine. Ich schreibe sie an

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
Mein Name ist Hafsa Houcine. Ich schreibe sie an wegen einem Problem, dass offenbar mit der Schilddrüse zusammenhängt.
Allgemeine Beschreibung:
Vor etwa zwei Monaten bekam ich im Hals, linksseitig, neben, oder etwas unter dem Kehlkopf eine leichte Schwellung mit leichten bis mittleren Schmerzen, die auch teilweise ausstrahlten. Ich dachte das liegt an meine Arbeit als Webprogrammiererin, da ich die meiste Zeit am PC arbeite und leider auch meistens bis in die Nacht. Ich dachte das es nur Muskelanspannung ist oder ähnliches.
Dies hielt etwa 2-3 Wochen an, danach verschwand die Schwellung, trat dann aber kurz darauf auf der rechten Seite auf. Die Schwellung hält bis jetzt an, also seit etwa vier Wochen und wurde auch stärker als auf der linken Seite.
Die Schmerzen sind auch stärker und strahlen auch stärker aus, vor allem in den Nackenbereich und es werden dadurch offensichtlich auch rechtsseitige Kopfschmerzen verursacht. Wenn ich mein Hals abtaste spüre ich seitlich eine kleine Kugel und mir kommt es vor, dass es größer wurde seit dem letzten Ultraschall.
Mein sonstiger Zustand ist jedoch im Allgemeinen gut. Ich habe keine Schluckbeschwerden und auch sonst keine Einschränkungen.
Gegen die Schmerzen wurden mir Schmerzmittel (Ibuprofen) verschrieben, die ich seit dem (seit etwa 2 Wochen) nehme und die auch temporäre Wirkung zeigen.
Untersuchung im KH:
In einem KH wurde dann Blut untersucht und Ultraschall gemacht. Allgemein war die Situation für die dortigen Ärzte ziemlich unklar.
Beim Ultraschall wurde bei der Schwellung ein nicht näher definierbares Gewebe festgestellt und eine Autopsie empfohlen.
Bei den Blutwerten hieß es, dass die Blutwerte sehr unklar und auch eigenartig sind, weil die Werte der Hormone in Verbindung mit der Schilddrüse zwar stark von der Norm abweichen, jedoch in ziemlich untypischer Weise.
Ich schreibe ihnen nun die Werte der Blutuntersuchung:
TSH 0.08
Free T4 21.8
Free T3 7.28
Ultraschallergebnisse finden sie im Anhang.
Man entschied sich, eine weitere Blut-Untersuchung nach drei Wo. durchzuführen.
Neben genannten Schmerzmitteln wurde mir auch das Antibiotikum Augumentin verschrieben, welches ich über etwa 4 Tage 2 x tägl. eingenommen habe. Ich kann derzeit keinen starken Effekt davon bemerken, zumindest keinen deutlichen und bleibenden.
Zweite (eigene) Blutuntersuchung:
Ich entschied mich dann jedoch, nach etwa 2 Wochen eine weitere, eigene Blutuntersuchung in einem Labor durchführen zu lassen.
Auch dabei wichen die Werte der Schilddrüse deutlich von der Norm ab.
Die Werte deuten nach meinem Verständnis bis jetzt eher auf eine Über- als auf eine Unterfunktion hin.
Gesamten Blutbefund finden sie im Anhang.
Neue Schildrüsenwerte sind:
Free T4 32.4 pmol/L
Free T3 9.87 pmol/L
TSH 0.03 mIU/L
Anmerkungen:
Eventuell wichtig könnte vielleicht sein, dass ich eine Hormonspirale habe. Ich habe gelesen, dass bei mehreren Frauen dadurch offenbar ein Effekt auf die Schilddrüse nachweisbar war, jedoch in allen Fällen soweit ich gesehen habe nur in Richtung einer Unterfunktion, nicht wie es bei mir zu sein scheint.
Soweit die Informationen zur derzeitigen Situation.
Ich hoffe, dass diese Informationen für eine gute Einschätzung nützlich sind und sie mir bei dem Problem weiterhelfen können. Zudem werde ich ihnen weitere Informationen zusenden, wenn es etwas Neues gibt.
Danke ***** ***** Bemühungen,
Fr. Hafsa HOUCINE
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Was könnte das Sein was ich habe? Im Anhang finden sie ein großes Blutwert von mir und das Ergebnis des Ultraschall.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich hab auch kaum Symptome. Also kein Zittern, Gewichtsabnahme, Hitzewallungen, bemerkbare Gewichtszunahme. Wenn die Schmerzen rechts seitlich nicht wären, hätte ich nicht gemerkt das sich was ändert.Nehme auch Vitamin-Tabletten, achte auch auf meine Ernährung.Ist das eine Überfunktion was ich habe? Falls ja, ist es ein Kropf was seitlich wehtut? Kann sich so etwas zurück bilden? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Meine Mutter wurde mal an ihre rechte Schilddrüse operiert, es war seitlich sichtbar dick und hat weh getan. Damals meinte die Ärztin es kann vererbbar an die Töchter sein. Könnte es dasselbe sein?Was sagt mein Bluttest aus über meinen gesundheitlichen Zustand? Können Sie mir dazu was sagen? Einige Stellen waren rot, nur habe ich nicht viel verstanden.
Ich hab auch Krebsuntersuchungen machen lassen. Erkennt man im Blutwert die Entzündungswert im Blut?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r), Vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer

Die Symotomschilderung lässt an eine sogenannte Thyreoiditis de Quervain denken. Hierzu passen die vorliegende (passagere) Schilddrüsenüberfunktion, die Schmerzen und der Ultraschallbefund auf der linken Seite. Auf der rechten Seite der Schilddrüse kann der Befund sowohl einer Thyreoiditis (Schildrüsenentzündung)als auch einem Schilddrüsen krebs entspre*****, *****halb man folgerichtig eine Punktion empfohlen hat. So kann man entweder die (wahrscheinliche) Schilddrüsenentzündung bestätigen oder aber einen Hinweis auf einen Krebs finden.

Unter der Verdachtsdiagnose einer Thyreoiditis de Quervain ist die Gabe von z.B 3x400 mg Ibuprofen tgl. zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung sinnvoll. Therapiedauer meist 4 bis 5 Wochen (gute Verträglichkeit vorausgesetzt) bis zum Abklingen der Erkrankung. Die vorliegende Schilddrüsendüberfunktion klingt in der Regel von selbst innerhalb 1-2 Monaten ab. Da Sie diesbezüglich keine Beschwerden angeben, muss die Überfunktion nicht direkt therapiert werden.

Zum Labor:

Die ESR ist mit 76 deutlich erhöht und dokumentiert die für die Thyreoidits de Quervain typische erhöhte entzündliche Aktivität. Ansonsten besteht eine deutliche Schilddrüsenüberfunktion und eine leichte Erhöhung der GGT als Hinweis auf eine Mitreaktion der Leber.Die Zusammensetzung Ihre Cholesterins aus LDL und HDL ist nicht optimal, aber tolerabel, soweit keine kardiovaskulären Risikofaktoren vorliegen.

Wenn Sie weitere Zusatzinformationen benötigen, stehe ich Ihnen jederzeit ohne Zusatzkosten zur Verfügung. Ich möchte Sie bitten eine positive Bewertung mit BEWERTUNGSSTERNEN ( 3-5 Sterne) abzugeben, damit meine Bemühungen entlohnt werden. Vielen Dank ***** ***** Gute!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke für ihre Antwort.Sie meinten, dass eine Punktion sinnvoll wäre um Krebs auszuschließen. Es geht dabei wie ich verstehe nur darum, die schwerere Erkrankung ausschließen zu können, oder? Jedoch ihre persönliche Einschätzung wäre gut, in wie weit so etwas realistisch wäre, da ja die Schwellung zum einen sehr plötzlich aufgetreten ist und zum anderen auf der anderen Seite unmittelbar davor schon aufgetreten und ziemlich schnell wieder abgeschwollen ist.Ist die Punktion an dieser Stelle mit irgendwelchen Risiken verbunden (was ich zwar nicht annehme, aber ich frage sie sicherheitshalber um die Info zu bekommen).Für welchen Zeitraum ist es noch möglich ihnen zu vorliegendem Problem Zusatzfragen zu stellen?Vielen Dank für ihre Bemühungen und ihre Einschätzung.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Die Punktion hat den Sinn das unwahrscheinliche aber dennoch mögliche Schilddrüsenkarzinom auszuschließen. Wahrscheinlich ist die von mir angesprochene Tyreoiditis, die sich durch die Punktion bestätigen lassen könnte.

Das Risiko der Punktion ist äußerst gering und nicht höher als das Risiko einer Blutentnahme an der Ellenbeuge.

Sie Können gerne noch einmal nachfragen, ich antworte wieder. Inzwischen danke ***** *****ür eine positive Bewertung.

Alles Gute für Sie

Dr.Schürmann und weitere Experten für Schilddrüsenerkrankungen sind bereit, Ihnen zu helfen.