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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Scheidungsrecht
Zufriedene Kunden: 17738
Erfahrung:  Rechtsanwältin, seit dem Jahr 2000 auch Fachanwältin für Familienrecht,Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, 20 Jahre Anwaltserfahrung
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich lebe seit ber einem Jahr getrennt und habe die

Beantwortete Frage:

Hallo,
ich lebe seit über einem Jahr getrennt und habe die Scheidung eingereicht. Ich habe ein Grundstück in meiner Ehezeit von meinen Eltern geschenkt bekommen. Auf meinen Namen im Grundbuch eingetragen. Im Trennungsjahr habe ich ein altes Haus auf dem Grundstück ausgebaut und dazu 100000 EUR Schulden aufgenommen. Die Vermögensteilung ist bereits abgeschlossen. Alles andere an Geld und Gegenständen ist bereits geteilt.
Welchen Anspruch hat meine Frau auf das Grundstück und das ausgebaute Haus?

mfg
St.Schmidt
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Scheidungsrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Wenn Sie die Vermögensteilung notariell ordnungsgemäß abgewickelt haben, sind damit etwaige Ansprüche auf weiteren Zugewinn ausgeschlossen.



Wenn Sie dies aber nur privatschritflich erledigt haben , erhält es sich wie folgt:



Der Zugewinnausgleich muss dann, wenn von Ihrer Frau beantragt, durchgeführt werden.


Das geht wie folgt:



Es werden Bilanzen erstellt mit Soll und Haben zum Tag der standesamtlichen Eheschließung ( Anfangsvermögen ) und zum Tag der Zustellung des Scheidungsantrags ( Endvermögen)

Es wird weiterhin eine dritte Bilanz erstellt mit allen Vermögenswerten, die während der Ehezeit geschenkt oder geerbt wurden.


Alles, was während der Ehezeit geschenkt, oder geerbt wurde kommt in das Anfangsvermögen.




Man stellt dann einen Vergleich an, indem man den Unterschied zwischen Anfangs Endvermögen bei jedem Ehegatten einander gegenüberstellt.



Der Ehegatte, der mehr hinzuerworben hat, muss dem andernen die Hälfte von dem was er mehr hat in Geld auszahlen.


Das Haus zählt also bei Ihnen zuerst zum Anfangsvermögen mit dem Wert am Tag der Schenkung, der dann noch indexiert wird.



Da es im Endvermögen sich ebenfalls befindet zählt es auch zum Endvermögen, wobei es durch die Invstitionen natürlich im Wert gestiegen ist.


Dem gegenüber stehen die Schulden, die Sie gemacht haben und die vom Endvermögen iin Abzug zu bringen sind.


Ihre Frau nimmt also an der Wertsteigerung seit der Zeit der Schenkung teil , wobei dei Schulden in Abzug zu bringen sind.


Was rechnerisch herauskommt, hängt vom Zugewinn insgesamt ab.







Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht





Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank




ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Scheidungsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.