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Rechtsanwalt Newerla
Rechtsanwalt Newerla, Diplom Jurist
Kategorie: Schadensersatz
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Rechtsanwalt
26039601
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Rechtsanwalt Newerla ist jetzt online.

a erh lt Ware von b. a bezahlt die ware nicht, weil nicht

Beantwortete Frage:

a erhält Ware von b.
a bezahlt die ware nicht, weil nicht vollst. und teilw. defekt.
a reklamiert die Ware.
b mahnt a an.
b beauftragt inkasso.
a widerspricht dem Inkasso, da noch Reklamationen offen.
b hat angeblich keine Rekl. erhalten.
Inkasso fertigt Schreiben über Interne Anwälte, es entstehen weitere Kosten.
a sagt zu b ich zahle sofort die Ware nach abzüglicher Gutschrift, die Inkasso und Anwaltskosten zahle ich nicht.
a bekommt von Inkasso einen gerichtlichen Mahnbescheid, aus dem geht hervor das b die Forderung komplett an das Inkasso abgetreten hat ohne a davon in kenntnis zu setzen.
Laut BGB§ 410 hätte b a in Kenntnis setzen müssen.
a hat dem Mahnbescheid in vollem Umfang widersprochen.
Ist b weiterhin der Gläubiger?
Kann a das Geld abzüglich der Reklamation und Inkasso an b überweisen?
Wie geht man weiter vor?
Wie wird verhindert, das a vom Inkasso verklagt wird?
Wie trifft man gegebenenfalls einigung mit Inkasso ohne die Forderung direkt zu akzeptieren,wegen Schufaeintra
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Schadensersatz
Experte:  Rechtsanwalt Newerla hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!


Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:


Zu 1.) Ist b weiterhin der Gläubiger?

Sofern b die Forderung wirksam an das Inkassobüro abgetreten hat, was im Mahnbescheid zwar behauptet wird, nach Ihrer Sachverhaltsdarstellungen allerdings nicht abschließend geklärt werden kann, wäre das Inkassobüro der neue Gläubiger, sodass an das Inkassobüro und nicht an b zu leisten wäre, vorausgesetzt a kann die Reklamation nicht nachweisen.

Sofern der Gegenstand nämlich tatsächlich mangelhaft war, könnte a die Einrede der Mangelhaftigkeit erheben, was ein Zurückbehaltungsrecht begründen würde. Dies bedeutet, dass a grundsätzlich so lange nicht zahlen bräuchte, bis der Mangel behoben ist.

Den Zugang einer wirksamen Mangelrüge bei b müssten Sie allerdings beweisen.

Zu 2.) Kann a das Geld abzüglich der Reklamation und Inkasso an b überweisen?

Es ist mir leider nicht ganz klar, was mit „abzüglich der Reklamation“ gemeint ist. Sofern eine berichtigte Reklamation vorliegt, hätte bis zum Zeitpunkt der Nacherfüllung überhaupt nicht gezahlt werden müssen. Voraussetzung ist jedoch eine ordnungsgemäße Mangelrüge, wie bereits oben angedeutet. Sofern also a die Mangelrüge beweisen kann, sollte a das Inkassounternehmen auffordern, die wirksame Abtretung nachzuweisen und die Zahlung unter Hinweis auf die Mangelrüge verweigern.

Sollte a die Mangelrüge allerdings nicht nachweisen können, so wäre er grundsätzlich zur Zahlung verpflichtet. Wenn a im Vorfeld auch angemahnt wurde von b, wären auch grundsätzlich die Kosten der Einschaltung des Inkassounternehmens zu tragen.

Die Kosten für eine Inkassounternehmen sind nämlich nur dann ersatzfähig, wenn der Schuldner in Verzug ist. Dies setzt in Ihrem Fall grundsätzlich voraus, dass b den a angemahnt hat.

Zu 3.)Wie geht man weiter vor?

Wie bereits unter zweitens ausgeführt, sollte a mit dem Inkassobüro in Kontakt treten, versuchen die Mangelrüge nachzuweisen und auf einen Nachweis der Forderungsabtretung bestehen. Sollte die Mangelrüge nicht nachweisbar sein und die Abtretung wirksam sein, so müsste a an das Inkassounternehmen zahlen, vorausgesetzt es ist a vorher eine Mahnung von b zugegangen.

Zu 4.)Wie wird verhindert, das a vom Inkasso verklagt wird?

Dies ließe sich nur dadurch verhindern, dass entweder mit dem Inkassounternehmen in Kontakt getreten wird (wie unter drittens dargestellt) oder der Widerspruch von a zurückgezogen wird und die Forderung an das Inkassounternehmen beglichen wird.

Zu 5.) Wie trifft man gegebenenfalls Einigung mit Inkasso ohne die Forderung direkt zu akzeptieren, wegen Schufaeintrag ?

Hierbei wäre es möglich mit dem Inkassounternehmen in Kontakt zu treten und diesen anzubieten, rechtsverbindlich aber ohne Anerkennung einer Rechtspflicht die Forderung zu begleichen. Damit hätte man zwar gezahlt, hätte aber kein Anerkenntnis über die Forderung abgegeben. Erfahrungsgemäß wird sich ein Schufa-Eintrag hierdurch aber leider nicht verhindern lassen

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann.


So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine
völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und einen guten Wochenstart!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
[email protected]
Tel. 0471/3088132

Rechtsanwalt Newerla und 2 weitere Experten für Schadensersatz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Jahren.

a hat die Mangelrüge normal per Post verschickt.
b hat über Inkassoschreiben mitgeteilt keine Mangelrüge erhalten. Trotzdem Nachlass aus Kulanz der Nachlass war aber zu gering.
Es sollten für schlecht verschweisste Teile lediglich 10 € gezahlt werden. Bei deutschem Stundenlohn jedoch viel zu wenig. Es wurde ein realistisches Gegenangebot unterbreitet. Eine Stunde nachschweissen 42€+ geldlichen Abzug der Fehlteile.
b hat a zwar gemahnt. Kann letztendlich die Mahnung aber auch nicht beweisen, da ebenfalls auf dem normalen Postweg zugestellt.
Blöde Situation für a, da bislang eine saubere Schufa.
Wie würden Sie vorgehen?