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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 4174
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Hallo Herr Schweißgut, ich wollte Ihnen kurz berichten, wie

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Herr Schweißgut,
ich wollte Ihnen kurz berichten, wie es mittlerweile bei uns läuft... Die Angst vor dem Erbrechen tritt immer weiter in den Hintergrund. Das Essverhalten hat sich gebessert, ist aber sicher nicht so wie vor der Angst. Ansonsten ist meine Tochter tagsüber wie früher. Sehr gelöst, verabredet sich mit Freunden, geht ins Kino, geht alleine in die Schule. Das macht sie wirklich alles sehr gut und da war vor einigen Monaten noch nicht dran zu denken. Allerdings verlagert sie ihre Ängste jetzt in die Abendstunden. Abends wirkt sie immer leicht bedrückt. Bei der Gute-Nacht-Geschichte im Bett ist sie eigentlich auch echt gelöst. Aber sobald es ans Schlafen geht, wird es problematisch. Sie steigert sich in ihre Wut hinein, macht uns Vorwürfe, dass sie ihre alten Eltern wieder haben möchte. (Ich denke, sie bezieht sich darauf, dass ich nicht mehr so intensiv auf ihre Angst vor dem Erbrechen eingehe und klare Grenzen aufzeige - auch im Alltag.). Dann steigert sie sich allerdings so in die Situation hinein, dass sie nicht mehr im Haus bleiben möchte, dass sie raus möchte. Manchmal gehe ich dann abends noch mit ihr spazieren, weil es ihr gut tut (allerdings auch nicht immer, manchmal nur für den Moment und zurück zuhause geht es weiter). Diese extremen Eskalationen sind in den vergangenen 19 Abenden 4 mal vorgekommen. Die anderen Abende ist sie entweder total ruhig oder mit leichten Ansätzen eingeschlafen. Haben Sie hierzu einen Tipp oder eine Erklärung?

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag und vielen Dank für die Rückmeldung.

Im Grunde läuft es ja gut. Sie haben das gut hinbekommen. Diese abendliche Unzufriedenheit des Kindes ist noch ein Rest der früheren Lage.

Es ist aber ein kleiner Rest. Solche Eskalationen 4 mal an 19 Abenden, das ist wenig. Das alte Muster ist offenkundig auf dem Rückzug.

Sie könnten jetzt die Zeit für die Gute-Nacht-Geschichte verlängern, z.B. auf jedes Mal 30 Minuten (max. 45 Min.). Dann hat sie Ihre Aufmerksamkeit vor dem Schlafen noch einmal ganz intensiv. Ich vermute, dass sich dann das Kind noch weiter beruhigt.

Ich wünsche Ihnen weiter Erfolg und Ihnen allen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich freue mich zu lesen, dass Sie davon ausgehen, dass er nur noch ein Rest der früheren Lage ist. Allerdings dauert die Zu-Bett-Geh-Situation mittlerweile bestimmt 1,5 Stunden ab dem Moment des Hinlegens bis zum Einschlafen. Auf Dauer viel zu lang, da wir als Paar kaum Zeit haben, uns zu erholen und Kraft zu sammeln. Wir lesen immer gemeinsam. Sie ein paar Sätze und dann ich... Ca. 30 Minuten. Danach machen wir das Licht aus und ich erzähle noch eine Gute-Nacht-Geschichte. Wenn ich dann aufhöre zu erzählen, kippt sie oft. Ich weiß nicht, ob sie es auch hier manchmal bewusst einsetzt, um die Geschichte zu verlängern... Doch selbst wenn sie es zu Beginn lediglich für ihren Vorteil nutzt, steigert sie sich ganz schnell darein und dann geht die Spirale los. Sie steht auf, fängt an zu betteln und zu weinen, sie halte es nicht mehr aus, ich solle ihr helfen. Wenn ich aber frage, wobei, kann sie mir nicht antworten. Ich habe den Eindruck, sie verfällt in das Kleinkindalter, reagiert bockig, ohne Argumente und überhaupt nicht altersentsprechend. Dann wird sie richtig böse, beschimpft mich, macht immer wieder das Licht an, wenn ich mich in mein Bett lege etc. Sie ist dann gefangen von ihrer Wut und kann nicht richtig mit ihr umgehen...
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Aber all das ist für mich erträglicher als ihre Angst. Weil ich mich nicht getriggert fühle. Es tut mir natürlich weh, sie so zu sehen, aber ich kann mich deutlich besser abgrenzen.

Ok, ich muss mich korrigieren.

Das gemeinsame Lesen geht schon 30 Min. Die Gute-Nacht-Geschichte könnte weitere 15 Min dauern. Und dann muss Ende sein.

Das ist jetzt bei der Kleinen keine Angst mehr. Das ist eine Durchsetzen, ein Kampf um Aufmerksamkeit.

Sagen Sie ihr nach dem Gute-Nacht-Sagen, dass sie im Wohnzimmer sind und zu tun haben. Und machen sie ihre Zimmertür zu. Wenn sie aufdreht, sagen Sie ihr energisch, sie soll damit aufhören, sofort. Und danach lassen Sie sie allein in ihrem Zummer. Falls Sie Sorge haben, dass sie sich etwas antut, gehen Sie hinein und sagen Sie energisch, sie soll sofort damit aufhören. Sie muss deutlich spüren, dass sie eine Grenze überschritten hat und damit aufhören muss.

Das wird ziemlich bald zum Ende dieser Eskalationen führen.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Ok, vielen Dank. Das werde ich versuchen. Ich hoffe, dass ich es umsetzen kann. Denn sie läuft mir in ihrer Not auch oft hinterher (oder lässt mich nicht gehen).

Sie ist nicht in Not, sie kämpft und will sich nach altem Muster durchsetzen.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.