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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 3884
Erfahrung:  Psychotherapeut
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Ja guten Morgen, ich bin Corona positiv getestet!

Diese Antwort wurde bewertet:

Ja guten Morgen, ich bin Corona positiv getestet!
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): Ich habe ausversehen auf abschicken gedrückt. Am Freitag war ich noch bei meiner Tochter unwissentlich dass schon Corona habe. Ich habe meine ganze Familie angesteckt. Meine Enkelin auch. Sie ist seit gestern auf die Intensivstation in künstlichen Koma und wird beatmet. Sie haben ihr ganz viel Schleim aus der Lunge abgesaugt. Ich mache mir soviel Vorwürfe und heule ständig um mich rum,sodass ich nur noch rum sitze und zu nichts mehr komme. Ich kann mich nicht abfinden dass ich es war meine Familie angesteckt zu haben. Ich bin 59 Jahre und bin weiblich. Meine Medikamente sind morgens Euthyrox 150mgBisoporol2,5mg und Palexia 100mg Abends Armimeurin 75 mg, Palexia 100 mg und Ortoton 1500mg
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychologe wissen sollte?
Fragesteller(in): Mein Sohn ist mit 7 Monaten gestorben. Meine große Tochter 36 Jahre ist die hat Spinabifida mit einem Hydrocephalus. Meine kleine Tochter ist 31 Jahre und hat eine Tochter die jetzt auf der Intensivstation liegt.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Morgen,

Sie haben viele schwere Schicksalsschläge in Ihrer Familie erlebt. Und jetzt haben Sie große Angst, selbst einen weiteren Schicksalsschlag verursacht zu haben.

Bitte erzählen Sie.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Guten Morgen, ich fange mal von hinten an! Meine Enkelin heißt Mina, sie ist 11Monate. Ich habe mich am Mittwoch Abend getestet da war ich noch negativ. Ich selbst habe mich auf Corona getestet am Samstag und ich war positiv. Am Freitag war ich bei meiner Tochter Mutter und Enkelin mein Schwiegersohn den habe ich nur ganz kurz gesehen. Wir haben ein wunderschönen Tag gehabt. Jedenfalls habe ich bis auf Mutter alle angesteckt. Bis jetzt!!! Am Montag habe ich ein Anruf bekommen dass Mina auf der Intensivstation liegt und in künstlichen Koma liegt und beatmet wird. Ich selbst fühle mich so schrecklich in dieser Situation meine Gedanken kreisen nur noch so um mich rum. Kann auch nichts mehr machen. Ich habe in meinem Leben meine ganze Familie bis auf Stiefmutter beerdigt. Der Tod war immer präsent!!! 2020 habe ich meinen Bruder zu Grabe getragen dies war für mich auch sehr schlimm, habe es auch nicht verkraftet. Nach dem Tod meines Bruders wurde meine Tochter Patricia schwanger, wir ich habe mich so sehr gefreut dass es endlich geklappt hat. Nach der Geburt von Mina. war ich mindestens alle 14 Tage bei Ihnen. Damit die Kleine mich auch erkennt und weiß wer ich bin und jetzt sowas !! Ich selbst arbeite an einer Schule und bin bis jetzt gut durch die Corona Zeit gekommen. Ich fühle mich total schlecht und weiß auch nicht wie ich meinen Kindern gegenüber treten soll. Im Moment geht es ja nur mit telefonieren da meine Tochter mit auf der Intensivstation ist. Wir haben zwar schon telefoniert aber es viel mir ganz schön schwer. So jetzt der Anfang meines Lebens! Meine leibliche Mutter ist 1970 gestorben. Da war ich 7Jahre und mein Bruder 5Jahre. Wir beide nach meiner Mutters Tod hatten keine schöne Kindheit mein Bruder wurde viel verhauen ich nicht so! Wir wurden so erzogen wenn der Vaters spricht müssen wir leise sein. Ich selbst musste mich ständig um mein kleinen Bruder kümmern. Ich bin auch mit der Bierflasche groß geworden! Früher als Kind dachte ich es sei normal. Als ich 30 Jahre ist mir klar geworden dass mein Vater alkoholiker ist. In wurden die Beine nach und nach abgenommen. Meine Tochter Jacqueline sitzt im Rollstuhl und hat mir das Leben schwer gemacht unabhängig der vielen Krankehaus Aufenthalte und um ihr Leben bangen was nun so wird. Ich habe sie mit 18 Jahre Betreuung stellen lassen, weil ich mit den Nerven am Ende war. Mein Sohn wurde nur 7 Monate und hatte ein Schäderfehlwachstum. Der Fehlwachstum wurde behoben. Er ist dann am Kindstod gestorben. 1991 kam meine Tochter Patricia zur Welt. Ich war überglücklich dass sie gesund ist. Wir hatten eine schöne Zeit. Sie sagt zu mir dass sie eine schöne Kindheit hatte. 2012 habe mein jetzigen Mann auf Reha kenngelernt. Ich habe mich von meinem Mann getrennt, weil unsere Ehe einfach kaputt war. Daraufhin habe ich mit meiner Patricia keinen Kontakt mehr gehabt. Da habe ich auch sehr drunter gelitten. Die Scheidung selbst war auch nicht reibungslos. Mein damaliger Mann ist dann schnell mal schwul geworden. Mein damaliger Mann lässt mich auch nach 10 Jahre Trennung nicht in Ruhe. So war es schon immer er hatte mich in seiner Hand . Früher als stilles Mäuschen! Ich habe mich aber in unseren Ehejahren Weiter entwickelt Ich bin dann selbst zum Psychologen gegangen. Mein damaliger Mann versucht es immer durch Patricia Dario irgendwelche spitzen zu werfen. Jetzt soll ich seine Steuerschuld bezahlen! In der Zwischenzeit habe ich mein Leben im Griff und Patricia,Dario und Mina eine wunderschöne Zeit, wenn ich da bin. Wenn nicht immer irgendwelche negativen Botschaften kommen würden , die zerfressen mich.

Ja, das Leben hat Ihnen sehr viele Wunden geschlagen. Und viele davon sind bis heute nicht geschlossen und schmerzen noch sehr.

Und jetzt dieses Virus. Es hat jetzt alle Wunden wieder aufgerissen.

Sie haben ja alles richtig gemacht - sich immer wieder getestet. Dennoch hat das Virus eine Lücke gefunden.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Ja ! Aber was kann ich tun dass es mir besser geht. Ich kann doch nicht ständig nachdenken was wäre wenn

Es ist ganz natürlich, dass Sie jetzt mit Ihren Gedanken nicht davon los kommen. Das wird auch noch eine Zeit lang anhalten.

Damit es leichter wird, empfehle ich Ihnen:

  1. Legen Sie für täglich eine Gedanken- und Trauer-Stunde fest. Möglichst immer zur gleichen Uhrzeit. In dieser Stunde denken Sie internsiv über das "was wäre wenn" nach und lassen Sie Ihren Gedanken und Gefühlen freien Lauf.
  2. Legen Sie für sich ein Tagebuch an und schreiben Sie alle Gedanken und Gefühle hinein, die Ihnen in dieser Stunde hochkommen. Danach schließen Sie das Tagebuch weg. Das nur für Sie und geheim. Da schreiben Sie alles hinein und schließen es dann ein, dass es Sie am Rest des Tages in Ruhe lässt.
  3. Versuchen Sie, jeden Tag einen ausgedehten Spaziergang im Grünen zu machen, egal wie das Wetter ist.
  4. Im Übrigen versuchen Sie, sich auf Ihre Pflichten zu konzentrieren. Lassen Sie sich davon nicht ablenken.
  5. Sollten die schweren Gedanken und Gefühle "zur Unzeit" doch hoch kommen, sagen sie laut und energisch zu sich selbst "Stopp!" und machen dann da weiter, wo Sie unterbrochen wurden.
  6. Falls das gar nicht helfen sollte (was ich nicht vermute), wenden Sie sich an Ihren Hausarzt (Medikamente können erleichtern) und vor allem an ein/e Psychotherapeuten/in vor Ort.

Wenn Sie noch Rückfragen haben, schreiben Sie sie mir bitte hier.Ich werde sie selbstverständlich und gern beantworten.

Und denken Sie bitte an die Bewertung.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.