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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 3790
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Ich denke ich leide an einer Depression Fachassistent(in):

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich denke ich leide an einer Depression
Fachassistent(in): Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Fragesteller(in): 34, weiblich, bisher keine Medikamente
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Psychiater wissen sollte?
Fragesteller(in): Familiäre Probleme, Tod von Vater, fühle mich nicht liebenswert und allein
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Mein Vater ist vor 4 Jahren gestorben. Meine Mama und mein Bruder sind eng zusammengewachsen. Er wurde schon immer bevorzugt von ihr nur ist es jetzt extrem. Wenn ich sie darauf anspreche, werde ich vollkommen nieder gemacht. Mittlerweile habe ich das Gefühl ohne eine richtige Vertrauensperson zu sein. Ich habe nur noch selbstzweifel. Alles nehme ich mittlerweile persönlich und gegen mich. Sehr schwer auch für meinen Ehemann. Ich versuche alles perfekt zu machen, wenn etwas schief geht, zweifle ich an mir. Meine Kinder sind mein Lichtblick, aber ich bin nur noch betrübt. Ich kann nicht richtig schlafen und bin nur am grübeln und sehe nur das Schlechte
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Seit einer Woche ist es extrem. Es kamen nun noch Geldprobleme hinzu und ich bin nur noch am Weinen
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Von meiner Mama werde ich Nieder gemacht, dass ich keinen geldigen Mann geheiratet habe und überhaupt habe ich andere Lebenswege eingeschlagen als sie es von mir erwartet habe.

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Tag,

bitte erzählen Sie noch, wie Ihre Beziehung zu Ihrem Vater war,

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Mein Vater war mein Fels in der Brandung. Er war immer für mich da. Er war derjenige der immer stolz war auf das was ich erreicht habe. Ich habe mit ihm bis zuletzt viel unternommen und viele intensive Gespräche gehabt.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Ich kann leider gerade nicht in Ruhe telefonieren

Sein Tod hat ein tiefes Loch in Ihr Leben gerissen.

Besuchen Sie manchmal sein Grab?

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Nein ich besuche sein Grab nicht weil ich dort jedes Mal zusammenbreche und ich das umgehe.

Ja, das Loch, das sein Tod gerissen hat, ist wirklich sehr tief.

Sie haben mit ihm den einzigen Menschen verloren, der zu Ihnen gehalten hat und der Ihnen Halt gegeben hat. Aber er lebt im Grunde in Ihrem Herzen weiter. Für Ihre Gefühle ist er immer noch da - nur leider nicht leibhaftig. Ich möchte Ihnen einige Empfehlungen geben, wie Sie aus diesem Loch leichter wieder heraus kommen:

Fortsetzung folgt

  1. Halten Sie mit Ihren Gefühlen Kontakt zu Ihrem Vater. Wenn Ihnen zum Weinen zumute ist, dann tun Sie es. Wenn Sie sich an etwas Schönes mit ihm erinnern, freuen Sie sich.
  2. Legen Sie ein Tagebuch an. Schreiben Sie jeden Tag etwas hinein, was Sie mit Ihrem Vater erlebt haben. Das Tagebuch ist nur für Sie, halten Sie es geheim, schließen Sie es nach jedem Eintrag weg.
  3. Schauen Sie sich Familienfotos an, auf dem Sie und Ihr Vater zu sehen sind. Schreiben Sie die Erinnerungen dazu in Ihr Tagebuch.
  4. Sie sollten ihn auch bald wieder auf dem Friedhof besuchen. Wenn die Tränen kommen, weinen Sie. Reden Sie mit ihm, begrüßen Sie ihn am Anfang und sagen Sie Auf Wieder sehen wenn Sie gehen.
  5. Wenn Sie große, tiefe Trauer und Schmerz empfinden, sprechen Sie mit ihm darüber, auch zuhause. Nehmen Sie sich täglich ca 30 Minuten Zeit an einem festen Termin, an dem Sie an ihn denken und mit ihm sprechen.
  6. Auf diese Weise können Sie Ihre Beziehung zu Ihrem Vater weiter pflegen, auch in seinem Tod.
  7. Und reduzieren Sie den Kontakt zu Ihrer Mutter soweit es geht, erzählen Sie ihr nichts über sich und Ihre eigene Familie, lassen Sie sie aus Ihrem Leben außen vor. Sie ist für Sie Gift.
  8. Sie haben immer noch Ihren Vater, halten Sie sich an Ihn.

Wenn Sie noch Rückfragen haben, schreiben Sie sie mir bitte hier. Ich werde sie selbstverständlich und gern beantworten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Zu meiner Mama: ich hab Angst ihr weh zu tun und den letzten Menschen zu verlieren den ich habe und das später zu bereuen. Auch will ich ihr die Enkelkinder nicht wegnehmen.

Achten Sie darauf, wieviel Kontakt zu ihr Sie selbst vertragen können. Das ist der Maßstab. Also nicht mehr Kontakt als Sie vertragen können, in den Grenzen des Maßstabs bleiben.

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Das ist genau das was mein Mann mir seit langem rät.
Würden Antidepressiva in meiner Situation erstmal helfen?

Diese Medikamente betäuben Ihre Gefühle. Dann können Sie nicht mehr daran arbeiten. Aber auf lange Sicht ist gerade das notwendig (wie oben beschrieben).

Guten Morgen,

nochmals vielen Dank für die Nutzung von justanswer.

Wenn noch etwas unklar ist oder wenn Sie weitere Fragen haben - bitte lassen Sie es mich wissen, ich helfe Ihnen gerne weiter.

Und darf ich Sie noch bitten, diesen Chat mit einer positiven Bewertung (3-5 Sterne) zu beenden, damit der Bezahlvorgang abgeschlossen werden kann?

Falls Sie dann doch noch Rückfragen haben, werde ich diese selbstverständlich beantworten.

Vielen Dank ***** ***** Grüße

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.