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Johann Schweißgut
Johann Schweißgut, Diplom Psychologe
Kategorie: Psychologie
Zufriedene Kunden: 3785
Erfahrung:  Psychotherapeut
75300426
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Johann Schweißgut ist jetzt online.

Guten Abend, meine Mutter(63 Jahre) leidet unter

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend, meine Mutter(63 Jahre) leidet unter Depressionen und hatte wahnhafte Episoden. Sie versucht die ganze Familie zu kontrollieren und mittlerweile versucht sie durch Provokation ständig Streit zu entfachen und lügt des öfteren, hat keinen geregelten Tagesablauf, kein Interesse an irgendwas. Wie können diese Provokationen im Hinblick ihrer Erkrankung erklärt werden?

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, vielen Dank, ***** ***** sich mit Ihrer Frage justanswer anvertrauen. Mein Name ist Johann Schweißgut

Guten Abend,

bitte beschreiben Sie mir zwei Beispiele von Provokationen.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Sie tut es, wenn sie nicht bekommt, was sie will, sprich 24/7 rund um die Uhr Betüddelung, wenn man versucht, über ihre Probleme zu reden, wenn man Kritik ausübt und manchmal passiert es aus dem heiteren Nichts. Einmal rannte sie zu meinem Onkel und beschimpfte Ihn einfach, ohne Grund

Sie haben noch nicht beschrieben, wie die Provokation konkret aussieht.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Sie sagt Dinge wie, dass man ein Taugenix ist, stichelt bis bei einem selbst die schlechte Seite zum Vorschein kommt, wenn man ihr aus dem Weg gehen will, läuft sie einem hinterher

Bitte beschreiben Sie noch die wahnhaften Episoden.

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Bis letzten Sommer glaubte sie mit Geister kommunizieren zu können und führte Befehle aus, die der "Geist" ihr auferlegte. Sie verlor ihre Arbeit, stand kurz vor dem kompletten Ruin. Sie fertigte Notizen darüber an, sie sollte sich auf das Paradies vorbereiten.

Ungefähr wann haben diese Auffälligkeiten bei ihr begonnen?

Und wie war ihre Lebenssituation damals?

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Auslöser war wohl der Tod meines Vaters im Jahre 2017 und angefangen hatte es vor drei Jahren. Sie war berufstätig, finanziell gab es keine Probleme, Backup von Familie usw gab es mehr als genug

Okay, vielen Dank für Ihre Ergänzungen, sie helfen zu verstehen.

Mein Eindruck ist, dass Ihre Mutter den Verlust ihrem Mannes, Ihres Vaters, nicht verarbeitet hat. Der Schock sitzt tief und die Wunde ist immer noch offen.

Nun sucht sie Orientierung und Halt. Sie will nicht provozieren. Sie handelt aus Verzweiflung.

Was bekommt sie derzeit als Therapie für diesen Zustand?

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Sie war vier Mal zwangsweise in einer Psychiatrie, weil Eigen und Fremdgefährdung im Raum stand. Sie verweigerte jegliche Therapieform. Letztes Jahr hatte sie sich mit etwas Druck auf eine Depotspritze mit Xeplion eingelassen, danach verweigerte sie erneut alles an Therapiemöglichkeiten.

Das alles ist primär nicht Depression. Das ist Schock, Trauma durch den Verlust ihres Mannes.

Würde Sie auch Gespräche bei einem Psychologen verweigern?

Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Ja, sie würde auch dieses verweigern. Seltsamerweise hält sie sich für ganz normal

Das ist nicht seltsam, das ist ein Symptom des Traumas.

Sie sollten versuchen, etwas mehr Ruhe in die Beziehungen zu bringen. Falls es realisierbar ist, sollten Sie jeden Tat 30-60 Minuten mir ihr zum Beispiel

  1. Fotoalben wälzen, in dem sich möglichst viele Fotos von ihrem Mann befinden,
  2. ihren Mann auf dem Friedhof besuchen,
  3. vielleicht mal einen Ort aufsuchen, der für sie und ihren Mann besonders wichtig war,
  4. mit ihr das Grab ihres Mannes regelmäßig pflegen.

Damit kann Sie endlich von ihm Abschied nehmen und damit das Trauma langsam bewältigen.

Vielleicht wird sie dann nach einiger Zeit zu einer Psychotherapie bereit sein.

Wenn Sie noch Rückfragen haben, schreiben Sie sie mir bitte hier. Ich werde sie selbstverständlich und gern beantworten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Johann Schweißgut und weitere Experten für Psychologie sind bereit, Ihnen zu helfen.